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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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847
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Naphtylaminderivate. 847

mittel keine charakteristische Farbenreaktion; mit Nitriten erhält man einen ziegelroten Nieder-schlag von S-Amidoazonaphtalin. Das technische Produkt soll nicht nach «-Naphtylaminriechen annähernd den richtigen Seh. P, zeigen und sich mögliehst vollständig in verd. HCllesen 'Hauptsächliche Verunreinigungen sind Naphtol und Dinaphtylamin, derenAnwesenheit durch ihre Unlöslichkeit in verd. HCl erkannt wird.

«-Naphtylamin.............. lkgMk.1,90; % kg Mk. 170,00

a-Naphtylaminchlorhydrat..........1 „ „ 1,85; % „ „ 160,00

ehem. rein............ 1 „ „ 8,00

" Teigform (36%)......... % „ „ 90,00

a-Naphtylaminsulfat, Pulver.........lkgMk.1,80; % „ „ 150,00

„ ehem. rem.............. 1 B n 8,00

tf-Naphtylamin..................... 1 „ „ 4,00

ehem. rein................. 1 „ n 12,00

^-Naphtylaminchlorhydrat................. 1 n M 2,50

ehem. rein............1 12 00

b Teigform (36%) . . 1 kg Mk." 1,50; % "„ "„ U0,00

Naphtylaminderivate. Von denselben seien hier die verschiedenen

Sulfosäuren aufgeführt. Das Schema zur Stellenbezeichnung; der substituieren-den Gruppen ist unter „N a p h t a 1 i n" wiedergegeben.

1. Naphthionsäure. Ist a-Naphtylaminsulfosäure 1 : 4 und wirdu. a. durch Einwirkung von rauch. H2SO4 auf a-Naphtylamin in der Wärme

erhalten.

2. a -Naplitylaminsulfosäure L (Naphtalidinsulfosäure;Laurent sehe Säure), mit der Konstitution NH 2 : S0 3 H =1:5, entstehtneben 1 beim Sulfurieren von a-Naphtylamin.

3. /j-Naphtylaminsulfosäure D (Dahl sehe Säure).NH 2 • SO3H = 2:5. Wird nach patentiertem Verfahren durch mehrtägige Ein-wirkung von 3 T. konz. H2SO4 auf 1 T. ß-Naphtylaminsulfat bei 15—20°erhalten.

4. /J-Naphtylaminsulfosäure Br (B rönner sehe Säure).NH» : SO3H = 2:6. Wird nach patentiertem Verfahren durch längeres Er-hitzen von /J-Naphtolsulfosäure S 2 : 6 (siehe unter ,,N a p h t 0 1 d e r i -vate") mit wässerigem Ammoniak in Autoklaven auf 180° dargestellt.

5. /J-Naphtylaminsulfosäure F (Deltasäure, F - Säure),NH 2 : SO3H = 2:7. Wird auf analoge Weise wie die vorige aus 2 : 7-Naphtol-sulfosäure gewonnen.

6. a-Naphtylamin-e-disulfosäure 1:3:8. Zur Dar-stellung sulfuriert man Naphtalin mit rauch. H 2 SO a bei gewöhnlicher Tempera-tur, nitriert darauf und reduziert schliesslich die erhaltene Nitronaphtalin-disulfosäure 1:3:8.

7. a-Naphtylamindisulfosäure D (Dahl sehe Säure) istein Gemisch der Disulfosäure NH 2 : S0 3 H : SOsH = 1 : 4 : 6 (Säure II) mit derDisulfosäure 1 : 4 : 7 (Säure III). Das Gemisch entsteht nach patentiertemVerfahren beim Erhitzen von 1 T. a-Naphtylamin mit 5 T. 25 %iger rauch.H2SO4 auf 120». Zur Trennung beider Säuren stellt man die Calciumsalze her,kocht mit 96 %igem Alkohol aus und behandelt den hierbei ungelösten Rück-stand mit siedendem 85 %igem Sprit: Hierbei geht das Calciumsalz der Säure IIin Lösung, während das der Säure III darin unlöslich ist.

8. /J-Naphtylamindisulfosäure R 2:3:6, aus /j-Naphtol-disulfosäure R (siehe unter „Naphtolderivat e") mit NH 3 erhalten.

9. ß. Naphtylamin disulfosäure G. 2:6:8 (GansscheSäure)' wird nach patentiertem Verfahren durch Erhitzen von /J-Naphtylamin-sulfat mit 25 %iger rauch. H2SO4 auf 100—140° erhalten.

10 fl-Amidonaphtolsulfosäure y. NH 2 : OH : S0 3 H =1 ■ 8 • 6 entsteht durch Verschmelzen von /J-Naphtylamindisulfosäure G mit

Ätznatron^ m . donaphtoldistll | osäure H . NH 2 : OH : SO3H : S0 3 H= 1 -8 -3 - 6 entsteht u. a. nach patentiertem Verfahren durch Erhitzen der1 -8-3': 6bi'amidonaphtalindisulfosäure mit verdünnten Säuren auf 100—120°.Naphtylaminderivate:

WUlfing, Dahl Sc Co., A.-G., Barmen.