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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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^Naphtolderivate — Naphtylaminc.

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Naphtol-Rektif izierapparate:

Friedrich Heckmann, Berlin SO. 16, Brückenstrasse 6 b (s. Inserate).

Naphtolderivate. Von denselben seien hier die verschiedenen S u 1 f o -säuren aufgeführt. Das Schema zur Stellungsbezeichnung der substituieren-den Gruppen ist unter N a p h t a 1 i n wiedergegeben.

I. a -Nap h tolsulf osäur e NW.. Ist Naphtolmonosulfosäure 1 :4(N e v i 1 e und Winthers Säure), zuerst durch Diazotieren von Naphthion-säure und Kochen der Diazoverbindung mit verd. H 2 SO» dargestellt; wird jetztu a auch durch Einwirkung von Bisulfit auf Naphthionsäure gewonnen.

2 a -NaphtolsuifosäureC. (a-Naphtolsulfosäure L.) Ist Mono-sulfosäure mit der Konstitution OH : S0 3 H =1 : 5 (C 1 e v e s Säure). Zur Dar-stellung kann man 1,5-a-Naphtylaminsulfosäure diazotieren und die Diazo-verbindung mit verd. H 2 S0 4 kochen.

3. 0-Naphtolsulfosäure S (Seh äffer sehe Säure). Mono-sulfosäure der Konstitution OH : S0 3 H =2:6. Man erhält sie nach paten-tiertem Verfahren beim Erwärmen von 1 T. ß-Naphtol mit 2 T. konz. H 2 S0 4 auf100° bis zur Wasserlöslichkeit.

4 ß-Naphtolsulfosäure B (Croceinsulfosäure;Bayer sehe Säure). Monosulfosäure der Konstitution OH : S0 3 H = 2:8.Man stellt sie auf ganz ähnliche Weise wie die vorige dar, nämlich durch Ein-tragen von 1 T. /?-Naphtol in 2 T. konz. H 2 SO« bei 50 bis 60° und sofortigesEingiessen der Masse in H 2 0.

5. a-Naphtoldisulfosäure 1 :2:4. Man erhält sie durch ge-mässigte Einwirkung von rauch. H 2 S0 4 auf a-Naphtol.

6. a-Nap h. toi- «-disulfosäure (Andresens Säure). ZurDarstellung dienen verschiedene patentierte Verfahren, z. B. erhält man siedurch Erhitzen von 1:3:8-Naphtylamindisulfosäure mit H 2 0 unter Druck

auf 180°.

7. a-Naphtoldisulfosäure Seh. (Schölilkopf sehe Säure),nach patentiertem Verfahren durch Sulfurieren von Naphtosulfon erhalten. DieKonstitution ist OH : S0 3 H : S0 3 H = 1:4:8.

8. a-Naphtoldisulfosäure RG, entsteht nach patentiertem Ver-fahren durch Schmelzen von Naphtalintrisulfosäure mit Ätznatron. Die Kon-stitution ist nicht ganz sicher, doch wahrscheinlich OH :S0 3 H :S0 3 H = 1 :3:6.

9. yS-Naphtol disulfosäure R (2:3:6). Entsteht neben derunter 11 erwähnten G-Säure nach patentiertem Verfahren bei der Sulfurierungvon /?-Naphtol.

10. ß-NaphtoldisulfosäureF (2:3:7), gewöhnlich aus 2 :7-Naphtolmonosulfosäure dargestellt.

II. ß - N a p h t o 1 d i s u 1 f o s ä u r e Q (2:6:8). Sie entsteht nebender unter 9 genannten R-Säure.

12. a-Naphtoltrisulfosäure 1:2:4:7, nach patentiertemVerfahren durch Sulfurieren von a-Naphtol erhalten.

13. DioxynaphtalinsulfosäureS (OH : OH : S0 3 H= 1 : 8 : 4),entsteht durch Verschmelzen von a-Naphtoldisulfosäure Seh. mit Ätznatron.

14. Chrom otropsäure, auch Chromogen I genannt, istDioxynaphtalindisulfosäure: OH : OH : S0 3 H : S0 3 H = 1 : 8 : 3 : 6; man stelltsie u. a. nach patentiertem Verfahren durch Schmelzen von a-Naphtoltrisulfo-säure mit Ätznatron dar.

Amidonaphtoisulfosäuren siehe unter „Naphtylaminderivat e".

Naphtolderivate:

Wülfing, Dahl & Co., A.-G., Barmen.

Apparate zur Herstellung von Naphtolderivaten:

F A BUhler, Ingenieur, Berlin-Lictaterfelde-W., Zietenstr. 3.

Naphtolsalol siehe „B e t o 1".

Naphtolum benzoieum siehe „Benzonaphto 1".Naphtylamine (Amidonaphtaline). CioH?. NH 2 . Die beiden Isomerenwerden auf gänzlich verschiedene Weise dargestellt.