Mineralgrün
Mineralöle.
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p-phenylendiamin u. s. w., mit der Massgabe, dass man nach dem Gerben dieLeder mit einer % %igen Bichromatlösung behandelt. Endlich kann man dieBlossen auch zuerst anfärben, dann die Chromoxydsalzlösung zusetzen undausgerben; hierzu eignen sich Farbstoffe, wie Metanilgelb, Solidgrün, Erio-glaucin, Rhodamin, Säureviciett u. s. w. Zweckmässig wird hierbei das Färbenin Gegenwart von Alaun und Kochsalz ausgeführt.
Das D. R. P. 157 467 betrifft ein Verfahren zum Färben von Chromleder,indem man dieses erst mit Lösungen von Schwefelfarbstoffen und danach mitangesäuerten Lösungen von basischen Farbstoffen behandelt. — Nach demD. R. P. 162 278 erreicht man ein gleichzeitiges Schmieren und Färben vonChromleder dadurch, dass man der alkalischen Fettemulsion die Lösung einesSchwefelfarbstoffes und ausserdem eine Substanz zusetzt, welche, wie Formal-dehyd, Glykose, Tannin, das Leder vor der Einwirkung des Schwefelnatriumsschützt.
Die Beobachtung, dass beim Zweibadverfahren zunächst die Chromsäureoxydierend auf die Haut wirkt und dass sich erst die oxydierte Haut mit demChromoxyd zu Leder verbindet, hat zu dem durch D. R. P. 148 796 geschütztenF a h r i o n sehen Verfahren geführt, wobei man die Oxydation der tieri-schen Haut zunächst in einer besonderen Operation mit Wasserstoff-superoxydlösungen vornimmt; die so oxydierte Haut lässt sich schondurch Lösungen von Chromalaun, Chromisulfat, Chromichlorid a. s. w. ohnejeden Zusatz von Na 2 C0 3 durchgerben.
Das D.R.P. 255 110 mit Zusatz-D. R. P. 259 922 schützt die vorteilhafteVerwendung von Chromformiat zur Gerbung.
Chromgerbe-Extrakt:
Künigswarter & Ebell, Linden vor Hannover. | Lehmann & Voss, Hamburg (s. Inserate).
Gefässe und Anlagen zum Aufbewahren und Pumpen von Salzsäure:
Deutsche Steinzeugrwaarenfabrik für Kanalisation und ehem. Industrie, Friedrichsfeld (Baden).
Bei der Eisengerberei gerbt man die Haut mit basischem Eisen-oxydsulfat. Ein Übelstand ist, dass das Eisenleder nicht mit Talg, sondernnur mit Eisenseife und Fettenuilsionen geschmiert werden darf. Nachdem dieEisengerberei lange Zeit ohne praktische Bedeutung gewesen war, gelangt sie-nunmehr für manche Zwecke stark zur Einführung. Neue Verfahren aufdiesem Gebiete sind einerseits in dem D.R. P. 255 320 mit den Zusatz-D. R. p. 255 321, 255 322 und 255 323, sowie anderseits in dem D. R. P.255 324 mit den Zusatz-D. R. P. 255 325 und 255 326 niedergelegt.
Auch andere Mineralsalze werden neuerdings zum Gerben vorgeschlagen,so soll man nach dem Franz. Pat. 327 945 und Engl. Pat. 25 597 (von 1902)Titansalze zum Gerben verwenden, während das D.R.P. 144 093 Zinn-salze zu dem gleichen Zwecke benutzt. In letzter Zeit werden auch Cerium-salze aus Monazitrückständen mit Vorteil zur Gerbung herangezogen. Überdie gleichzeitige Gerbung und Färbung mittels Titanlösungen siehe denArtikel ..Leder".
Ein grosser Vorzug der Mineralgerberei ist die Schnelligkeit der Fertig-stellung des Leders, wozu beim weissgaren Leder noch der Vorteil kommt, dasses sich mit Leichtigkeit in allen möglichen Tönen färben lässt. War früherdemgegenüber als Nachteil zu erwähnen, dass das Mineralleder keineswegs sohaltbar wie das lohgare war, so gilt dies jetzt, wenigstens für das Chromleder,in keiner Weise mehr; es steht vielmehr zu erwarten, dass das Chromledereine immer steigende Verwendung finden und für viele Zwecke das vegetabi-lisch gegerbte Leder verdrängen wird.
Mineralgrün siehe „Kupferfarbe n".
Mineralöle. Als solche bezeichnet man sowohl die bei der Destillationvon Erdöl (s. d.) als auch die bei der trocknen Destillation aus Steinkohlen,