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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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Parabismut

Paraffin.

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Parabismut, ist das Wismutsalz der Paranukleinsäure; es wird nachD. R. P. 202 955 dadurch dargestellt, dass man wasserlösliche, unorganischeBi-Salze mit paranukleinsaurem Ca unter Verwendung gesättigter NaCl-Lösung für beide Salze als Lösungsmittel in Reaktion bringt.

Das Parabismut dient medizinisch als Dannadstringens.

Paracodin siehe „Parakodi ri".

Paraffin. Wachsähnliche Substanz, die aus amerikanischem Erdöl, ausErdwachs, Schieferöl und Teer ivor allem aus Braunkohlenteer) gewonnen wird.Die genannten Rohprodukte werden für die Zwecke der Paraffingewinnung zu-erst durch fraktionierteDestillation von den niedriger siedendenAnteilen befreit.Der Rückstand wird unter vermindertem Druck und unter Einleiten von über-hitztem Wasserdampf destilliert. Das Destillat wird nach der Abkühlung inFilterpressen in zwei Teile, nämlich das feste Paraffin und das flüssigeParaffinöl, getrennt; die Abkühlung geschieht neuerdings fast stets mitHilfe von Kälteerzeugungsmaschinen, wodurch es möglich ist,noch den Paraffingehalt viel verdünnterer Lösungen als früher auszunutzen.Die rohen Paraffine sind durch eingeschlossene Ole und Farbstoffe gelb ge-färbt und nicht direkt zu verwerten. Daher schmilzt man die aus den hydrau-lischen Pressen kommenden Presskuchen wiederholt mit 10—15 % Benzin zu-sammen und presst bei 80—200 Atm. Druck hydraulisch; der Ablauf der erstenPressung wird in der Mischerei und Kristallisation verarbeitet, wahrend dervon den folgenden Pressungen zur ersten Pressung einer neuen Portion dient.Um den Benzingeruch zu entfernen, wird das Paraffin in eisernen Zylindernmit Dampf von hoher Spannung abgeblasen und noch flüssig mit Entfarbungs-pulver vermischt; als solches dienen gewöhnlich die Rückstände der Blut-laugensalzfabrikation in Mengen von 0,5—3 %. Auch Tierkohle und fein ver-teilten, scharf getrockneten Ton hat man als Entfärbungspulver verwendet. ZurEntfernung des Entfärbungspulvers wird das noch flüssige Paraffin durchPapier filtriert und in tafelartigen Formen zum Erstarren gebracht.

Das D. R. P. 162 341 zur Gewinnun«? von Paraffin aus Braunkohlenteer be-steh* darin, dass man nur die niedrigsiedenden Bestandteile, wie Photogen,leichte Paraffinöle u. s. w., abdestilliert; der Rückstand wird darauf nach er-folgter Kristallisation des Paraffins mittels Zentrifuge und Filterpresse infestes Paraffin und höher siedende Teeröle zerlegt. —

Die Entfärbung des Paraffins geschieht in der Technik sehr viel mit demsogenannten Entfärbungspulver, welches früher in grossen Mengen

. ,. . , -=-«• ------ — • "■«■■ Ölindustrie vielleicht fehlen, wenn

nicht immer noch mehrere Blutlaugeiisalzfabriken nacharbeiteten.

Sehr viel benutzt wird

der alten Methode

jetzt auch das amerikanische Entfär-bt! n g s p u 1 v e r ; es besteht aus Magnesium hydrosilikat istrecht billig, hat aber eine viel geringere Entfärbungskraft als das der Blut-laugensalzfabrikation entstammende, an Tierkohle reiche Entfärbungspulver.

Nach der Raffination stellt das feste Paraffin (Paraffinum solidum)eine weisse, halbdurchsichtige Masse dar, deren Härte und sonstige Eigen-schaften je nach der Herkunft und dem Reinheitsgrad wechseln. Man unter-scheidet demnach Weichparaffin, Seh. P. 44—48", sp. G. 0,88—0,89und Hartparaffin, Seh. P. 52—58°, sp. Q. 0,898—0,915.

Abgesehen von der Verwendung des Paraffins zum Imprägnieren vonMarmor, zur Appretur für Gewebe, zum Wasserdichtmachen von Zeugen, zumTransparentmachen von Papier (Pauspapier), zum Durchtränken von Zünd-hölzchen u. s. w. dient die Hauptmenge des Paraffins zur Kerzenfabrikation.

Eine besondere Art von festem Paraffin wird aus Erdwachs gewonnenund führt den Namen C e r e s i n (s. d.), durch weitgehende Reinigung desletzteren erhält man das für pharmazeutische Zwecke benutzte Paraffinumsolidum, das erst bei 74—80° schmilzt.