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2 (1920)
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Ovum.

Warmwassertrichter. Man füllt mit dem Oel kleine Flaschen völlig an, verschliesst siemit guten Korken und bewahrt sie an einem kühlen Orte im Dunklen auf.

Ein gelbes oder röthlichgelbes, fettes Oel, welches bei mittlerer Temperatur dick-flüssig, bei 25° C. dünnflüssig und klar ist, bei 510° C. aber erstarrt und fest wird.Es neigt zum Ranzigwerden. Es besteht der Hauptsache nach aus Oelsäure-Glycerinester,neben kleineren Mengen Palmitinsäure-Glycerinester und Stearinsäure-Glycerinester undenthält ausserdem Farbstoff, Glycerinphosphorsäure, Lecithin und Cholesterin.

Eieröl wird in der Volksheilkunde zum Bestreichen des Auges bei katarrhalischenEntzündungen, ferner zum Bestreichen wunder Brustwarzen verwendet.

Oleum ovi artiflciale. Künstliches Eieröl. Eine filtrirte Mischung aus 88 Th.Olivenöl, 10 Th. Cacaoöl und 2 Th. gelbem Wachs.

Konservirung der Eier. Um Eier zu konserviren, bedient man sich mehrererVerfahren:

1) Man legt die Eier in Kalkwasser ein. Hierdurch wird allerdings die Fäul-niss verzögert, aber die Eier nehmen einen unangenehmen Geschmack an. Nach Kübelrührt dies daher, dass die frische Eiweissflüssigkeit das spec. Gewicht 1,042, das Kalkwasseraber nur das spec. Gewicht 1,0029 hat. Infolgedessen findet zwischen beiden Flüssig-keiten Diffusion statt. Diese wird vermieden, wenn man das Kalkwasser durch Zusatzvon 6 Proc. Kochsalz auf das spec. Gewicht 1,043 bringt. Die Aufbewahrungsgefässe sindgut zu versehliessen, damit Verdunstung vermieden wird. 2) Einlegen in Natron-wasserglas. Und zwar verdünnt man 1 Vol. käufliches Wasserglas mit 10 Vol. Wasser.Es dürfen nur ganz frische Eier eingelegt werden, welche zuvor in geschmolzenes Schweine-schmalz getaucht wurden, diese sollen sich aber bis zu '/, Jahr gut halten. 3) Ueber-ziehen mit Wachs, Paraffin, Oollodium, Gelatine, Wollfett.

Prüfung der Eier. Es ist natürlich sehr wichtig festzustellen, ob Eier frischsind oder nicht. Dazu kann man sich verschiedener Hilfsmittel bedienen:

1) Liegen nur wenige Eier zur Beurtheilung vor, so schlägt man diese einfachauf. Der Eidotter muss als scharf abgegrenzte Masse in dem Eiweiss schwimmen. Der

Dotter muss gelb bis orangegelb, das Eiweiss reinweiss bis gelblich weiss sein. Das aufgeschlagene Eidarf keinen unangenehmen Geruch verbreiten.2) Soll eine grössere Anzahl von Eiern beurtheiltwerden, so bedient sich der Eierhändler eines Eier-spiegels (Ovoskops). Der zuverlässigste Eierprüferist folgende Vorrichtung (Fig. 61): Man nimmt eineeinfache Petroleumlampe (Küchenlampe) und lässt sichvom Klempner einen cylindrischen Mantel ausSchwarzblech verfertigen, welcher um den Glas-cylinder auf die Lampe aufgesetzt werden kann. Inder Höhe der Flamme lässt man 14 ovale Ausschnittein dem Mantel anbringen, welche durch Schieber ver-deckt oder geöffnet werden können. Zum Gebraucheentzündet man die Lampe, setzt den Schwarzblech-cylinder auf und hält in einem verdunkelten Räumeein Ei nach dem anderen vor die ovale Oeffnung.Frisch gelegte Eier sind hell durchscheinend und habennur eine kleine Luftblase an der Spitze. Ganz un-durchsichtige Eier sind faul. Je trüber die Eier undje grösser die Luftblase ist, desto älter sind die Eierund desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass sieverdorben sind. 3) Bestimmung des spec. Ge-wichtes. Frische Eier haben bei 15° 0. das spec.Gewicht 1,07841,0942, im Mittel 1,087. Beim Lagern dunstet aus den Eiern etwasWasser ab, da sieh hierbei aber ihr Volumen nicht ändert, so werden sie specifisch leichter.Eier vom spec. Gewichte 1,06 sind etwa 8 Tage alt;Eier unter dem spec. Gewichte 1,05 sind 23 Wochen alt;Eier vom spec. Gewichte 1,015 stehen an der Grenze der Fäulniss.Zur Bestimmung des spec. Gewichtes der Eier stellt man sich grössere Mengen zweierKochsalzlösungen vom spec. Gewichte 1,05 (70 g NaCI in 1 Liter) bez. vom spec. Gewichte1,02 (30 g Kochsalz in 1 Liter) dar. Alle Eier, welche in der Lösung von 1,05 spec. Gew.untersinken, sind als unverdorben, die auf der Lösung von 1,02 spec. Gew. schwimmendendagegen als verdorben zu beurtheilen. Man thut gut, durch Aufschlagen von Stichproben

Fig. 61.Einfacher Eierspiegel nach B. Fischer.

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