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Urea.
der von den Krystallen abgegossenen Mutterlauge lassen sich durch Abdampfen und ßei-seitestellen "noch farblose Krystalle absondern. Ausbeute gegen 57 Th.
Eigenschaften. Der salpetersaure Harnstoff bildet luftbeständige, geruchlose,weissi, perlmutterglänzende, sauer reagirende Krystallo, von saurem Geschmack, löslich in8 Th. kaltem, in l \ t Th. kochendem Wasser, 10 Th. kaltem, 1 Th. kochendem Weingeist,weniger löslich in Salpetersäure haltendem Wasser und Weingeist.
Anwendung. Man hat den salpetersauren Harnstoff in denselben Leiden wie denHarnstoff angewendet und zu 0,5—1,0—2,0 mehrmals täglich gegeben. Auch ist er alsLösungsmittel der Blasensteine aus Ammoniummagnesiumphosphat empfohlen worden.
Urol. Chinasaurer Harnstoff. Harnstoffchinat. C,H ia 0 6 .2(COJUTJ. Mol.
Gew. = 312.
Darstellung. 100 Th. Chinasäure (1 Mol.) und 62 Th. Harnstoff (2 Mol.) werdeneinzeln in der erforderlichen Menge Wasser oder wässerigem Alkohol gelöst und die beidenLösungen vereinigt, wobei zu beachten ist, dass die Temperatur nicht mehr als 60—70° C.betragen darf, da bei höherer Temperatur eine Zersetzung des Harnstoffes in Kohlendioxydund Ammoniak stattfindet. Die Lösung wird im Vakuum zur Dickflüssigkeit eingeengt,worauf beim Erkalten das obige Salz in grossen Krystallen sich ausscheidet.
Eigenschaften. Grosse farblose, etwas feucht aussehende Krystalle (sechskantigeSäulen oder Tafeln) ohne Geruch, von sauersalzigem, etwas bitterlichem Geschmack. Schmelz-punkt 107° C. In Wasser und in verdünntem Alkohol sehr leicht löslich; die Lösungenreagiren sauer. Aus der koncentrirten wässerigen Lösung lässt sich durch Zugabe starkerSalpetersäure salpetersaurer Harnstoff ausfällen. Beim längeren Erhitzen der wässerigenoder verdünnt alkoholischen Lösung auf 70—100° C. erfolgt Spaltung des Harnstoffes inKohlendioxyd und in Ammoniak. Auch beim Erhitzen im Schmelzröhrchen über 107° C.hinaus tritt die gleiche Spaltung ein.
Prüfung. 1) Das Salz schmelze nach dem Trocknen auf einem Thonscherben imSchwefelsäure- oder Chlorcalcium-Exsiccator bei 107° C. — 2) 0,5 g müssen auf dem Platin-bleche verbrennen, ohne einen Rückstand zu hinterlassen. Aufbewahrung. GegenFeuchtigkeit geschützt.
Anwendung. Das Urol findet Anwendung bei Gicht, Harn- und Nierengries, über-haupt bei Krankheiten, welche auf harnsaurer Diathese beruhen. Von Noobden giebt esin Tagesgaben von 2—6 g und zwar die eine Hälfte früh nüchtern, die andere Hälfte desAbends vor dem Zubettgehen jedesmal in etwa 200 ccm warmem Wasser gelöst.
Urea salicylica. HarnstoffsaHcylat. Salicylsaurer Harnstoff. Ursal. C0N 2 H 4 .C,H 8 0 3 . Mol. Gew. = 198. Wird dargestellt, indem man Baryumsalicylat (oder Mag-nesiumsalicylat) mit Harnstoffsulfat oder -oxalat in wässeriger Lösung umsetzt und dasReaktionsprodukt zur Trockne dampft. Dem Trockenrückstand entzieht man das Harn-stoffsaHcylat durch Auskochen mit Alkohol.
Farblose, bei 122° C. schmelzende Krystalle. Man verwendet das Ursal als Mittelgegen gichtische und rheumatische Leiden in Einzelgaben von 0,5—1,0 g mehrmals täglich.
Citruroa-Tabletten von Raölaueu. Lithii bromati 0,25, Ureae purae 0,25, EadiciaAlthaeae 0,3, Acidi citrici Spur.
Urisolvin. Gemisch von saurem Lithiumeitrat und Harnstoff. Weisses Pulver, inWasser löslich, als barnsäurelösendea Mittel.
II. t Thiuretum SUlfOCarbOÜCUm. p-Phenolsulfosaures Thinret. Thiuret.C 8 H,NA . C 9 H 4 (0H)S0,H. Mol. Gew. = 383.
Die freie Thiuretbase wird durch Oxydation von Phenyldithiobiuret mittels Jod inalkoholischer Lösung dargestellt. Durch Auflösen der freien Thiuretbase in p-PhenolsuIfo-säure erhält man das p-phenolsulfosaure Thiuret, welches als Thiuret schlechthin be-zeichnet wird.
Eigenschaften. Das p-phenolsulfosaure Thiuret ist ein gelblich-weisses, spec.leichtes, geruchloses, krystallinisches Pulver von intensiv bitterem Geschmack. Es schmilztbei 215° C. und löst sich in 350 Th. Wasser von 15° C. In Alkohol, Aether und in Oelist es unlöslich. — Die wässerige Lösung wird durch Eisenchlorid violett gefärbt. Durchverdünntes Ammoniak entsteht in der wässerigen Lösung sofort eine voluminöse Fällung