Druckschrift 
2 (1920)
Entstehung
Seite
1013
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

«t

Tanacetum.

1013

Extractum Tamarindorum mite E. Dieteeich.Rp. 1. Extracti Tamarindorum 90,0

2. Natrii carbonici 15,0

3. Aquae destillatae 25,0.

Man versetzt 1 mit der Lflsung von 2 in 3, sodassdie Flüssigkeit noch sauer reagirt, und dampftauf 100,0 ein. Esslöffclweise als Abführ-Limo-nade.

Limouada Taiuariudoruin.

Tamarinden-Limonade.Rp. 1. Magnesii carbonici 3,0

2. Sirupi simplicis 15,0

8. Sirupi Rnbi Idaei 25,0

4. Extracti Tamarindorum 30,0

5. Aquae destillatae q. s.

Mau giebt 1 mit 2 angerieben in eine starkwandigeVi-l. Flasche (Selters), schichtet 3 darüber, dannvorsichtig 4, mit soviel von 5 verdünnt, dassdie Flasche bis zum Halse davon voll wird,verschliesst und mischt behutsam.

Kotulae Tamarindorum

wie Kotulae Citri (Bd. I, S. 862) doch statt mitAcid. citric. mit 5,0 Extract. Tamarindor.

Serum I, actis tamarindinatnm (Ergänzb.).

Tamarindenmolken.

S. Seite 251.

Trtcliisci Tamarindorum.Fastilli laxativi. Laxirpastillen.Fruit-laxative lozenges (Form. engl.).Rp. Foliorum Sennae pnlv. 35,0

Confectionis Citri minut. concis. 5,0Confectionis Aurant. 10,0

Pulpae Tamarindorum depuratae 50,0Sacchari albi pulv. 100,0

Olei Rosae gtts. III.

Man formt 100 Pastillen, überzieht mit Kokos-butter und bestreut mit einer Mischung ausBenzogpulver und Vanillezucker.

Dallmann's Tamarindenessenz. Nach Pharm. Zeitg. ein mit Weingeist, Honig"nd Zucker versetzter Auszug aus Manna, Sennesblättern und Tamarinden. Nach Angabedes Darstellersein Gährungsprodukt, das durch rationelle Kellerbehandlung etc. zu seinerVollendung heranreift".

Honigtrank, Jacobi's. In der Hauptsache Tamarindenabkochung.

Mostessenz, Schrader's. Eingedicktes Tamarindenmus.

Musin nennt sich ein Abführmittel mit Tamarindengrundlage.

Tamarinden-Konserven von Kanoldt, ebenso Tamar indien Grillos sind Spe-ciaJitaten, die durch Conserva Tamarind. Ergänzb. oder Dtetebich vollkommen ersetztwerden.

Tanacetum.

Gattung der Compositae Antliemideae Chrysantlieininac, jetzt zur Gattungfurysaiithemtiin.

Tanacetum vulgare L (syn.: Chrysanthemum vulgare (L) Bernh.),

heimisch in ganz Europa, Sibirien, in Amerika eingeschleppt, vielfach in Gartenkultur.Ausdauernd, fast kahl. Stengel aufrecht, beblättert, bis 1,3 m hoch, doldenrispig ästig.Blätter am Grunde geehrt, die unteren und mittleren gestielt, fiedertheilig mit oberwärtsverbreitertem, gesägtem Hittelstreif und länglich lanzettlichen, stumpflichen, fiederspaltigenhis eingeschnitten-gesägten Abschnitten. In Gärten oft feiner zertheilt und kraus (var.:crispum). Bliithenküpfchen doldeurispig, Hüllblätter stumpf, die inneren länglieh, ober-wärts breit hautrandig. Bandblüthen röhrenförmig, dreizähnig, weiblich, Scheibenblüthen5zähnig, zwitterig (Fig. 165). Früchte kreiseiförmig,5 rippig mit kurz krönen förmigem, gezähntem Pappus.

Verwendung finden: 1) dieBlüthenköpfchen:

Flores Tanaceti (Ergänzb.). Tanacetum(TJ-St). RainfarnbliUhen. Fleurs de tanaisie. Tansy. Tansy-flowers. Gall. fühlt das ganze,Mühende Kraut: Plante flenrie de tanaisie.

Man sammelt die blühenden Trugdolden imJuli und August, trocknet an einem schattigen, luf-tigen Orte und bewahrt sie in flicht geschlossenenBlechgefässeu, das Pulver in gelben Hafengläfern auf.Sie werden nur selten innerlich zu 1-3 g als wurm-treibendes Mittel gebraucht; öfter in der Thier-heilkunde:

2) die Blatter': Fig. 185.

Folla Tanaceti (Ergänzb.) Herba Tanaceti

a Rand-, l.i Scheibenblutlie von

Tanacetum vulgare.