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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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Naphtylphenylamin — Natrium.

Naphtylphenylainin siehe „Naphtylamin e".

Narcein siehe „Opium und Opiumalkaloid e".

Narcoform siehe „Somnofor m".

Narcotin siehe „Opium und Opiumalkaloid e".

Narcyl siehe „Narzy 1".

Narkoform siehe „Somn o-f o r m".

Narkophin. Es ist Narkotin-Morphinmekonat und hat sich als einrationell korrigiertes und konstant zusammengesetztes Opiumpräparat er-wiesen. Es bildet ein weisses, wasserlösliches Pulver mit etwa 30 %Morphingehalt und dient innerlich und subkutan als Ersatz des Morphiums.

Narkophin..................... D Mk. 9,00

in Tabletten (0,015 g)............20 St. „ 0,75

Narkotil = Methylenchlorid. CH 2 CI 2 . Es dient als lokales Anästhe-tikum.

Methylenchlorid.............H Mk. 2,40; 1 kg Mk. 22,00

Narkotin siehe „Opium und Opiumalkaloid e".

Narzein siehe „Opium und Opiumalkaloid e".

Narzyl = Äthylnarzeinchlorhydrat. C 25 H 3 iNOs. HCl. Es bildet seiden-glänzende, in H 2 0 leichtlösl. Prismen vom Seh. P. 205—206°. Man benutzt esmedizinisch, da es bei Husten krampfstillend wirkt. Die üblichen Dosen sind0,06 g innerlich, subkutan 0,02 g.

Nastin. Es ist ein aus Streptothrix lepro'ides dargestelltes reinesNeutralfett (Glyzerid) und bildet weisse, obstartig riechende, mikroskopischfeine Kristallenen, die leicht in Äther, schwer in kaltem, leichter löslich inheissem Alkohol sind. Es ist ein Spezifikum gegen Lepra, indem es aktivimmunisierend wirkt. Zur Anwendung gelangt eine Lösung von Nastin inbenzoylchloridhaltigem Olivenöl, die subkutan injiziert wird.

Natrium. Na. A. G. = 23,05. Zur Darstellung nach dem alten D e -v i 11 e sehen Verfahren wurden 30 T. getrockn. Na 2 C0 3 , 13 T. Holzkohle und5 T. Kreide gemischt, nochmals zusammen vermählen und dann in schmiede-eisernen Röhren (die durch weitere Röhren aus Ton vor der direkten Ein-wirkung der Flamme geschützt sind) zur Weissglut erhitzt. Die entwickeltenNa-Dämpfe werden in besonderen Rezipienten verdichtet, und zwar tropft dasverflüssigte Na in ein mit sauersofffreiem Öl gefülles Gefäss. Das Rohnatriumwird durch Umschmelzen oder Umdestillieren raffiniert.

Nach dem Netto sehen patentierten Verfahren gewann man das Nanicht aus Na 2 C0 3 sondern aus NaOH, welches durch C bei viel niedrigererTemperatur reduziert wird als Na 2 C0 3 . Die Reaktion entspricht etwa derGleichung: 4 NaOH + 2C = Na 2 C0 3 + Na 2 + 4 H + CO. Um bei Rotglutarbeiten zu können, muss man nur das NaOH zur Reduktion bringen, das neu-gebildete Na 2 C0 3 dagegen aus den verwendeten Retorten ablassen. Man be-nutzt stehende eiserne Retorten (oder auch Schachtöfen), die zu % mit Holz-kohlestückchen gefüllt sind. Ist die aussen von einem Tonmantel umgebeneRetorte soweit erhitzt, dass sich die Holzkohle in Rotglut befindet, so lässtman aus einem darüber befindlichen, miterhitzten Gefäss geschmolzenesNaOH eintropfen: Das Na destilliert ab und wird in Öl aufgefangen; am Bodender Retorte sammelt sich geschmolzenes Na 2 C0 3 , welches durch eine Art vonFlüssigkeitsverschluss so abgelassen wird, dass Luft in die Retorte nicht ein-treten kann.

Auch das C a s 111 e r sehe patentierte Verfahren arbeitete mit Ätznatron,benutzt aber zur Reduktion nicht C sondern Eisenkarbid (Kohlenstoffeisen).Letzteres stellt man dar, indem man fein verteiltes Fe (durch Reduktion vonFe 2 0 3 mit CO erhalten) mit Pech oder Teer zum Glühen erhitzt. Je nach demMischungsverhältnis zwischen NaOH und FeC 2 wird mehr oder weniger Nareduziert; am vorteilhaftesten hat sich das der folgenden Gleichung ent-