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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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1019
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Quecksilberlegierungen. 1019

fahren zur Herstellung von lichtechtem Zinnober auf nassem Wege, und zwardurch Behandlung von Hg und S mit Polysulfidlösungen.

Die sehr schöne rote Farbe des Zinnobers erscheint um so heller, je feinerer gemahlen ist; durch Zusatz von Eisenoxyd, Schwerspat, Gips, MennigeJJ; s. w. wird er verfälscht, bezw. in der Qualität beeinträchtigt. Man würde denZinnober in der Malerei noch mehr benutzen, wenn er nicht allmählich ver-blasste und missfarbig würde.

Zinnober, echt, Ia Qualität, in 4 Nuancen........... 1 kg Mk. 6,50

bei Originalkiste von 12^2 kg.............. 1 „ „ 6,00

Zinnober, echt, IIa Qualität, Nuancen hell und mittel...... 1 „ „ 6,00

bei Originalkiste von 12 J /a kg.............. 1 „ „ 5,50

Zinnober, echt, IIa Qualität, Nuancen dunkel.......... 1 „ „ 6,10

bei Originalkiste von 12 1 h kg............... 1 „ „ 5,60

Pseudo-Zinnobcr (Zinnober-Imitation) Nuance I (dunkelst) .... °./ 0 kg Mk. 205,00

„ II (dunkel).....o/o „ 170,00

„ HI (mittel)..... <>/o „ „ 145,00

„ IV (hell)......o/ 0 „ „ 130,00

» V (hellst).....o/o „ „ 110,00

Quecksilberfarben:

Saccharinfabrik A.-G. vorm. Fahlberg, List & Co., Magdeburg-Südost.

Quecksilberlegierungen (Amalgame). Das Hg legiert sich mit denmeisten Metallen direkt; mit andern, zu denen es nur geringe Affinität hat(z. B. Fe), kann die Vereinigung durch Behandeln der sehr fein verteilten Me-talle mit Quecksilber 1 ö s u n g e n erzielt werden. Viele Amalgame sind an-fangs flüssig und scheiden erst nach einigem Stehen die eigentlichen, nachstöchiometrischen Verhältnissen zusammengesetzten Legierungen in fester undkristallisierter Form aus.

Bei gewöhnlicher oder wenig erhöhter Temperatur verbinden sich mitHg direkt: K, Na, Mg, Sn, Zn, Pb, Bi, Ag, Au, AI und Sb. In erwärmtem Hg löstsich leicht Cd, und man erhält so ein nur langsam erhärtendes, aber dann sehr'est werdendes Amalgam, welches — ebenso wie ein solches aus 1 T. Cd und2 T. Sn mit Hg — als Z a h n k i 11 Verwendung findet.

Goldamalgam dient zur Feuervergoldung von Metallen; siehe unter"Vergolde n". Zum Belegen der Spiegel benutzt man Zinnamalgam,welches M bis Va Sn enthält und durch Übergiessen von Stanniol mit Hg er-zeugt wird.

Bekannt ist, dass man die Zinkelektroden galvanischerElemente durch Einreiben mit Hg oberflächlich amalgamiert, weildie Elemente durch das Zinnamalgam einen gleichmassigeren und dabei längerdauernden Strom liefern.

Als Reibzeug für Elektrisiermaschinen benutzt man dasKienmeyer sehe Amalgam, das aus 2 T. Hg, 1 T. Sn und 1 T. Zn be-steht; zur Darstellung reibt man feine oxydfreie Späne von Zn und Sn ineinem erwärmten Eisenmörser mit Hg zusammen.

Der Seh. P. leichtflüssiger Bi- und Cd-Legierungen wird durch Zusatzv on etwas Hg noch weiter erniedrigt. So benutzt man ein Amalgam aus 45 T.Bi, 17 T. Pb, 20 T. Sn und 10 T. Hg, das schon bei 70° schmilzt und beim Er-starren ziemlich fest wird, zum Einspritzen anatomischer Prä-Parate.

Als M e t a 1 1 k i 11 verwendet man eine Lösung von Kadmiumamal-gam, und zwar stellt man aus 26 T. Cd und 74 T. Hg kristallisierenden Kad-miumamalgam dar und löst dieses in einem geringen Überschuss von Hg. DieMasse wird zuerst bei massiger Erwärmung wachsweich und knetbar, erhälta ber allmählich eine beträchtliche Härte.

Natriumamalgam benutzt man vielfach zur Reduktion leicht zersetz-barer Substanzen mittels naszierenden H. Zur Darstellung bringt man Hg in