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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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Natriumverbindungen.

Chromaten nicht verwendbar. Man soll dafür nach dem. D. R. P. 163 541 einegeschmolzene Mischung von Chromeisenstein und Atznatron elektrolysieren,und zwar bei gleichzeitiger Zuführung von Luft, um Natriumsuperoxyd alsSauerstoffüberträger in der Schmelze zu erzeugen.

Das Na 2 Cr a OT bildet rotgelbe, sehr zerfliessliche Kristalle.

Natriumbichromat.....................°/o kg Mk. 56,00

„ krist., gerein................°/ 0 „ „ 90,00

„ ehem. rein krist........... . . . °/o ,, „ 135,00

Bichromatfabriken baut, Einrichtungen und Verfahren liefert:

Otto Krueger vorm. G. Krueger, Biebrich a. Rh. (s. Inserat unter ,,Chem. Fabrikeinrichtungen").

14. Natriumeitrat siehe No. 49 Natriumzitrat.

15. Natriumcyanamid. Na 2 CN 2 . Lässt man nach dem D. R. P.148 045 Kohle oder kohlenstoffhaltige Materialien bei einer Temp., welcheunterhalb des Seh. P. des entsprechenden Cyanalkalis liegt, d. h. bei 350 bis400°, auf A 1 k a 1 i a m i d einwirken, so erhält man Alkalicyanamid, ent-sprechend der Gleichung: 2 NaNH 2 + C = Na ? CN 2 + HU. (Dagegen würdebei 800° und darüber nach dem D. R. P. 90 999 unmittelbar Alkalicyanid ge-bildet werden, entsprechend der Gleichung: NaNHa + C = NaCN + H 2 .) Vgl.auch die D. R. P. 124 977, 126 241, 148 046 und 149 678 untenstehend beiNatriumcyanid.

16. Natriumcyanid (Cyannatrium; Natrium cyanatum). NaCN.Allgemeines über die Darstellung der Cyanalkalien siehe unter Kalium-cyanid im Artikel „Kaliumverbindungen", Gerade auf diesemGebiete ist eine so überaus grosse Zahl von Methoden veröffentlicht worden,dass selbst eine Aufzählung an dieser Stelle unmöglich ist.

Von den vier in der Technik zur Darstellung von Alkalicyaniden fastausschliesslich gebrauchten Verfahren sind drei unter Kaliumcyanid imArtikel „K a 1 i u m v e r b i n d u n g e n" erörtert. Das vierte, welches für dieGewinnung von NaCN sehr wichtig zu werden verspricht, geht von metall.Natrium aus. Nach diesem durch die D. R. P. 124 977 und 126 241 geschütztenVerfahren lässt man Ammoniak auf ein Gemisch von Natriummetall, Kohleund Natriumcyanid bei einer den Seh. P. des Cyanids nicht wesentlich über-steigenden Temperatur einwirken. Man verwendet also von vornherein dasProdukt, welches man bei dem Prozess gewinnen will, erhält aber durch den-selben die doppelte Menge. Das Verfahren beruht auf folgendem Prinzip:Lässt man Natriumamid NaNH 2 bei ca. 400° auf Cyannatrium einwirken, so er-hält man Dinatriumcyanamid, entsprechend der Gleichung: NaNH 2 + NaCN= N(Na 2 ). CN + H 2 ; das Dinatriumcyanamid wieder kann durch Kohle inNatriumcyanid übergeführt werden, und man kann nun beide Prozesse in deroben genannten Weise zu einem verschmelzen, indem man das Dinatrium-cyanamid nur vorübergehend bildet, d. h. ausser dem Alkalimetall und der be-rechneten Menge Kohle die zur Bildung des Cyanamids notwendige MengeNaCN in dem Reaktionsgefäss vorschlägt und bei einer nur wenig über demSeh. P. des Cyanids gelegenen Temperatur NH 3 einleitet. Nach den Zusatz-D. R. P. 148 046 und 149 678 kann man die intermediäre Bildung von Cyanamidauch erreichen, ohne von vornherein fertiges NaCN vorzuschlagen, und zwarwird das aus Na, NH3 und C zunächst entstehende Alkaliamid durch Kohlebei einer zwischen 350 und 600° liegenden Temp. in das beständige Alkalicyan-amid übergeführt (2 NaNH 2 + C = Na 2 CN 2 + H 4 ); ist alles Na in Cyanamidumgewandelt, so wird die Temp. soweit erhöht, dass durch weitere Kohlen-stoff addition das Cyanid entsteht: Na 2 CN 2 + C = 2 NaCN. Auch kann man,anstatt bei dem ganzen Verfahren festen Kohlenstoff zu benutzen, denselbenin Form von flüssigen oder gasförmigen Kohlenstoffver-bindungen zuführen; diese werden zugleich mit dem NH3 durch dasselbeoder ein getrenntes Zuführungsrohr in das geschmolzene Na eingeleitet.

Nach dem D. R. P. 160 637 lässt man HCN von NaOH absorbieren, wäh-rend letzteres zuerst auf 200° und dann weiter auf 300° erhitzt wird.

Sonst noch für NaCN in Betracht kommende Fabrikationsmethoden,namentlich das neue Verfahren von Frank und E r 1 w e i n , wobei man vom