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Amplosia. iBt frisch ausgepresster und durch Pasteurisiren (Sterilisiren) haltbargemachter Traubensaft; Ersatz für Traubenkuren.
Condobt's Lebensessenz. Versüsster Weisswein, dem Zimmt in Pulverform bei-gemischt ist (Geissler, Anal.).
Fleischsaftwein von Dr. Scholl. Eine Auflösung von 1 Th. Fleischsaft „Puro"in 4 Th. Portwein. Kräftigungsmittel (s. S. 488).
Gclatina roborans. Weingelee. (Münch. Ap.-V.). Gelatinae albae 5,0, Aquae 50,0,Sirupi Sacchari 200,0, Vini albi 375,0, Succi Citri recentis 0,5. Man kolirt und lässt imEisschrank erstarren.
lntensit. Ein von Mainz aus vertriebener Eebendünger. Pottasche 1 Th., Supor-phosphat, Gips je 2 Th.
Halvone. Weinfärbemittel. Flores Malvae arboreae sine calycibus werden, in•in Säckchen gebunden, in den Wein gehängt.
Mhrflüssigkeit für Weinhefe. Aquae sterilisatae 1000,0, Sacchari albi 100,0Acidi tartarici 5,0, Peptoni 10,0, Kalii phosphorici neutralis 25,0, Magnesii sulfuricicrystallisati 8,0.
Phosphatase. Man versteht hierunter den Zusatz von Dicalciumphosphat (Calciumphosphoricum Ph. Germ.) zur Rothweintraubenmaische. Ersatz des Gipsens.
Sinoleiitn von Franz Bauer in Strassburg-Neudorf. Mittel, um den Geschmackdes Weines zu verbessern, ist eine Mischung von Olivenöl und Holzkohlepulver.
Sue de Verjns (Gall.). Die nicht ganz reifen Weintrauben werden zerquetscht unddurch ein Sieb gerieben. Man presst den Saft ab, lässt ihn bei 12—15° C. gähren, biser sich geklärt hat, und filtrirt.
Vinum albnm fort ins (Nat. form.). Stronger white Wine. Vini albi 875,0 g,Spiritus von 94 Vol.-Proc. 125,0 g.
Vinnin detannatum E. Dieterich. Man lässt 0,5 g Gelatine in 10 ccm destillirtemWasser quellen, löst durch Erwärmen und mischt die Lösung mit 1 Liter Xeres oderMadeira. Man lässt 14 Tage kühl stehen und filtrirt. Bai Rothweio nimmt man 1 gGelatine, bei Weisswein 0,2 g Gelatine und verfährt sonst wie vorher. Die gerbsäure-freien Weine dienen zur Bereitung solcher Weinauszüge, welche Alkaloide enthalten.
Weinkonservirungsmittel von Franz Bauer in Strassburg-Neudorf. Besteht ausKochsalz, Borsäure und Kaliumsulfat. Vergl. S. 1126.
Weinkonservirungsmittel von Joiin Frosser in London. Mischung von 16 Th.Salicylsäure, 32 Th. «lycerin und 144 Th. Weingeist. Vergl. S. 1126.
Weinkonservirnngsfliissigkeit von Wickersheimer. Besteht aus zwei Flüssig-keiten: A) lOproc. alkoholische Lösung von Salicylsäure, B) Lösung von Borsäure inGlycerin. Vergl. S. 1126.
Weinkläre. 1) Für Weissweine, die nicht sehr gerbstoffreich sind, wendet man2 g trockene Hausenblase pro 1 Hektoliter an. Ist der Wein sehr gerbstoffarm, so sindihm 5 g Tannin in Wein gelöst, zuzusetzen. 2) 0,5—0,7 Tafel Gelatine pro Hektoliter.3) 1—l 1 /, Eierklar pro Hektoliter. 200—300 g Spanische Erde pro Hektoliter. 4) Tannin5—10 g pro Hektoliter in Wein gelöst. 5) 1 — 1 1 / 3 Liter Milch pro Hektoliter.
Weinschöne. 1) Man lässt 7,0 g Hausenblase mit '/a Liter Wasser über Nachtstehen, knetet zu einem feinen Teige, rührt diesen mit Wein an und schlägt schaumig.Diese Masse setzt man zu 2 Hektoliter Wein. 2) Man setzt zu 1 Hektoliter Wein 5 gHausenblase, wie sub 1 schaumig geschlagen, dann 6 g Tannin in Wein gelöst.
Königstrank von Jacoby in Berlin. Universalmedicin. Ein Gemisch von 20 Th.Aepfelwein, 3 Th. Stärkesirup, 1 Th. Arabischem Gummi, 1 Th. Pflaumenmus und einigenTropfen Elixir proprietatis Paracelsi (Hager, Analyt.).
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Viola.
Gattung deT Violaeeae-Violeae.
I. Viola Odorata L. Heimisch in Eurnpa, Amerika und dem tropischen Asien,vielfach kultivirt. Grundaxe kriechend. Blätter rundlich eiförmig, am Grunde tief herz-förmig, kurzhaarig, Nebenblätter eiförmig, lanzettlich, mit Fransen, welche kürzer als diehalbe Breite der Nebenblätter sind. Blüthea violett, seltener hellblau oder weiss. Mitt-lere Blumenblätter seitlich abstehend. Die ersten Blüthen oft unfruchtbar, spätere mitverkümmerten Blumenblättern fruchtbar. Verwendung finden die Blüthen:
Flores Violae. — \eilchenblftthen. — Fleur de violette odorante (Gall.) odde violette de mar». — Purple or gweet Violet.