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2 (1920)
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Tellurium. Terebinthina.

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Löwenzahn-Extrakt Ton Petrykowski in Berlin enthält Stärkesirup, Honig, La-kritz etc., doch kein Taraxacum.

Snccus Herbarum dialysatus Golaz wird aus Folia Oichorii, Cochleariae, Nastur-W, Radix Taraxaci und Herba Fumariae bereitet.

Tellurium.

Das Tellur, Te, Atoiugew. = 128, dieses dem Schwefel und dem Selen nahe stehendeElement, bildet mit Sauerstoff zwei Oxyde, das Tellurigsäureanhydrid, TeO a , unddas Tellursäureanhydrid, TeO s , deren Hydrate Säurecharakter besitzen. Die Tellur-säure H 2 Te0 4 , ist eine der Schwefelsäure analog zusammengesetzte Verbindung vonschwach sauren Eigenschaften; ihr Natriumsalz hat neuerdings medieinische Anwendunggefunden.

Natrium telluriCUm. Tellursaures Natrium. Te0 4 Na 2 . Mol. Gew. = 238.

Darstellung. Reines Tellur wird zuvörderst mit Salpetersäure zu telluriger Säureoxydirt, die weitere Oxydation dann in der salpetersauren Lösung durch Bleisuperoxydbewirkt. Durch vorsichtiges Ausfällen mit Schwefelsäure entfernt man das Blei, dampftdie Lösung der Tellursäure zur Trockne ein, wäscht den Rückstand zur Entfernung über-schüssiger Schwefelsäure mit Aetherweingeist und krystallisirt aus wenig Wasser um. ZurDarstellung des Natriumsalzes wird die reine Tellursäure in Wasser gelöst, die äquivalenteMenge Natriumhydroxyd zugesetzt, die Lösung zur Trockne eingedampft und der Rück-stand mit Alkohol gewaschen.

Eigenschaften. Das so erhaltene tellursaure Natrium, Na/fcO^ bildet ein weisses,krystallinisches Pulver, leicht löslich in Wasser, unlöslich in Alkohol; die wässerige Lösungzeigt schwach alkalische Reaktion. Säuert man diese Lösung mit koncentrirter Salzsäurean und setzt einen Ueberschuss an schwefliger Säure zu, so wird das Tellur nach einigemStehen vollständig als solches abgeschieden. Man kann den Gehalt des Salzes an Tellurbestimmen, wenn man die Tellursäure auf vorstehende Art reducirt, das Tellur auf einemgewogenen Filter sammelt, auswäscht und nach dem Trocknen wägt.

Prüfung. Zur Prüfung auf tellurige Säure versetzt man die wässerige Lösung(1 = 50) mit etwas Zimichlorürlösung; es darf nicht sofoTt (!) eine schwarze Ausscheidung,sondern höchstens eine braune Färbung entstehen. Tellurige Säure wird nämlich durchZinnchlorür sofort, Tellursäure erst nach einiger Zeit, namentlich beim Erwärmen reducirt.

Anwendung. Das tellursaure Natrium ist nach Combemale, Negel, Cebrian undMosler ein ausgezeichnetes Anthidroticum, das ohne Rücksicht auf das Grundleiden inallen Fällen anwendbar ist, in welchem eine Hemmung der Schweisssekretion wünsehens-werth ist. Hinderlich für den ausgedehnteren Gebranch ist der unangenehme, knoblauch-artige Geruch, welchen es dem Athem ertheilt. Die Tagesdosis ist 0,05 g in Pulverform;sie ist abends vor dem Schlafengehen zu verabreichen.

Terebinthina

ist deT Balsam oder Harzsaft verschiedener Koniferen. Nur ausnahmsweise bezeichnetman auch andere baisam artige, harzige Sekrete als Terebinthina, vergl. Chios-Terpentin.Terebinthina Chia. Terebenthine de Ohio (GalL). S. 645.

Die Terpentine entstehen meist in grossen Sekretbebältern, die zunächst schizogenentstehen, sich dann aber zu Harzbeulen, Harztrallen erweitern, aus denen der Terpentinfreiwillig oder häutiger nach Hirnschnitten ausfliesst.

folgende Sorten sind officinell, wobei zu bemerken ist, duss Germ., Austr. u. U-Slkeine gpecielle Sorte vorschreiben und Heiv. unter Terebinthina mir No. 5 versteht.