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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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Natriumverbindungen.

Das Natriumcyanid wird ebenso benutzt wie das Kaliumcyanid(s. d.) und scheint dasselbe für manche Zwecke verdrängen zu sollen.

Cyannatrium, techn............1 kg Mk. 2,50; % kg Mk. 230,00

„ ehem. rein.................1 „ „ 24,00

17. Natriumf erroeyanid siehe „Eisenverbindungen".

18. N a t r i u m f 1 u o r i d (Fluornatrium; Natrium fluoratum). NaF.Es wird durch Neutralisieren von Fluorwasserstoffsäure (siehe unter „Fluor-verbindunge n") mit Na 2 C0 3 und Eindampfen zur Kristallisation erhalten.Nach dem D. R. P. 116 848 stellt man es entsprechend folgenden Gleichun-gen dar:

a) 2 NaHS0 4 + CaF 2 = 2 HF + CaSO* + Na 2 SO,;

b) 2 HF + Na 2 S0 4 = 2 NaF + H 2 S0 4 .

Zur Ausführung lässt man Natriumbisulfat auf Flussspat bei Rotglut einwirkenund die entstandene Flusssäure sich mit der durch Auslaugen der Schmelzeerhaltenen Sulfatlösung umsetzen.

Man benutzt das NaF vor allem' zum Ätzen von Glas, weiter auch in derSpiritusindustrie zur Entwickelungshemmung unerwünschter Gärungserreger.Ausser dem neutralen NaF wird namentlich auch das saure Salz NaF . HFverwendet.

Natriumfluorid, neutr. techn. bei grösseren Bezügen...... °/o kg Mk. 70,00

„ gerein................... % „ „ 190,00

„ ehem. rein ................ % „ „ 340,00

„ saueres, techn. krist............ °/o ,• >- 80,00

„ „ „ Pulver........... % „ „ 82,00

E. Merck, Darmstadt. I R. Kieneeker und Dr. W. Schmeisser, Fluor-

I Siptenfelde (Ostharz).

19. Natriumformiat (ameisensaures Natrium.; Natrium formicicum).H. COONa. Zur Darstellung lässt man nach dem Goldschmidt sehenVerfahren (D. R. P. 86 419) Kohlenoxyd (Generatorgas) unter Druck auf ge-pulvertes Ätznatron einwirken. Eine erhebliche Verbesserung dieses Ver-fahrens bedeutet das Franz. Pat. 342 168; hiernach wird in ein mit Koks ge-fülltes Gefäss bei 200° Natronlauge eingeleitet und dann warmes CO (Gene-ratorgas) durchgeblasen. Oder man bringt Na 2 C0 3 -Lösung mit Koks bei 220°zusammen und behandelt dann längere Zeit mit CO. Weiteres, insbes. überdas D. R. P. 179 515, siehe unter „Ameisensäure".

Natriumformiat, techn...................°/ 0 kg Mk. 55,00

„ ehem. rein, entwässert.....1 kg Mk. 2,75; °/o ■„ „ 250,00

C. Erdmann, Chemische Fabr., Leipzig-Lindenau. j Königswarter & Ebell, Linden vor Hannover.

20. N a t r i u m g o 1 d c h 1 o r i d s. unter „Goldverb indunge n".

21. Natriumhydrat siehe No. 31 Natriumoxyde,

22. Natriumhydrosulfit siehe unter „Hydrosulfite".

23. Natriumhypochlorit siehe unter „Bleiche n".

24. Natfiumjodid (Jodnatrium; Natrium jodatum). NaJ. Die Dar-stellung entspricht der von Kaliumjodid (siehe unter „K a 1 i u m v e r b i n -dünge n").

NaJ kristallisiert bei gewöhnlicher Temperatur mit 2 H 2 0 in monoklinenKristallen, dagegen über 40° wasserfrei in Würfeln. Es löst sich leicht in H 2 0und Alkohol und findet ausgedehnte arzneiliche Verwendung.

Jodnatrium, entwässert D. A. V ............1 kg Mk. 30,00

25. Natriumkarbonate.

a) Natriumkarbonat Na 2 C0 3 siehe unter „S o d a".

b) Natriumbikarbonat (Doppeltkohlensaures Natrium; Natriumbicarbonicum). NaHCOs. Das bei der Ammoniaksodafabrikation (siehe unter„Soda") als Zwischenprodukt entstehende NaHCOs wird wegen seines NH a -Gehaltes als solches nicht verwendet, vielmehr stellt man sämtliches Natrium-bikarbonat aus Kristallsoda oder neuerdings aus der reineren Ammoniaksodadar, indem man Wasserdampf und C0 2 unter einer Temp. von etwa 80° C. dar-