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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
Entstehung
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924
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I

924

Papiermache — Paraamidophenol.

Featigkeitsklassen 1 bis

Es bedeutet Widerstand

Klasse

1

2

3

4

5

6

gegen Zerknittern:

a) mittlere Eeisslänge

0 = ausserordentlich gering

in ra mindestens .

6000

5000

4000

3000

2000

1000

1 = sehr gering

b) mittlere Dehnung

2 = gering

in °/ 0 der ursprüng-

3 = mittelmässig

lichen Länge rain-

4 = ziemlich gross

4,5

4

3

2,5

2

1,5

o = gross

c) Widerstand gegen

6 = sehr gross

Zerknittern . . .

6

6

D

4

3

1

7 = ausserordentlich gross

Maschinen zur Papier-Fabrikation (Zentrifugen):

Siemens & Halske A.-G. Wernerwerk, Siemensstadt bei Berlin.

Hartgusswalzen für Papier- und Pappen-Fabrikation:

Fried, Krupp Aktiengesellschaft Grusonwerk, Magdeburg-Buckau.

Filtersteine aus Steinzeug:

Deutsche Steinzeugwaarenfabrik für Kanalisation und ehem. Industrie, Friedrichsfeld (Baden).

Papiermache. Eine plastische Masse, die aus Papierstoff unter Zu-satz von Bindemitteln hergestellt und in Formen gepresst wird. Eine andereArt von Papiermache besteht aus sehr zahlreichen übereinander gewickeltenPapierlagen, die durch ein Gemenge von Leim und Kleister miteinander ver-bunden werden. Die so hergestellten Gegenstände werden nach dem Trocknenabgedreht und lackiert.

Für den Gebrauch im Laboratorium stellt M. A. Petit Geräte ausPapierstoff her, der aus 85 Teilen Holzschliff und 15 Teilen Hadern besteht.Die geformten und durch heisse Luft getrockneten Gegenstände werden ineisernen Zylindern durch Absaugen von Luft befreit, worauf man eine er-wärmte Harz-Öllösung einfliessen lässt, die nun in alle Poren eindringt. DurchErhitzung in einem Luftstrom, nochmalige Imprägnierung und erneutesTrocknen erhält man Gefässe, die biegsam, dabei undurchdringlich und säure-fest sind.

Rohre aus Papiermache System Kruskopf:

H. & E. Kruskopf, Dortmund.

Pappe. Als Pappe bezeichnet man feste und dicke Blätter aus Papier-masse, deren Stärke sich ungefähr zwischen 0,5 und 5,0 mm bewegt.

Die Fabrikation von Pappe kann auf verschiedene Weise erfolgen, z. B.so, dass man den Papierbrei auf Formen aus Drahtnetz schöpft, von denendas Wasser abfliesst. Dieser Prozess, der genau der Fabrikation von Hand-papier (Büttenpapier) entspricht, gibt aber nur sehr minderwertige Pappe, daes nur zu einer unvollkommenen Verfilzung der Fasern kommt. Deshalb werdendie besseren Sorten auf andere Weise hergestellt, nämlich so, dass geformtePapierblätter von gewöhnlicher Dicke unmittelbar nach ihrer Bildung, alsonoch feucht, auf einander gelegt und durch Pressen (Kautschen) vereinigtwerden. Man nennt die so entstehende Pappe, zum Unterschied von der vor-erwähnten Handpappe, „gekautschte Papp e".

Die feinste Pappsorte ist die geleimte Pappe; sie wird durch Auf-einanderleimen vieler Lagen von fertigem Papier erzeugt; das Leimen ge-schieht so, dass man auf die zugeschnittenen Bogen Kleister aufstreicht undsoviel Lagen zusammenklebt, bis die gewünschte Dicke erreicht ist.

Die Glanzpappen, auch Pressspan genannt, sind gekautschtePappen, die im Stoff geleimt und mit Kaolin oder Schwerspat gefüllt sind.

Die Dachpappe (Teerpappe, Steinpappe) erhält mandurch Vermischen des Zeugbreis mit Stein- oder Braunkohlenteer vor demSchöpfen; auch wird gewöhnliche Pappe nachträglich mit heissem Teer ge-tränkt (vgl. den Artikel „D a c h p a p p e").

Papyrin siehe „Pergamentpapie r".

Paraamidophenol siehe „Photographische Chemikalie n".