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2 (1920)
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Myristica.

Fig. 48. Nach Busse.Bombay-Macis.

III. Myristica malabarica Lam. Heimisch in Vorder-indien. Der Samenkern ist bis 33 mm lang, bis 18 mm breit.Die Ruminationsstreifen dringen sehr tief in das Endosperm ein-Die Kerne verwendet man in Indien als Heilmittel gegen Kopf-schmerzen und als Aphrodisiacum. Das im Endosperm enthalteneFett (Poondy Oil) wird zu Einreibungen verwendet.

Bestandtheile. 29,6 34,2 Proc. Fett. Dasselbe hateinen Schmelzpunkt von 31 31,5° C. Verseifungszahl 189,4 bis191,4 Proc. Jodzahl 50,453,5. Das Fett enthält keine Myristin-säure. Aetherisches Extrakt (Fett und Harz) 61,8462,72 Proc.Asche 1,2321,299 Proc.

Wichtig ist der nicht aromatische Arillus, der seit einerReihe von Jahren als Bombay-Macis (in Indien Rämpatri) nachEuropa gelangt und zu] Verfälschung der Banda-Macis ver-wendet wird. Im unzerkleinerten Zustande sind beide leicht zuunterscheiden. Bombay-Macis ist länger, mehr cylindrisch, dieLappen rothbraun, viel schmäler und zerbrechlicher wie bei I.(Fig. 48.) Auch unter dem Mikroskop ergeben sich wesentlicheUnterschiede: die Zellen der Epidermis sind fast immer stark radialgestreckt, die Sekretzellen zahlreicher wie bei I und hellgelb bis leuchtend gelbroth. Nachunseren Erfahrungen kommt die letztere Farbe am häufigsten vor und es sind diese Oel-aellen resp. ihre Inhaltsklumpen im Pulver leicht aufzufinden. (Fig. 49.)

Zum chemischen Nachweis von Bombay-Macis im reinen Macispulver kommen folgende Reak-tionen in Betracht:

1) Proben der Pulver werden auf dem Objekt-träger mit einigen Tropfen 35 proc. Kalium chromat-lösung angerührt und allmählich bis zum Sieden er-hitzt. Bei Anwesenheit von Bombay-Macis erkenntman schmutzig-grüne oder -braune oder tiefrotbeKörper.

2) 3 g Macispulver werden mit 30 com ab-solutem Alkohol übergössen und nach wiederholtemUmschütteln nach 24 Stunden filtrirt: 1 ccm des Fil-trats wird mit der dreifachen Menge Wasser gemischtund mit 1 ccm einer lproc. Kaliumchromatlösung zumSieden erhitzt. Banda-Macis bleibt gelb, das Auftreteneines braunen Tones in der Flüssigkeit zeigt Bombay-Macis an. Oder man versetzt dieselbe mit Wasserverdünnte Menge mit einigen Tropfen Ammoniak undschüttelt um. Banda-Macis liefert eine rosarothe Flüs-sigkeit, 2 1 / 2 Proc. Bombay-Macis färben tieforange,5 Proc. gelbroth.

3) Gute Resultate giebt die Kapillaranalyse:Man taucht 15 mm breite Streifen Filtrirpapier 10 bis12 mm tief in den alkoholischen Macisauszug 30 Mi-nuten lang, hebt dann heraus, trocknet an der Luft,taucht schnell die ganzen Streifen in zum Sieden er-hitztes Barytwasser und trocknet sofort auf reinemFiltrirpapier. Bei reiner Banda-Macis ist die gefärbteZone auf dem Filtrirpapier blassröthlich, der obereGürtel bräunlichgelb. Ist Bombay-Macis zugegen, soerscheint die ganze Zone und der obere Gürtel mehroder weniger ziegelroth.

4) Eine Verfälschung mit Curcuma, die vor-Fig. 49. Nach Tschirch-Okstekle. kommen soll, erkennt man, abgesehen von dem mikro-

Querschnitt durch Bo ra ba y -Maci 8 . E P . Epi- skopischen Nachweis (Starke!) durch die Borsaurereak-aermen. o«. Oelzeiien Par. Parenchym. tion, die man auf dem »trafen anstellen kann (orange-gfb, Gefässbündel. roth, durch verdünnte Alkalien blau).

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