Paraldehydum.
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Lederschmiere, dicke. Ledersalbe. Unguentiim coriarium. Dickes Mineralölund rohes Riiböl je 1000 Th., Weich-Paraffin, Rindertalg und Kolophonium je 500 Th.
Maschinenöl. 1) Für Nähmaschinen: Ein Gemenge von gleichen Theilen flüs-sigem Paraffin und Olivenöl. 2) Für Fahrräder: Flüssiges Paraffin. 3) Für gröbereMaschinen: Konsistentes Mineralöl mit oder ohne Zusatz von thierischem oder pflanz-lichem Fett.
Masut. Die Rückstände der Destillation von kaukasischem Petroleum, dienen zumHeizen der Kessel in Schiffen und Lokomotiven. Man spritzt das Masut in die Feue-rungen ein.
Mineraltalg. Bin aus Ceresin und Paraffinöl bereitetes Gemisch von der Konsistenzdes Rindertalges. Schmiermittel für Dampfcy linder.
Mollisin. Durch Zusammenschmelzen von 4 Th. flüssigem Paraffin mit 1 Th. gelbomWachs zu erhalten. Salbengrundlage.
Pannus parafflnatus. Linteum parafftnatum. Parafflnirtes Verbandzeug.^hirting wird in der Wärme getrocknet und in einer lauwarmen Lösung von 10^0 Th.Ceresin, 100 Th. Bienenwachs und 25 Th. Lärchenterpenthin in 5000 Th. Benzin eine StundeWacerirt und dann ausgepresst. Dieses Verbandzeug wird häufig bei Frakturen angewendet.Hier Paraffin in Stelle des Ceresins zu setzen ist nicht zu empfehlen.
Paraf'flnkrätze ist eine beim Verarbeiten von unreinem Paraffin auftretende Haut-krankheit.
Phonixöl. Vulkanöl. Belmontinöl. Lubricating-Oil hier Namen für mehroder weniger konsistente Mineralöle, welche als Schmiermittel verwendet werden.
Wagenfett. 1 Th. schweres Paraffinöl und 1 Th. schweres Harzöl werden gemischt.Dann setzt man 5—8 Proe. Kalkstaub zu und arbeitet das Gemenge bei 20—25° C. durch-einander.
Paraldehydum.
I. f Paraldehydum (Brit. Germ. U-St.). Paraldehyde (Gall.). Paraldeliyd.Elaldehyde. C 6 H 12 O a . Mol. Gew. = 132.
Darstellung. Wird aus dem gewöhnlichen Acetaldehyd durch Polymerisationdargestellt.
Man destillirt unter guter Kühlung ein Gemisch von 4 Th. Weingeist (von 80 Vol.-Proc), 6 Th. Braunstein, 6 Th. konc. Schwefelsäure und 4 Th. Wasser. Das Destillat wirdunter Zusatz von geschmolzenem Calciumchlorid nochmals rektificirt. Man leitet die Dämpfeubor Calciumchlorid, welches auf 22—25° C. erwärmt ist, und kondensirt sie alsdann ineiner stark gekühlten Vorlage. — Aus dem so erhaltenen Acetaldehyd entsteht der Paral-uehyd, wenn man ersteren bei gewöhnlicher Temperatur mit gasförmiger Salzsäure sättigt.Man mischt mit kleinen Mengen Wasser, destillirt ab, und kühlt die über 100° C. über-gehenden Antheile stark ab. Der Paraldehyd krystallisirt alsdann und kann durch noch-malige Rektifikation mit darauf folgendem Abkühlen rein erhalten werden.
Eigenschaften. Der reine Paraldehyd ist eine klare, farblose, eigentkümlicliwürzig und zugleich erstickend riechende Flüssigkeit von brennend kühlendem Geschmack.Das spec. Gew. ist bei 15° C. = 0,998, der Siedepunkt liegt bei 124° C, also über 100°höher als der des gewöhnlichen Aldehydes. Bei einer Temperatur von 0° C. erstarrt er zueiner farblosen Krystallmasse, welche bei + 10,5° C. wieder schmilzt. Mit Alkohol undAether ist er in jedem Verhältniss mischbar. — 100 Th. Wasser von 15° C. vermögen fast« Th. Paraldehyd aufzulösen, ohne dass sich später ölige Tropfen abscheiden; dabei ist»eachtenswerth, dass die Löslichkeit des Präparates in warmem Wasser geringer ist als inaltem. Die kaltgesättigte, klare Lösung von Paraldehyd in Wasser trübt sich daher beimErwärmen; bei 100° C. scheidet sich etwa die Hälfte des gelösten Paraldehydes ab.
Im übrigen zeigt der Paraldehyd alle Eigenschaften einesechten Aldehydes; er ist ein Reduktionsmittel, giebt z.B. beimschwachen Erwärmen mit ammoniakhaltiger Silbernitratlösung einenAldehyd- (Silber-) Spiegel, geht durch Oxydation in Essigsäure über(schon durch den Luftsauerstoff), beim Erwärmen mit Kalihydratliefert er unter Gelbfärbung würzig riechendes Aldehydharz. Beider Destillation für sich geht er theilweise in gewöhnlichen
CH,
C-H
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cn.-cZ-o-V
Paraldehyd
CH,
Handb. d. pharm. Praxis. II.
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