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2 (1920)
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Myrobalani.

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IV. Als fettliefernd kommen weiter in Betracht und gelangen gelegentlich nachEuropa: Myristica angolens'lS Welw. in Westafrika, enthält über 70 Proc. Fett.

Myristica BiCUhyba (Schott) Warb, in Brasilien, liefert durch Extraktionmit Aether 59 Proc., beim Pressen 45 Proc. Fett. Dasselbe besteht im wesentlichen ausden Glyceriden deT Myristinsäure und Oelsäure und wenig freien Fettsäuren. Myristicamlcrocephala Bl. in Westafrika, enthält in dem Samen 73 Proc Fett. Myristica peru-viana DC. in Mittelamerika ist fettreich. Myristica Sebifera Sw. in Mittel- undSüdamerika enthält in dem Samen 26 Proc. Fett. Myristica Slirinamensis Rol. inSurinam. Die Samen kommen zuweilen als afrikanische Oelnüsse oder Cuago-Nüssenach Europa. Sie liefern 60,0 Proc. Fett. CoeloCaryOtl (Myristica) PreUSSÜ Warb.>n Kamerun soll 72 Proc. Fett enthalten.

V. Durch Einschnitte in die Rinde liefern einen dem Kino (s. d.) ähnliehen Saft:

Myristica malabarica Lam., M. fragrans Houtt., M. glabra, M. succetlanea

Reinw. Das Produkt ist dem Malabar-Kino sehr ähnlich, enthält aber krystallinischesCalciumtartrat.

VI. Unter dem Namen Macisbohnen, Muscades de Calabash, gelangen zuweilennach Europa die Samen der Anonacee MotlOdora Myristica Dun. Heimisch in West-afrika, auf den Antillen kultivirt. Sie sind grau bis braun, 2,02,5 cm lang, 1,01,2 cmbreit, 56 mm dick. Das Endosperm ist durch in dasselbe eingedrungene Falten derinneren Samenschale in tief hinabisolierte Platten gespalten. Geruch und Geschmackgewtirzhaft, an Thymol erinnernd. Sie enthalten 25 Proc. ätherisches Oel und 6,22 Proc.fettes Oel.

Myrobalani

sind die gerbstoffreichen Früchte verschiedener zu den Combretaceen und Euphor-biaeeen gehörenden indischen Bäume.

1. Combretaceae.

Terminalia Chebnla Retz. liefert die Myrobalani Chebulae, von denen dieM. cltrinae, indicae, nigrae anscheinend nicht verschieden sind. Sie sind von dattel-bis birnförmiger Gestalt, 5 cm lang, 2,5 cm dick, längsrunzelig bis undeutlich fünfkantig,gelb, braun bis schwarz. Innerhalb einer weichen Schale, in der reichlich Gerbstoff,Stärke und Oxalat vorkommt, haben sie eine Steinschale, die einen Samen mit eingerolltenKotyledonen einschliesst.

Bestandtheile. Bis 45 Proc. Gerbstoff, Ellagsäure, Gallussäure, 3,5 Proc.Chebnlinsäure C M H 24 0. H 2 0.

Verwendung. Medicinisch werden sie kaum noch als Adstringens verwendet,technisch spielen sie als Gerb- und Farbmaterial eine nicht unbedeutende Rolle.

Terminalia Bellerica Itoxb. liefert die Myrobalani Bellericae. Sie sind rund,3 cm im Durchmesser.

2. Euphorbiaceae.

Phyllanthus Emblica Gärtner liefert die Myrobalani Einblicae. Die Fruchtist fast walnussgross, dreikantig und dreifächerig, in jedem Fach 23 Samen.

Hundt», d. pharm. Praxi» II.

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