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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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Nitroin

Nitrosofarbstoffe.

15,35 % gefunden. Durch ein geeignetes Gemisch von HN0 3 und H 2 S0 4 lässtsich direkt ein beliebiges Verhältnis von Di- und Trinitroglyzerin erzielen,wobei, wie auch sonst, die Konzentration und das Verhältnis der Säuren, dieTemperatur und Dauer der Nitrierung von Einfluss sind. — Für sich alleinwird Dinitroglyzerin wohl kaum als Explosivstoff zu verwenden sein, da eszur vollständigen Verbrennung 2 Atome Sauerstoff zu wenig besitzt, dagegendürfte sich für dasselbe, wegen seines Einflusses auf die Gefrierbarkeit desTrinitroglyzerins und die Explosionstemperatur, sowohl in Sprengstoffen wiein Pulvern, ein Feld finden. Im ersteren Falle wird man wohl den fehlendenO durch geeignete Zusätze liefern, um nicht schlechte Schwaden zu erhalten;da aber Dinitroglyzerin nicht nur in H 2 0 löslich, sondern auch hygroskopischsein soll, so könnten sich für Pulver sowohl, wie für Sprengstoffe nochSchwierigkeiten einstellen.

Weitere Verfahren, die sich teils auf die Darstellung, teils auf dieReinigung von Dinitroglyzerin beziehen, sind in folgenden Patenten nieder-gelegt: D. R. P. 205 752, 210 558, 210 990, 225 377 und Amer. Pat. 879 899.

Nitroglyzerin:

Dr. Krüger & Sommerfeld, Kassel.

Anlagen zur Herstellung von Nitroglyzerin baut:

J. h. Carl Eekelt, Berlin N. 4.

Nitroin siehe „Elemente, galvanische" (No. 20).

Nitrometer siehe „St i c k s t o f f".

Nitronaphtalin. CioHt . NO2. Wichtig ist nur das a-Mononitro-n a p h t a it i n; man stellt es aus dem Naphtalin durch Nitrieren dar, und zwarentspricht der Prozess dem der Darstellung von Nitrobenzol. Auf 10 T.Naphtalin verwendet man 8 T. HN0 3 vom sp. G. 1,4 und 10 T. H2SO4 vomsp. G. 1,84. Die Temperatur der Mischung lässt man allmählich auf 70° C.steigen und hält sie noch 6 Stunden nach dem Zugeben des letzten Naphtalinsauf dieser Höhe. Bei derselben Temperatur trennt man auch die Abfallsäurevom geschmolzenen a-Nitronaphtalin, wäscht es mehrmals mit siedendemH 2 0 und lässt es dann unter starkem Rühren in kaltes H a O laufein, wo eskörnig erstarrt. Es bildet gelbglänzende Kristalle, unlöslich in H 3 Ö, leichtlöslich in Benzol, Schwefelkohlenstoff und heissem Alkohol. Seh. P. 61°. Esdient zur Darstellung von a-Naph' tylamin (s. d.) und wird zur öl-Entscheinung benutzt.

Nitronaphtalin, roh, gekörnt (Alpha-)............ % kg Mk. 63,00

,, » geschmolzen.............. »/„ „ K 68,00

„ gereinigt, krist............... •/„ „ „ 105,00

P^ver.............. o /o n n 115>00

Nitronaphtalin:

Dr. Heinr. König & Co., G. m. b. H., Leipzig-Plagwitz.

Nitrophenole. Zur Darstellung geht man jetzt vielfach (seitdem dieBenzolpreise niedrig geworden sind) direkt vom Be n z 01 aus, indem mandasselbe in Chlorbenzol überführt und letzteres nitriert. Durch syste-matisches Fraktionieren im Vakuum (patentiertes Verfahren) lassen sich dieentstandenen Nitrierungsprodukte, nämlich o- und p-NitrochlorbenzoJ, voneinander trennen, und aus diesen Derivaten gewinnt man leicht die viel ver-wendeten o- und p-Nitrophenole.

o-Nitrophenol......................1 kg Mk. 5,00

p-Nitrophenol...............1kg Mk. 3,50; % '„ „ 285,00

Nitrosofarbstoffe (Chinonoximfarbstoffe). Klasse von künstlichen Teer-farbstoffen, die durch Einwirkung von salpetriger Säure auf Phenole entstehen.

Sie enthalten die Atomgruppe ~n^>0H ' weIcne durch Ersatz eines Sauer-stoffatoms in einem Chinon durch die Oximidogruppe entstanden zu denken ist.Die Farbstoffe entstehen durch die Einwirkung von salpetriger'Säure auf