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2 (1920)
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Nasturtium. Natrium.

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Nasturtium.

Gattung dei Cruclferae Sinapene Cardaminlnae.

Nasturtium Officinale R. Bl". Heimisch in Europa und dem nördlichen Asien,»uch in Amerika. Kahl, Stengel am Grunde kriechend und bewurzelt, hohl, Blätter ge-fiedert, Blättchen ausgeschweift und gekerbt, die seitenständigen sitzend, das endständigegestielt. Blüthe weiss, Blumenblätter länger als der Kelch. Fruchtstiele etwa so lang alsdie lineal-länglichen, gedunsenen, meist sichelförmig gekrümmten Schoten. Verwendungfindet das Kraut:

Herba Nasturtil. Herba Nasturtii aquatici. Herba Cardamines Brumiea-kresse. Wasserkresse. Cresson de fontaine (Gall.). Water cress.

Es riecht und schmeckt scharf und etwas bitterlich. Es verdankt den Geruch undGeschmack hauptsächlich dem Nitril der Phenylpropionsäure C,H 10 N.

Verwendung. Zuweilen zu den sogen. Frühlingskuren, hauptsächlich als Salat.

Aqua Nasturtil. Aus frischem, blühendem Kraut wie Aqua Cochleariae (Band I,8. 888, I).

Conserra Nasturtil. Au« frischem Kraut wie Conserva Conii (Band I, S. 947)«u bereiten.

Sirupus cum succo Nasturtil. Sirop de cresson (Gall.). 1000,0 frischen, durchErhitzen geklärten Brunnenkressensaft bringt man mit 1800,0 Zucker zum Sirup.

Succus Nasturtil. Suc de cresson (Gall.). Frische Blätter der Brunnenkressezerstösst man, presst den Saft aus und filtrirt ihn. Gilt als anregendes, harntreibendes,katarrhwidriges Mittel.

Natrium.

f Natrium metalliCUm. Natrium. Sodiuui. Na. Atomgeir. = 23.

Ein silberweisses, auf der frischen Schnittfläche stark glänzendes, bei mittlerer Tem-peratur wachsweiches, bei niederer Temperatur spröde werdendes Leichtmetall. Das speci-fische Gewicht ist bei 15° C. = 0,972. Es schmilzt bei 95,6° C. An der Luft oxydirtsich das metallische Natrium sehr rasch, die frische Schnittfläche wird bald blind und dieNatriumstücke umgeben sich mit Krusten von Natriumoxyd, bezw. Natriumhydroxyd, bezw.Natriumkarbonat. Beim Schmelzen an der Luft entzündet es sich und verbrennt mit gelberFlamme und unter Entwickelung ätzender Dämpfe zu Natriumoxyd Na,0. Bei Abschlussder Luft siedet es bei 742° C. und verwandelt sich dabei in einen farblosen Dampf(Kaliumdampf ist grün). Der Dampf giebt im Spektrum einen der D-Linie entsprechendenAbsorptionsstreifen. Auf kaltes Wasser geworfen, zersetzt es das Wasser mit grosserHeftigkeit unter Entwickelung von Wasserstoff (Fische halten die auf dem Wasser umher-fahrenden Natriumkugeln für brummende Insekten, verschlucken sie und gehen unfehlbarjämmerlich zu Grunde; deshalb werfe man Natriumabfälle niemals in Gewässer, welcheFische enthalten. B. Fischer). Wird Natrium auf heisses Wasser geworfen, so entzündetsich der Wasserstoff und verbrennt mit gelber Flamme.

In den Handel gelangt das metallische Natrium gewöhnlich in Barren, während dasKalium meist in die Form von Kugeln gebracht ist.

Aufbewahrung. Wegen der grossen Empfindlichkeit des Natriums gegen Sauer-stoff und Feuchtigkeit bewahrt man dasselbe in der Regel unter Petroleum, noch besserunter flüssigem Paraffin auf. Es überzieht sich in diesem allmählich zwar auch mit einerKruste von Natriumhydroxyd bezw. Natriumkarbonat, aber der Kern bleibt doch metallischblank. Zur Zeit wird das Natrium von den chemischen Fabriken auch nur mit festemParaffin überzogen versendet. Der Apotheker wird stets gut thun, seinen kleinenNatriumvorrath unteT Petroleum oder flüssigem Paraffin aufzubewahren und jede Möglich-keit fernzuhalten, dasszu dem so aufbewahrten Natrium Wasser hinzutreten kann.

Handb. d. pharm. Praxis. II. ^8