Druckschrift 
2 (1920)
Entstehung
Seite
775
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Saooharum.

i in

oder

Stäikezacker löst sich in etwa dem gleichen Gewicht kalten Wassers. Er ist nnr*twa a / a so süss wie Rohrzucker, reducirt die FEHLiNo'sche Lösung und Wismutsake inalkalischer Flüssigkeit und ist direkt gährungsfähig. Die wässerige Lösung ist polari-«irtem Lichte gegenüber rechtsdrehend (r°). Die speeiflsche Drehung beträgt für diewasserfreie Verbindung bei 20° = + 58°.

Traubenzucker zeigt die Erscheinung der Birotation, d. h. eine frisch bereiteteLösung dreht etwa doppelt so stark, als die gleiche Lösung nach längerem Stehen. EinZusatz von wenigen Tropfen Ammoniakflüssigkeit hebt diese Erscheinung sogleich auf

Stärkesirup. Kaplllärsirup. Kommt im Handel als weisser Stärkesirup (Kapillär-sirup) von 44° Be und als gelber Stärkesirup von 42° B6 vor. Er dient zur Bonbon-fabrikation, zum Verschneiden des Honigs und der Fruchtsäfte, zum Einmachen vonFrüchten, zum Gallisiren ^des Weines u. dergl. mehr. Man beachte, dass der StärkezuckerQoch nach alten Graden gehandelt wird.

Man erkennt den Stärkesirup daran, dass seine wässerige Lösung gegen FEHLiNo'scheLösung stark reducirend wirkt, dass die wässerige Lösung ferner stark rechtsdrehend ist,and dass diese Rechtsdrehung durch Inversion eine starke Zunahme erfährt.

Reine Dextrose. Reiner Traubenzucker. Man versetzt 500 cem Alkohol vonf0 Proc. mit 20 com rauchender Salzsäure, erwärmt die Mischung auf 45° C. und trägtin 45 Antheilen 160 g gepulverten reinen Rohrzucker ein. In etwa 2 Stunden ist beiueissigem Umrühren der Zucker gelöst und invertirt. Beim Stehen dieser Lösung er-scheinen nach 68 Tagen die ersten Krystalle, deren Menge durch Umschütteln derFlüssigkeit vermehrt werden kann. Man sammelt diese, wäscht sie mit starkem Alkohol,saugt sie ab und trocknet sie. Im Besitz dieser Krystalle gestaltet sich die Darstellungschneller. Man mischt dann 1,21 Alkohol von 90 Proc. mit 48 cem rauchender Salzsäure,»wärmt auf 45° C. und trägt wie vorher 400 g Zuckerpulver ein. Nach zweistündigemErhitzen (unter Umrühren) auf 45° C. ist der Zucker gelöst und invertirt. Man lässt er-halten, trägt etwas von den vorhandenen Traubenzuckerkrystallen ein und rührt öfter um.Die nach 23 tägigem Stehen abgeschiedenen Krystalle werden gesammelt, mit starkemAlkohol gewaschen und aus siedendem Methylalkohol umkrystallisirt. Der so gewonneneTraubenzucker ist wasserfrei. Eine Lösung von 32,683 g reinem wasserfreien Trauben-zucker : 100 cem dreht bei 17,5° C. = 100° nach VEHTZKB-SonErL-SoHEiBLBB.

Dextrosezucker. Ist ein im Handel vorkommender Stärkezucker mit 14 Proc.Wasser, ca. 0,3 Proc. Mineralstoffen und etwa 1 Proc. Zwischenprodukten zwischen Stärkeu nd Dextrose. Ein solcher Zucker ist als technisch rein im Sinne des Weingesetzes auf-zufassen.

Oenoglukose. Ist ein technisch reiner Traubenzucker, welcher zum Zuckern desWeines verwendet wird.

Tinctura Saceliari tosti. Zuckercouleur. 1000 Tb.. Zucker (oder Stärkesirup'''kocht man mit einer Lösung von 20 Th. Kaliumkarbonat und 400 Th. Wasser in einemWanken kupfernen Kessel so lange, bis die Masse tiefdunkel geworden ist. Nachdem siehalb erkaltet ist, löst man sie in einer Mischung von je 1000 Th. Spiritus und Wasser undnltrirt nach mehrtägigem Absetzen. Zum Braunfärben spirituöser Tinkturen. Die^uckercouleur der Destillateure ist koncentrirter. Man löst den wie oben gekochtenMucker nur in je 500 Th. Spiritus und Wasser auf. Rumcouleur wird durch Kochen^°n Stärkesirup mit 1 j ta seines Gewichtes kryst. Soda, Essigcouleur durch Kochen vonStärkesirup mit l j 100 seines Gewichtes kryst. Soda und 1 / 40 des Gewichtes Ammoniumkar-oonat dargestellt.

Die Zuckercouleur des Handels ist wiederholt arsenhaltig befunden worden.

BbüCke's Reagens auf Glukose. 5,5 g frisch gefälltes, noch feuchtes Wismut-suonitrat, 30 g Kaliumjodid und 150 g Wasser werden 10 Minuten lang gekocht, danngt man zu: 5 g Salzsäure von 25 Proc. HCl. Glukose (bez. Harnzucker) bewirkt beim^warmen eine braunschwarze Färbung.

Hl. LävtllOSe. Levulose. Fructose. Fruchtzucker. Linkszucker. Diabetin.C.H^O, -f H,0. Mol. Gew. = 198.

Darstellung. 10 g Invertzucker werden in 100 cem Wasser gelöst und durchEiswasser auf 0° C. abgekühlt. Zu dieser Lösung giebt man unter beständigem üm-schütteln 6 g gelöschten Kalk als feines Pulver. Es fällt nunmehr die schwerlösliche Cal-ciumverbindung der Lävulose [C,H,(CaOH) ä 0 6 in 333 Th. kaltem Wasser löslich] aus,während die Calciumverbindung der Dextrose gelöst bleibt. Die gesammelte und mit Eis-w&Bser gewaschene Calciumverbindung wird schliesslich in Wasser vertheilt und mit