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Taraxaoum.
s. Athaimsine. — Rainfarnkraut. Wurmkraut. — Herbe de tanaisie. — CommonTansy. Enthält einen Bitterstoff: Tanacetin.
Einsammlung etc. wie bei den Blüthen. 9 Th. frisches Kraut = 2 Th. trocknes.
Oleum Tanaceti (Gall.). Rainfarnöl. Essence de Tanaisie. Oil of Tansy.
Rainfarnöl erhält man durch Destillation des blühenden Krautes von Tanacetnm vul-gare. Bei Anwendung von frischem Material beträgt die Ausbeute 0,1 bis 0,2 Proc,trocknes liefert 0,2 bis 0,3 Proc. Oel. Es stellt eine gelbliche bis bräunliche Flüssigkeitdar, von angenehmem, eigenthümlichem, kampherartigem Gerüche und dem specifischen Ge-wichte 0,925—0,955. Deutsches sowie amerikanisches Oel dreht stark nach rechts (Drehungc-winkel im 100 mm-Rohre -f- 30 bis -f- 45 °), englisches nach links (— 27°). Der Haupt-bestandteil ist das auch im Salbei-, Wermut- und Thujaöl vorkommende Thujon oderTanaceton, ein Keton C ]( ,H 16 0. Daneben enthält das Oel Links-Kampher, Borneolund ein um 160° C. siedendes Terpen.
Vet. Electnarium »ermifugnm. Hertas Absinth» pulv. 100,0
_ , . ._ „, . _ Asae foetidae puly. 20,0
Wurmlatwerge für Pferde Dikterich. Aloe* "00
Rp. Olei Tanaceti 15,0 Farinae Seealis 50,0
Petrolei 15,0 Aquae q. s.
Krauter-Rheumatismus-Likör von Schkeibeb in Kötben ist nach Angabe desHerstellers ein weingeistiger Auszug aus Herb. Absinth., Tanaceti, Centaur. min., Trifol.,Meliss.; Rad. Angelie., Gentian.; Cort. Cluiiae und Fruct. Foeniculi.
Taraxacum.
Gattung der Compositae — Cichorieae — Crepidinae.
Taraxacum Officinale (With.) WiggerS (syn.: Leontodon Taraxacum L.\fast überall verbreitet. Die fleischige, stark milchende, senkrechte Wurzel treibt einegrundständige Rosette meist keilförmig-lanzettlicher, grob schrotsägefönniger Blätter. Dieansehnlichen Blüthenköpfchen stehen einzeln auf blattlosem, gelblich grünem, hohlem,oberwärts etwas wolligem Schafte. Hüllblätter schmutzig grün, bisweilen aussen an denSpitzen dunkel purpurn. Die äussersten Blüthen aussen blaugrau gestreift. Antheien amGrunde pfeilförmig geschwänzt. Achänen lineal-länglich mit lang gestieltem Pappus.
Verwendung findet:
1) Die ganze Pflanze:
Radix Taraxaci cum herbn (Germ.) Herba Taraxaci cum radice. — Löwen-zahn. LÖTvenzahnwurzel mit dem Kraute. — Pissenlit. Dent-de-lion. — Dandelion.
Man sammelt sie im Frühling vor der Blüthe und verwendet sie entweder frischzur Darstellung von Kräutersäften, oder man trocknet bei gelinder Wärme und bewahrtsie in dichtschliessenden Blechbüchsen auf. Ueber den Schutz gegen Insektenfrass, demdie Droge sehr ausgesetzt ist, b. unter Seeale cornut. S. 875. 3 Th. frisches Kraut geben etwa1 Th. trocknes.
2) Die Blätter:
Folia Taraxaci (Austr.). — Löwenzahnbliitter. — Feuilles de pissenlit ou dedent-de-lion (Gall.).
Beschreibung: Sie sind kahl oder etwas wollig behaart, lanzettlich bis länglichlanzettlich, in einen am Grunde oft wieder verbreiterten Stiel verschmälert, buchtig fieder-spaltig, mit rückwärts gerichteten, oft wieder gezähnten Abschnitten, selten nur gezähntoder fast ganzrandig.
Spaltöffnungen auf beiden Seiten, ferner 6—8zellige, dünnwandige, oft kollabirteGliederhaare, deren Zellen tonnenförmig gewölbt sind. Sie sind bis 200 /* lang, bis 20 /*breit. Ferner finden sich auf den Rippen der Unterseite mehrzellige Borstenhaare, deren«•beTa Zellen oft. spornartig ausbiegen. Zwei Schichten von Palissaden.