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Saccharinuni.
legt 100 ccm Vio-^-Schwefelsäure vor und titrirt den Uebersohuss unter Anwendung vonOongo als Indikator mit 1 / l0 -X.-Kalilauge zurück. 1 com der zur Sättigung des Ammo-niaks verbrauchten '/io _ lT--Schwefelsäure entspricht = 0,0183 g Saccharin.
Anwendung. Saccharin ist kein eigentliches Arzneimittel. Da es aheT für Thiereund Menschen völlig unschädlich und dabei von der bekannten grossen Süsskraft ist, sowird es namentlich von Diabetikern als Ersatz des Zuckers gebraucht. Nach langem Ge-brauche tritt bisweilen Widerwillen ein, namentlich, wenn man mit der Dosirung nichtvorsichtig ist. Es geht weder in den Speichel noch in die Milch über, sondern wird un-verändert durch den Urin ausgeschieden.
Krystallose. Krystallsaccharin.
C,H 4 <^ >N . Na +
Saccharin-Natrium.
2 H s O. Mol. Gew. = 241.
Wird dargestellt durch Neutralisation von reinem Saccharin mit Natriumkarbonatoder Natriumbikarbonat in wässeriger Lösung und langsame Krystallisation des entstan-denen Salzes.
Wasserklare, derbe, rhombische Prismen in Wasser sehr leicht löslich. Die Lösungist von intensiv süssem Geschmacke.
Es löse sich in Wasser leicht und klar. Wird die Lösung 1:10 mit verdünnterSalzsäure angesäuert, so liefere sie einen weissen, fein krystallinischen Niederschlag, welchernach dem Auswaschen bis zum Verschwinden der Chlorreaktion und dem Trocknen bei60° C. bei 224° C. schmelze. Aufbewahrung an einem kühlen Orte in gut verschlossenenGefässen, da das Salz in der Wärme etwas verwittert.
Man zieht es wegen seiner leichteren Löslichkeit neuerdings dem eigentlichenSaccharin vor.
Antidiabetin. A) Französische Specialität. Man versteht darunter Mischungenvon Saccharin mit Mannit von der lfachen, lOfachen und 70fachen Sfissigkeit des Rohr-zuckers. B) Man versteht darunter auch (aber seltener) Mischungen von Mandelöl undSaccharin.
Liquor Saccharin! (Nat. Form.). Saccharini 70,0 g, Natrii bicarbonici 33,0 g,Spiritus 250 ccm, Aquao q. s. ad 1 1.
Saccharin-Benzoe-Mundwasser nach Prof. Millbb. Acidi benzoici 3,0, Saccha-rini 2,5, Spiritus 100,0.
Saccharin-Giftweizen nach Bjtsbbt. Man lässt 1 kg gut ausgetrockneten Weizen1—2 Tage lang quellen in einer Lösung von 0,2 g Fuchsin, 3,0 g Strychninnitrat, 400,0 gWasser. Man trocknet, befeuchtet alsdann mit einer Lösung von 1 g Saccharin in 100 ccmWasser und 1,0 Natriumkarbonat krystall. und trocknet wieder.
Methylsaccharin C 6 H 3 (CH 3 )^ >nh. Mol. Gew. — 197.
Krystallisirt aus heissem Wasser in farblosen, glänzenden, bei 246° C. schmelzendenPrismen, die sehr schwer in kaltem Wasser, leichter in heissem Wasser und in Alkohollöslich sind. Es schmeckt ebenso süss wie das Saccharin selbst.
Tablettae Saccharin!.
Saccharintabletten nach B. Fischeh.Ep. Saccharini 3,0
Natrii carbonici sicci 2,0Manniti 15,0—50,0.
Fiant pastilli No. 100.
II. Sucrol. Dnlcin. Yalzine. p-Phenetolcarbamid. p-Aethoxyphenylharn-stoff. COKH a . SH. C 6 H 4 . OC 2 H„. Mol. Gew. = 180.
Darstellung. Lässt man auf p-Phenetidin Kohlenoxychlorid einwirken, so erhält
man nach der Gleichung COCl 2 -f NR,. C,H t . 0C 2 H 5 = HCl -f- CO(Cl)NH. C 6 H 4 0C a H s ein
hlorhaltiges Zwischenprodukt. Behandelt man dieses mit Ammoniak, CO(Cl)NH. C 6 H 4 .
OC a H 5 + 2NH, = NH 1 Cl-f C0(NH 2 )NH.C e H 4 .0C a H s , so geht es unter gleichzeitiger
Bildung von AmmoniumcMorid in p-Phenetolcarbamid über.
Eigenschaften. Das Sucrol bildet, aus Wasser krystallisirt, farblose glänzendeNadeln oder Schüppchen, von stark süssem Geschmack. Der Schmelzpunkt derselben liegtbei 173—174° C. 1 Th. Sucrol löst sich in 150 Th. siedendem oder 800 Th. kaltem Wasser
CO