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Natriumverbindungen.
Sulfit unter gutem Rühren einwirken; das gebildete Nitrit gewinnt man durchAuslaugen mit Nitritmutterlauge und durch Kristallisation. Vermeidet manjede Überhitzung, so soll eine fast theoretische Ausbeute erzielt werden. —Nach dem D. R. P. 168 272 leitet man NH 3 , mit Luft oder O gemischt, überauf 650—750° erhitzte Metalloxyde (wie Fe 2 0 3 oder CuO; zweckmässig ver-wendet man gemahlene und geröstete Pyrite) und lässt das so erhalteneSalpetrigsäureanhydrid auf eine Lösung von NaOH oder Na 2 C0 3 einwirken.Das D. R. P. 160 671 lässt NaN0 3 mit Kalk und Graphit zusammenschmelzenund aus der erhaltenen Masse das NaN0 2 auslaugen, während der Rückstandwieder in den Betrieb zurückgeht. Das Franz. Pat. 350 619 geht von denStiekstoffoxyde enthaltenden Oasgemengen aus, wie man sie bei elektrischenEntladungen in Luft erhält. Diese Gase leitet man direkt in ein mit NaOH be-schicktes Absorptionsgefäss, wobei nach den Versuchen der PatentinhaberNitrit entsteht, ohne dass durch Oxydation Nitrat gebildet würde. WeitereVerfahren zur Herstellung von Alkalinitriten siehe bei K a 1 i u m n i t r i tunter „Kaliumverbindunge n". An neuen Patenten seien noch ge-nannt: D. R. P. 188 188, 203 751, 207 259, 212 203, Franz. Rat. 388 276,388 122, 415 749, Schweiz. Pat. 57 534 sowie die Norw. Pat. 17 550 und 18 030von 1907.
Das reine Nitrit kommt gewöhnlich in Stangen geschmolzen in denHandel.
Natriumnitrit, techn. (96—98°/o) ..............°/o kg Mk. 54,00
„ ehem. rein, in Stängeln............1 „ „ 3,00
Lehmann & Voss, Hamburg (s. Inserate).
| Königswarter & Ebell, Linden vor Hannover.
NATRIUMNITRIT
Lehmann & Voss, Hamburg.
30. Natrium Oxalat (oxalsaures Natrium; Natrium, oxalicum).Na 2 C 2 C 4 . Früher wurde es durch Sättigen von Na 2 CÖ 3 -Lösung mit Oxalsäureerhalten. Fügt man noch ebensoviel Oxalsäure hinzu, als zur Sättigung ver-braucht wurde, so erhält man Natriumbioxalat (Natrium bioxalicum)NaHC 2 0 4 .
Jetzt stellt man es ausschliesslich nach dem Goldschmidt sehenVerfahren aus Salzen der Ameisensäure dar; über diese Methodeund ihre Verbesserungen siehe unter Kaliumoxalat (No. 23 a unter ,,K a -liumverbindunge n").
Natriumoxalat, gereinigt.................. °/o kg Mk. 95,00
„ ehem. rein................. °/o „ „ 170,00
Natriumbioxalat, gereinigt................. °/o ,, ,, 92,00
„ ehem. rein................ 1 „ „ 3,20
Natriumammoniumoxalat................. 1 „ „ 2,90
Königswarter & Ebell, Linden vor Hannover.
31. Natriumoxyde.
a) Natriumoxyd (Natrium oxydatum). Na 2 0. Bis vor kurzem wares noch nicht sicher festgestellt, ob Na und K überhaupt fähig seien, normalewasserfreie Oxyde zu bilden. Jetzt ist die Darsellung dieser Oxyde gelungen,und zwar lässt man nach dem D. R. P. 147 933 die entsprechenden Superoxydeauf die Metalle selbst einwirken. Die Reaktion ist sehr lebhaft und geht schonbeim Zusammenbringen beider Bestandteile an der Luft unter Entflammung vorsich, doch ist es besser, die Umsetzung durch Berührung der Masse mit einemheissen Metallstabe einzuleiten, wobei sich die Mischung zu lebhafter Rotgluterhitzt. Zur Darstellung von Na 2 0 werden z. B. 39 kg Na 2 Os + 23 kg Na ineiner Kugelmühle fein gemahlen, wodurch ein tiefgraues Pulver erhalten wird.