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2 (1920)
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Ovum.

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Vitellum OTi. Yitellus ovi. Eigelb. Eidotter. Jaune d'oeuf. Tolk. Ist

eine dickflüssige, undurchsichtige, hlassgelbe bis orangefarbige Emulsion von müdem Ge-schmack and alkalischer Reaktion. Er enthält Eiweiss, eine als Vitellin bezeichneteEiweisssubstanz, Nudeln, Lecithin, Cholesterin, Fett, Farbstoff (Lutefn), kleine MengenGlukose, Spuren von Neuridin, Mineralstoffe. Die Mineralstoffe bestehen aus Natron, Kali,Kalk, Magnesia, Eisenoxyd, (Phosphorsäure), Kieselsäure. - Bei 80» C. gerinnt der Ei-dotter; wegen seines Gehaltes an Fett ist er aber im geronnenen Zustande nicht so ieat*ie das' geronnene Eiweiss. Das Gewicht eines Eigelbes beträgt 1618 g.

Das unveränderte Eigelb dient in der Pharmacie als Bindemittel für Oel-, Balsam-a Mz-, Kampferemulsionen, als flüssiges Nahrungsmittel bei vielen mit Sinken des Kräfte-*ustandes einhergehenden Krankheiten, auch als Cholagogum bei torpiden Zuständen4 « Leber.

Putamen ovi. Testa ovi. Eischale. Eierschale. Besteht aus 94-95 Proc.Calciumkarbonat, 2-3 Proc. Calciumphosphat, 3-4 Proc. organischer Substanz. Wird das^äparat im gebrannten oder gepulverten Zustande gefordert, so kann es durch ConchaePraeparatae ersetzt werden.

Albanien ovi. Ei-weiss. Weissei. Ist dick-

flüs:

sig, schlüpfrig, farblos

GelberDotter

Dotterhaltt

Eiweiss

Chcdaza/

SchotJenhctut

KallvschaU

ChaUfZCU

Fig. 60. Ein Hühnerei im Durchschnitt.

and geruchlos, von fademGeschmack, schwach alkä-isch und besteht aus 12bis 14 Proc. Eiweiss und8886 Proc. WasseT. DasEiweiss ist im wesentlichena 's Natriumalbuminat vor-banden. Ueber die chemi-schen Eigenschaften s. Bd. L,S. 197.

Durch heftiges Quir-len oder Schlagen wird dasEiweiss in einen dichten,

stehenden Schaum (Schnee) ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^_'erwandelt. Vermischt man diesen mit Zuckerpulver bis zur breiförmigen Konsistenz,so kann man diesen Brei durch Backen in einem heissen Ofenrohr in ein lockeresGebäck verwandeln. Dieses geschlagene Eiweiss benutzt man auch als Klärmittel.Man mischt diesen Schnee der zu klärenden Flüssigkeit zu und erhitzt diese auf etwa80° C. Das Eiweiss coagulirt und umhüllt während des Coagulirens die trübenden Be-standteile. Entfernt man während des Erhitzens die Eiweissgerinnsel mit einemSchaumlöffel, so wird die Flüssigkeit klar. Ist die Klärung nicht vollständig, bo las stm an erkalten (!), setzt der erkalteten Flüssigkeit von neuem Eiweiss zu und wiederholt4ie Procedur. Alkalische Flüssigkeiten lassen sich auf diese Weise nicht klären. In derPraxis setzt man den zu klärenden Flüssigkeiten häufig noch etwas Säure (Essig) zu, umdie Coagulation des Eiweisses vollständig zu gestalten.

Eiweiss wird vorzugsweise als Ernährungsmittel verwendet. In der Therapie dientes als Antidot bei Metallvergiftungen. Technisch werden die grössten Mengen zur Zeitbei der Fabrikation photographischer Papiere verbraucht.

Oleum ovorum. Oleum ovi. Eieröl. Huile d'oeuf (Gall.). Gelbeier werdenim Wasserbade unter Umrühren solange erwärmt, bis sie die Konsistenz einer Salbe an-genommen haben, und bis eine Probe, zwischen den Fingern gedrückt, fettes Oel hervor-treten lässt. Die Masse wird alsdann in Leinwand geschlagen und zwischen erwärmtenPressplatten ausgepresst. Das so gewonnene Oel lässt man im geschlossenen Gefässe aneinem warmen Orte absetzen und filtrirt es alsdann durch ein getrocknetes Füter im

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