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Saccharum.
Diese Darstellung erfordert eine gewisse Uebung, theils um die richtige Tafelkon-ristenz zu erlangen, -theils um ein Absterben (Krystallinischwerden) des geschmolzenenZuckers zurückzuhalten. Im übrigen giebt es Rübenzucker, welcher trotz aller Vorsichtdicht vor der Tafelkonsistenz abzusterben pflegt. Einen abgestorbenen Zucker verbrauchtman zu Sirupen.
Der Gerstenzucker gilt als ein hustenlinderndes Brustmittel. Frisch ist er von an-genehmem Geschmack. Nach ungefähr 6 Tagen wird er krystallinisch.
Condita. Confecta. Confectiones. Konfekte. Ueberzuckerte und auch in Zuckereingemachte Arzneistoffe. Die Darstellungsweise und Art des Präparats ist eine sehr ver-schiedene. Im allgemeinen werden sie von den Zuckerbäckern oder Konditoren besorgt,auch wohl im grossen dargestellt und in den Handel gebracht.
Fleischige Wurzeln (Angelica, Kalmus) werden 10—20 Minuten in kochend-heissem Wasser digerirt, dann von der äusseren dicken Epidermis befreit und in Scheibenoder längere Stücke zertheilt in Zuckersirup macerirt, bis sie einigermassen an den Rän-dern durchscheinend werden. Hierauf nimmt man die Stücke aus dem Sirup, bestreut siemit gepulvertem weissem oder rothgefärbtem Zucker und lässt sie an einem lauwarmenOrte trocken werden. Trockne Wurzeln (Ingwer) werden so lange in heissem Wasserdigerirt, bis sie durch und durch erweicht sind, alsdann in einem Sirup aus 20 Th.Zucker, 6 Th. Wasser und 5 Th. Glycerin so lange liegen gelassen, bis sie von der Zucker-masse völlig durchtränkt sind.
Samen und samenähnliche Körper (Cinablüthen, Koriander, Anis) werden miteiner weissen Zuckorschicht überzogen. Der Samen wird durch Absieben von pulverigenund spreuigen Beimischungen befreit. Ein eiserner emaillirter hoher Topf wird über einemgelinden Kohlenfeuer in der Art aufgehängt, dass er beliebig und leicht geschüttelt undbewegt werden kann. Dieser sogenannte Schwengtopf wird mit dem Samen zu '/* seinesRauminhaltes angefüllt. Ueber einem anderen Kohlenfeuer wird in kleine Stücke zer-schlagener Zucker mit '/ 8 seines Gewichtes Wasser übergössen und nach dem Zerfallenbis zur Federkonsistenz gekocht, d. h. bis eine mit einem erwärmten eisernen Spatel her-ausgenommene Probe durch die Luft geschleudert in federbartähnlichen Flocken herum-fliegt. Sobald der eiserne Topf mit seinem Inhalte bis auf ca. 50° 0. erwärmt ist, giesstman einige Löffel voll der heissen flüssigen Zuckermasse in den Topf, rührt zuerst miteinem kalten hölzernen Spatel, dann unter abwechselndem Schütteln des Topfes mit derHand, welche man wiederholt mit gepulverter Stärke bestreut, um. Nach gehörigerDurchmischung wird eine zweite Portion der heissen Zuckermasse hinzugesetzt und ingleicher Weise mit dem Samen gemischt und dies so lange wiederholt, bis die einzelnenSamen mit einer genügend dicken Zuckerschicht bedeckt erscheinen. Durch Rühren undSchütteln wird die Zuckerhülle geglättet.
Rotulae Sacchari aspersoriae albae. Corpus sine anima. Zuckerkiigelchen,Weisse Streukügelcüen. 0,5—7,0 mm im Durchmesser haltende Zuckerkügelchen. Siesind in der Medicin ein Artikel der Homöopathen. Die gewöhnlich gebrauchte Grösseist Nr. 2 von 1,5 mm Durchmesser. Sie werden mit der Arzneistofflösung konspergirtund abgetrocknet dispensirt. Auf den Recepten der Homöopathen werden sie nicht mit
Worten angegeben, sondern durch Ziffern notirt. ' ' ' ' ' oder ' ' ' ' ' oder -„jr- oder
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00000 '/ M oder X,5 bedeuten 5 Streukügelchen benetzt mit der 30. Verdünnung.
Ahornzucker, Malzzucker, Genuine American maple Sugar. Ein mit einerSpur Natriumkarbonat versetzter und bis zur Tafelkonsistenz gekochter Meliszucker. Erdient als Linderungsmittel bei Husten und Brustleiden.
II. Saccharum amylaceum. Saccharam ureum. Traubenzucker. Kartoffel-stärkezucker. Stärkezucker. Glukose. Glykose. Dextrose. C s H u 0 6 + H.,0.Mol. Gew. = 198.
Darstellung. Diese erfolgt fabrikmässig, indem man etwa 40 Th. Kartoffelstärkemit 100 Th. 1 procentiger Schwefelsäure bei 3—4 Atmosphären (in Autoklaven) erhitzt. Diehierdurch erhaltene wässerige Lösung von Stärkezucker wird mit Kreide neutralisirt,durch Filtriren über Thierkohle entfärbt und alsdann im Vakuum zum dicken Sirup ein-gedampft oder zur Krystallisation gebracht.
Prima weisser Stärkezucker bildet feste, harte, rein weisse, nicht krystallinischeMassen, die in Broten oder Stücken in den Handel gebracht werden. Die Sekunda-waaren sind gelblich gefärbt. Die Hauptbestandtheile sind: Dextrose, Dextrine, Wasserund Aschenbestandtheile. Stickstoffhaltige Bestandtheile sind kaum vorhanden. Der durchdirekte Reduktion bestimmte Dextrosegehalt beträgt bei festem Stärkezucker 65—75 Proc,der Wassergehalt 15—20 Proc, der Rest besteht aus Dextrinen.