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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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Quecksilberluftpumpen — Quecksilberverbindungen.

einen eisernen Mörser und drückt in dasselbe mit dem Pistill nach und nachkleine Stückchen trockenes Na hinein; hierbei zeigt sich namentlich anfangseine kleine Feuererscheinung, auch verflüchtigt sich Hg, weshalb die Dar-stellung unter Benutzung eines Abzuges vorzunehmen ist. Je nach der Mengedes Hg ist das Natriumamalgam flüssig oder fest. Nach dem Amer. Pat.689 926 erhitzt man zur Gewinnung von Natriumamalgam Paraffin auf 130°,setzt 1 T. Na hinzu und erhitzt weiter; ist das Na geschmolzen, so fügtman 53 T. Hg zu. Dann wird das Paraffin abgegossen und das Amalgamwährend des Abkühlens gerührt. Das meiste Natriumamalgam gewinnt manjetzt durch Elektrolyse von NaCl unter Benutzung einer Quecksilberkathode(vgl. darüber den Abschnitt Quecksilberverfahren im Artikel„Chloralkaliprozess, e 1 e k t r o 1 y t i s c h e r"). Auch die andernAmalgame werden jetzt meistens in gleicher Weise elektrolytisch gewonnen.— Das D. R. P. 148 044 schützt eine Vorrichtung zum Auswaschen von elek-trolytisch gewonnenem Alkaliamalgam.

Bleiamalgam ....................... 1 kg Mk. 3,00

Kupferamalgäm...................... 1 „ „ 14,00

Natriumamalgam (2 °/o Na).................. 1 „ „ 7,50

(4°/o Na).................. 1 „ „ 7,50

(10°/oNa)................. 1 „ „ 8,50

Zinkamalgam....................... 1 „ ,, 8,00

Zink-Zinnamalgam (Kienmeyersches Amalgam)......... 1 „ „ 7,00

Zinnamalgam....................... 1 » » 10,00

Quecksilberluftpumpen siehe „Luftpumpe n".Quecksilberluftpumpen:

Georg Schmidt & v. d. Eltz, Schmiedefeld (Kreis Schleusingen).

Quecksilberverbindungen (Merkurverbindungen).

1. Quecksilberchlorür (Kalomel, Merkurochlorid;Hydrargyrum chloratum mite). Hg 2 Cl 2 . Zur Darstellung erhitzt manein inniges Gemisch von 4 T. HgCI 2 mit 3 T. Hg in einem bedeckteneisernen Kessel, bis die graue Masse weiss geworden ist. Dann setztman auf den Kessel eine grosse Schale (in der Technik wird die ab-gesprengte untere Hälfte eines Säureballons auf den Kesselrand gekittet) underhitzt stärker, bis das Kalomel vollständig sublimiert ist. Auf nassem Wegegewinnt man es durch Fällen einer Lösung von Hg 2 (N0 3 ) 2 mit NaCl oder durchEinleiten von SO2 in HgCl 2 -Lösung. Hg 2 Cl 2 bildet eine farblose, kristallinische,als Pulver gelbliche Masse, geschmack- und geruchlos, fast unlöslich in H 2 0und verd. Säuren. Durch kochendes H 2 0 wird es zersetzt, ebenso durch wieder-holte Sublimation; auch am Licht scheidet es Hg aus. Man benutzt es in derPorzellanmalerei (zum Vermischen mit Au), zur Bereitung bengalischer Flam-men sowie als Arzneimittel; für letzteren Zweck muss beigemengtes HgCl 2 durchAuswaschen sorgfältig entfernt werden. — Siehe auch den Artikel „Kalo-m e 1 o 1".

Kalomel, p. vapor. D. A. V ................. 1 kg Mk. 6,00

gefällt...................... 1 „ „ 6,00

„ präpariert, D. A. V ................. 1 „ ,, 6,00

„ sublim, in Stücken................. 1 „ .. 6,00

2. Quecksilberchlorid (Sublimat, Merkurichlorid;Hydrargyrum hichloratum). HgCl 2 . Durch Sublimieren eines Gemengesvon HgS0 4 mit NaCl, dem etwas Mn0 2 zugesetzt wird, in Tonretortenauf dem Sandbade erhalten; es sublimiert als weisse kristallinischeMasse. Man kann es auch auf nassem Wege darstellen, und zwarentweder durch Auflösen von Hg in Königswasser oder von HgO inHCl und Eindampfen der Lösung. Nach D. R. P. 262 184 gewinnt man esdurch Einwirkung von Chlor auf geschütteltes Hg unter Druck.

Quecksilberchlorid schmeckt metallisch, wirkt stark ätzend und sehrgiftig. Löslich in H 2 0, Alkohol und Äther. 100 T. H»0 lösen bei 20° 7,39 T.,