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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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859
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Nalriumverbindungen.

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Nach beendeter Umsetzung entsteht eine weisse feste Masse von fast reinemNa s O. Eine Abänderung dieses Verfahrens umgreift das D. R. P. 148 784;hiernach erhitzt man Na 2 0 2 mit Na unter Zusatz einer kleinen Menge NaOHauf eine 400° überschreitende Temp., indem das Erhitzen gegen das Ende derReaktion im Vakuum ausgeführt wird. Schliesslich ist das D. R. P. 142 467 zuerörtern: Nach diesem interessanten Verfahren erhält man durch Kalzinationvon NaNOs mit Na nicht, wie man früher glaubte, das Peroxyd, sondern Na 2 0,entsprechend der Gleichung: NaNOs + 5 Na = 3 Na 2 0 + N. Unter Ersparungvon metall. Na kann man dieselbe Umsetzung mit Nitrit erreichen: NaNOs+ 3 Na = 2 Na 2 0 + N. Man schmilzt das Na in einem eisernen Rührkesselund trägt allmählich geschmolzenes wasserfreies NaN0 3 bezw. NaN0 2 in ent-sprechender Menge ein, wobei der Kessel gut verschlossen gehalten werdenmuss, damit kein Verbrennen der Reaktionsmasse eintritt. Nach dem Zusatz-D. R. P. 144 243 wirkt Na auch auf die Nitrate und Nitrite der alkalischenErden unter Bildung von Na 2 0 ein; die entstehenden Erdalkalimetalloxydegehen dabei mit in das Reaktionsprodukt über. Der Prozess entspricht derGleichung: 10 Na + Ba(N0 3 ) 2 = 5 Na 2 0 + BaO + N 2 oder bei Verwendungvon Nitrit: 6 Na + Ba(N0 2 ) 2 = 3 Na 2 0 + BaO + N 2 . Bei Verwendung vonNitraten verläuft die Reaktion stürmischer, weshalb der Zusatz von NaOH alsVerdünnungsmittel empfehlenswert ist. — Vgl. auch Kalium oxyd (No. 24 aim Artikel „Kaliumverbin dünge n").

b) Natriumhydrat (Ätznatron, Natron; Natrium hydricum). NaOH.Alles Technische über die Darstellung siehe unter „Soda, kaustische"sowie im Artikel „Chloralkaliprozess, elektrolytischer";über die Lösung s. unter „Natronlaug e". Das technische Ätznatronbildet eine weisse steinartige Masse; reines NaOH ist durchscheinend kristal-linisch, an der Luft zerfliessend und begierig C0 2 absorbierend, höchst ätzendwirkend.

Auf das Verfahren zur Darstellung von reinem NaOH für den Labora-toriumsgebrauch von Küster (Zeitschr. f. anorg. Chem. 1904, 474 und Chem.Ztg. Repert. 1904, 318) sei hier nur verwiesen.

Die technischen Qualitäten siehe unter „Soda, kaustisch e".

Natriumhydrat, gereinigt, weiss, in Stücken.........°/ 0 kg Mk. 80,00

„ n » „ Stäugeln......... °/ 0 „ „ 85,00

„ „ Pulver..........% „ „ 82,00

mit Alkohol gereinigt, in Stücken 1 kg Mk. 2,00; % „ „ 180,00i, „ „ „ „ Stängeln 1 „ „ 2,10; •>/„ „ „ 190,00

„Pulver 1 „ „ 2,00; % „ „ 180,00„ chem. rein................. 1 „ „ 8,00

Königswarter & Ebell, Linden vor Hannover. 1 E. Merck, Darmstadt.

c) Natriumsuperoxyd (Natriumperoxyd; Natrium peroxydatum).Na 2 0 2 . Man stellt es nach dem D. R. P. 67 094 durch Erhitzen von Natriumin Aluminiumgefässen unter Überleiten von trockener (kohlensäurefreier) Luftauf 300° her. Nach dem Amer. Pat. 739 375 bringt man zur Gewinnung vonNa 2 0 2 Natrium zum Schmelzen und setzt es der Wirkung eines oxydierendenGases (z. B. der Luft) aus, das im Überschuss vorhanden sein muss. Es bildeteine weisse Masse, die sich leicht unter Sauerstoffentwicklung in H 2 0 löst,und wird an Stelle von Wasserstoffsuperoxyd (s. d.) in derBleicherei benutzt. 7,25 kg Na 2 0 2 entsprechen in der Wirkung ca. 100 kgH 3 0 2 von 10—12 vol. %. — Unter der Bezeichnung Oxon kommt geschmol-zenes Na 2 0 2 in den Handel, das an der Luft Feuchtigkeit absorbiert undgleichzeitig O abgibt, deshalb zur Reinigung der Luft in unventilierbarenRäumen (z. B. Unterseebooten) dienen soll. Zur Darstellung dieses Präparats,d h um pulverförmiges Na 2 0 2 von dem seine Wirksamkeit herabsetzendenCOs'zu befreien und es in eine für die O-Entwicklung geeignetere Form zubringen, unterwirft man es nach Amer. Pat. 935 542 unter geeigneten Be-dingungen der Einwirkung des elektrischen Stroms.

Zur Darstellung von festem Na 2 0 2 versetzt man nach D. R. P. 219 790H 2 0 2 -Lösungen mit NaOH im Überschuss unter Kühlung, wobei ein Hydrat