Nitrostärke — Nitroverbindungen.
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Phenole und dienen namentlich zur Erzeugung grüner Färbungen auf metal-lischen Beizen. So benutzt man das Solidgrün (Dinitroresor-7. i n), welches bei der Einwirkung von salpetriger Säure auf Resorzin entsteht,dazu,' Wolle auf Eisenbeize dunkelgrün zu färben.
Nitrostärke. Nach dem Amer. Pat. 779 421 erhält man eine haltbarnitrierte Stärke, wenn man nach dem Nitrieren die Nitrostärke von den Säurentrennt und in H 2 0 mit CaCO s kocht. Ein zweites Patent (Amer. Pat. 779 422)schreibt vor, die fertig nitrierte Stärke in einem Alkohol-Azetongemisch zulösen, das Azeton abzudampfen und die Nitrostärke von dem Alkohol zubefreien.
Nitrotoluol (Mononitrotoluol). CoH 4 (N0 2 ). CH 3 . Technisch werden vonden drei Isomeren nur o- und p-Nitrotoluol verwendet; sie entstehenbeide beim Nitrieren des Toluols, und zwar in wechselnden Mengenverhältnissen!je nach der Art der Nitriersäure. Die Darstellung gleicht der des Nitro-b e n z o 1 s (s. d.); anfänglich ist starke Abkühlung von Wichtigkeit. Zur Tren-nung der Isomeren destilliert man das Gemisch der beiden Isomeren im luft-verdünnten Raum unter Anwendung eines Kolonnenaufsatzes über freiem Feuer.Treibt man 40 % des angewandten gereinigten Nitrotoluolgemisches ab, sobesteht das Destillat fast nur aus o-Nitrotoluol, während der Rückstand beimErkalten fast reines p-Nitrotoluol ausscheidet; letzteres wird durch Absaugenund Abpressen von der Lauge befreit.
Auch das unter „N i t r o b e n z o 1" erörterte D. R. P. 207 170 kommtfür die Darstellung von Nitrotoluol sehr in Betracht.
Nach dem D. R. P. 158 219 befreit man das technische o-Nitrotoluol vonder p- und m-Verbindung dadurch, dass man das Rohprodukt bei einerzwischen — 4° und — 10° liegenden Temperatur etwa zur Hälfte kristallisierenlässt. Die erhaltenen Kristalle bestehen aus reinem o-Nitrotoluol; sie werdenauf einer Zentrifuge, die sich in einem auf —4° abgekühlten Räume befindet,von den flüssig gebliebenen Verunreinigungen getrennt. Eine Modifikationdieses Gefrierverfahrens enthält Franz. Pat. 350 200.
Technisches Nitrotoluol (auch als „sehr schweres Nitroben-z o 1" bezeichnet) enthält mehr o- als p-Nitrotoluol; es soll das sp. G. 1,167haben und zwischen 220 und 240° C. überdestillieren.
Reines o-Nitrotoluol bildet eine gelbliche Flüssigkeit, sp. G. (bei 23,5°)1,162; S. P. 223°. Die Siedepunktsbestimmung dient zur Prüfung der Reinheit.
Reines p-Nitrotoluol bildet farblose Kristalle (Prismen); Seh. P. 54°, S. P.236°. Die Schmelzpunktsbestimmung dient zur Prüfung der Reinheit.
Das m-Nitrotoluol, welches technisch kaum benutzt wird, stellt man ausm-Nitro-p-toluidin dar.
Die o- und p-Verbindung dienen zur Gewinnung von Toluidinen, Tolidin,Fuchsin u. s. w
Vgl. die Artikel ,,D i n i t r o t o 1 u o 1" und „Trinitrotoluo 1".
Nitrotoluol, techn..................... % kg Mk. 105,00
o-Nitrotoluol...............1kg Mk. 1,50; °/ 0 „ „ 125,00
extra hell...........1 „ „ 3,00; °/o „ „ 280,00
p-Nitrotoluol...............1 „ „ 3,20; °/o „ „ 275,00
m-Nitrotoluol, techn.................... 1 „ „ 4,00
„ ehem. rein................. 1 „ „ 30,00
Nitrotoluol:
Dynamit-Aktien-Gesellschaft vorm. Alfred Nobel ! Wülfing, Dahl & Co., A.-G., Barmen.& Co., Hamburg. I
Apparate zur Herstellung von Nitrotoluol:
F. A. Bühler, Ingenieur, Berlin-Lichterfelde-W., Zietenstr. 3.
Nitroverbindungen siehe die Artikel „Nitriere n", „N i t r a n i -
lin" Ni trobenzaldehyd", „N i t r o b e nz o 1", „D i nitro -
ben'zof' N i t r o p h e n o 1 e", „N i t r o t o 1 u o 1", „D i n i t r o t o 1 u o 1 ",
Trinitrotoluo 1", ..Nitroglyzerin" und „N i t r o n a p h t a 1 i n".
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