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Taraxacum.
zuverlässigeren Tinkturen, Extrakte und Dialysate aus frischen Kräutern ersetzt hat. lieberdie Verwendung der Wurzel als Kaffeesurrogat vergl. Band I, S. 829.
Extractum Taraxaci. Löwenznhuextrakt. Extrait de pissenlit ou de «lent-de-liou. Germ.: 1 Th. Löwenzahn (II) wird zuerst mit 5 Tn. Wasser 48 Stunden, dannmit 3 Th. Wasser 12 Stunden ausgezogen. Die Pressflüssigkeiten dampft man auf 2 Th.ein, lässt mit 1 Th. Weingeist 2 Tage kühl stehen, filtrirt und dampft zum dicken Extraktein. — Helv.: Aus Löwenzahnwurzel (II). Wie Extraot. Gentianae Helv. (Bd. I, S. 1213).— Austr.: Aus gleichen Theilen Löwenzahnblättern und -wurzeln wie Extr. GentianaeAustr. (Bd. I, S. 1213), doch dampft man zum dünnen Extrakt ein. — Brit.: Ausfrischer Löwenzahnwurzel durch Auspressen, Absetzenlassen des Saftes, Erhitzen auf100° 0., Durchseihen und Eindampfen zum weichen Extrakt. — U-St.: Aus frischerWurzel; man zerstösst sie unter Besprengen mit Wasser zum Brei, prcsst aus und dampft,am besten im Vakuum, zur Pillenkonsistenz ein. — Gall.: Wie Extractum Digitalis aquos.Gall. (Bd. I, S. 1041 1.). Weiches Extrakt. — Ausbeute durchschnittlich 25 Proc. dickesExtrakt, bei guter Waare bis 38 Proc. — Wird bisweilen während der Aufbewahrungkörnig durch Ausscheidung von Salzen, und ist dann nicht mehr klar in Wasser löslich.U-St. schreibt vor, die Oberfläche des Extrakts mit einem Tuche zu bedecken, das manvon Zeit zu Zeit mit wenig Aether oder Chloroform befeuchtet. Das nach Germ. IVund Helv. bereitete Extrakt, in Wasser 1 :20 gelöst, muss mit einem gleichen RaumtheilWeingeist klar bleiben (E. Mekck).
Extractum Taraxaci liquidum seu fluidum. Lüvrenzahn-Fluidextrakt. Brit.:1000 g gepulverte Löwenzahnwurzel (No. 20) zieht man 48 Stunden mit 2000 ccm Wein-geist von 60 Vol. Proc. aus, presst 500 ccm ab, stellt den Rückstand nach Zusatz von2000 ccm Wasser 48 Stunden bei Seite, presst aus, dampft auf 500 ccm ein, mischt beideAuszüge, bringt mit Wasser auf 1000 ccm und filtrirt. — U-St.: Aus der gepulvertenWurzel (No. 30) wie Extract. Spigeliae fluid. U-St. (S. 912).
Succus Taraxaci (Brit.). Juice of Taraxaciim. 3 Raumtheilo frischer Saft,1 Raumtheil Weingeist. (Vergl. unten: Succi Herbarum.) Dosis: 3,5—7,0 ccm.
Succi Herbarum recentes. Frische Krautersüfte. Friililingskräutersäfle.Sucs regelaux (Gall.). Juice of Fresh Herbs. Nur Brit. und Gall. haben genauereVorschriften für diese veralteten Arzneiformen gegeben. Brit. lässt 3 Raumth. der durchPressen der gequetschten, frischen Kräuter erhaltenen Säfte mit 1 Raumth. Weingeist von90 Vol. Proc. mischen und nach 7tägigem Absetzen filtriren. — Nach Gall. werden diefrischen Säfte bereitet, indem man saftreiche Kräuter für sich, weniger saftige unter Zu-satz von l / 5 Wasser zerstösst, stark auspresst und filtrirt; man verbraucht sie entwederalsbald, oder unterwirft sie dem AprEHi'schen Verfahren (Bd. T, S. 951), falls sie auf-bewahrt werden sollen. Für den Zeitraum einiger Tage kann man diese Säfte auch vordem Verderben schützen, indem man kleinere Flaschen damit bis unter den Stopfen fülltund einige Tropfen Aether oder Weingeist darüber schichtet, oder auch durch Auflösenvon ää Zucker ohne Wärmeanwendung (Reichenhaller Kräutersaft). Der geeignetsteAufbewahrungsort ist ein Eisschrank.
Natürlich müssen die frisch gesammelten Kräuter vor dem Auspressen durchWaschen gesäubert werden. Sollte Succus Herbarum recens ohne nähere Angabeder Bestandteile verordnet werden, so verabfolgt man entweder
(nach Haqeb) den Presssaft aus
Herbae Veronicae Beccabung. rcc. 10 Tb.
„ Chelidonii majoris „ 10 „
„ Achillese Millefolii „ 20 „
„ Glechomae hederaceae „ 20 „
_ Lcontodontis Taraxaci „ 40 „
oder (nach Dresden. Vorschr.)
Foliorum Millefolii recentiuu»
,, Taraxaci „
Herbae Cerefolii „
fl Nasturtii _ ää.
Je nach den Bestaudtheilen der betreffenden Pflanzen unterscheidet man — mit Aus-schluss der sauren Fruchtsäfte — bittere, süsse, saure, salzige, gewürzige, scharfe, herbe,narkotische Säfte.
Elixir Taraxaci compositum (Nat. form.).Compound Elixir of Taraxacum.Kp. Extracti Taraxaci fluidi (Ü-St. 35 ccm
Extracti Prüm Virginiauaefluidi (U-St.) 20 „
Extracti Glycyrrhizae „
60
Titicturae Aurantii dulcis fl
00
Tinctnrae Cinuamonii „
Tincturae Cardamnriii enrapos. „
30
Elixir aromatici „
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Sirupus Snccl Taraxaci.
Kp. 1. Succi Taraxaci recentis 400,0
2. Sacehari albi fiOO.O
3. Albnmcn ovomm II.
Man löst unter ailrnUliüchpm Erwärm pl zum Siedon,ach Sinnt ab und bringt mit Wagser ro* lOOO.a