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Paraffinum.
Anwendung. Zur Bereitung der Paraffmsalbe, zu subkutanen Injektionen, alsSchmiermaterial für Nähmaschinen, Uhren, Fahrräder u. dgl., als Brotöl und Kaffeeglasur.
II. Paraffinum molle (Brit.). Petrolatum molle. Weicu-Paraffln. Soft Paraffin.
Aus Petroleum oder Braunkohlentheer durch Destillation und Abkühlung des Destillateserhaltene, aus einem Gemisch verschiedener Kohlenwasserstoffe bestehende Masse.
Farblose oder hellgelbliche, halbfeste, durchscheinende amorphe oder grossblätterig-krystallinische, geruch- und geschmacklose Masse, zwischen den Fingern erweichend undleicht knetbar. Die Löslichkeitsverhältnisse sind die gleichen wie bei dem flüssigen Paraffin.Spec. Gew. = 0,840—0,870, Schmelzpunkt 35,5—39° C. (Nach U-St. spec. Gew. bei 60°C.=0,820—0,840.)
Wird zur Herstellung der Paraffinkerzen, des Paraffinpapieres verwendet. Die wenigerreinen Sorten dienen in der Streichholzfabrikation zum Parafflniren der Hölzer.
III. Paraffinum durum (Brit). Petrolatum spissum (U-St.). Hart-Paraffin.Hard-Paraffln. Aus den höheren Fraktionen bei der Destillation des Petroleums durch Ab-kühlung abgeschiedenes Gemisch von Kohlenwasserstoffen. — Farblose, halbdurchsichtige,krystallinische Massen vom spec. Gew. 0,820—0,940, bei 54,4—57,2° C. schmelzbar. NachU-St. Schmelzp. 45—51° C, spec. Gew. bei 60° C. = 0,820—0,850. Die Löslichkeitsver-hältnisse wie bei den vorigen. Nicht identisch mit dem Paraffinum solidum der Germ., daes durch Destillation gewonnen wird.
IV. Paraffinum SOlidum (Germ.). Festes Paraffin. Ceresin. Gereinigtes Erd-wachs. Aus dem natürlich vorkommenden Erdwachs (Ceresin) durch einen Reinigungsprocess(Behandeln mit konc. Schwefelsäure, Filtriren über Thierkohle) erhalten.
Undurchsichtige weisse, mikrokrystallinische Masse ohne Geruch und Geschmack,vom spec. Gew. 0,920—0,940, bei 74—80° C. schmelzend. Unlöslich in Wasser, löslich inetwa 35 Th. absolutem Alkohol.
V. Ceresinum naturale. Natürliches Ceresin. Ceresinum flavnm. Ozokerit.Erdwachs. Nefte-Gil. Naft-Gil. Das natürliche Ceresin wird geschmolzen, nltrirt undwenn nöthig vorher kürzere Zeit mit Thierkohle behandelt. Man erhält alsdann eine demgelben Wachs ähnliche Masse, die im spec. Gew. und Schmelzpunkt sich dem gereinigtenCeresin (Paraffinum solidum) nähert. Sie wird in den Gewerben, namentlich zum Ver-fälschen und als Ersatz des gelben Wachses verwendet.
Unguentnm Paraffin).I. Paraffinsalbe (Genn.). II. Paraffin Olntment (Brit).
Rp. Paraffiiü solidi (Ceresüü) 1,0 Ep. Paraffini duri (Brit.). 9,0
Paraffini liquidi 4,0. Paraffini mollis (Brit.). 21,0.
Stilns Paraffin! ungaens.Paraffin-Salbenstift (E. Dikterich),Rp. Paraffini solidi (Ceresini)Paraffini liquidi ää.
Blumen-Konservirung. Dieselbe erfolgt durch Eintauchen der Blumen in geschmol-zenes Paraffin.
Bohner-Wachs. 2 Th. gelbes Ceresin, 0,5 Th. Schuppenparaffin werden zusammen-geschmolzen. Man rührt zunächst 1,5 Th. französisches Terpentinöl und zuletzt mit Vor-sicht 2,0 Th. Benzin darunter.
Brillant-Paraffin. Ist ein durch Zusammenschmelzen von 75 Th. Paraffin und25 Th. Carnaubawachs erhaltenes Gemisch. Als Bohnerwachs und zum Plätten im Gebrauch.
Brotöl. Brodöl. Patent-Brodöi. Zum Bestreichen der Kuchenbleche ist flüs-siges Paraffin.
Besinfektin. Aus den Destillations-Rückständen der Roh-Naphtha hergestelltBraungelbe Flüssigkeit, in allen Verhältnissen mit Wasser mischbar.
Emulsin. Französische Specialität. Angeblich ein unter hohem Drucke oxydirtesParaffin, zur Herstellung haltbarer, neutraler Emulsionen.
English Wash-Paraffln. Ist Weichparaffin und soll das Waschen der Wäsche be-fördern. Man nimmt auf 10 Liter Wasser = 125 g Seife und 4 g Paraffin.
Lederschmiere, flüssige. Oleum coriariuin. Dickes Mineralöl, rohes Rüböl je2000 Th., Fischthran 500 Th., Fichtenharz 250 Th.
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