Mel.
303(vgl.
Ans den zerkleinerten und gerösteten Samen macht man KaffeesurrogateBand I, S. 905).
2) Die Maislieschen, das den Fruchtstand umhüllende Blatt, werden zu Papier ver-arbeitet. Besonders charakteristisch sind die auffallend breiten Epidermiszellen, sie messen30^90 p. Im übrigen gleichen die Elemente denen des Strohs etc. (Vgl. Band I, S. 1246.)
3) Die Sarben der weiblichen Blüthen.
Stigmata Maydis (Ergänzb.). Zea (U-St.). — Maisnarben. Maisgriffel. — Stig-mate de maus (Gall.). — Com silk.
Bestandtheile. 5,25 fettes Oel und eine farblose, krystallinische SäureMayzensäure.
Einsammlung. Die Maisnarben werden zur Blüthezeit vor der Bestäubunggesammelt, schnell im Schatten getrocknet und theils geschnitten für Aufgüsse, theils inein mittelfeines Pulver verwandelt, in gelben Hafengläsern oder dicht verschlossenenBlechbüchsen aufbewahrt.
Anwendung. Ein besonders in den wärmeren Ländern geschätztes Mittel gegenBlasenleiden (Blasenkrampf, Gries, Harnbeschwerden), das im Aufguss (1 1 täglich, s. Pti-sana de st. Maid.) oder als Fluidextrakt gebraucht wird.
Extractum Maydis stigmatum. Wird durch Ausziehen frisch gesammelter Griffelmittels 50proc. oder der getrockneten mittels 45proc. Weingeist und Eindampfen des Aus-zuges zum dicken Extrakt dargestellt. Gabe 0,2—0,6 mehrmals täglich.
Extractum Maydis Stigmatum fluidum (Ergänzb.). Extr. Zeae fluidum (Nat.form.). Maisnarben-Fluidextrakt. Fluid Extract of Zea. Ergänzb.: Aus 100 Th.mittelfein gepulverter Maisnarben und q. s. einer Mischung aus 3 Th. Weingeist und 7 Th.Wasser im Verdrängungswege. Man befeuchtet mit 35 Th., fängt die ersten 85 Th. fürsich auf und stellt 1. n. 100 Th. Fluidextrakt her. Man braucht etwa 400 Th. Lösungs-mittel. — Nat. form.: Mittels 41proc. Weingeist ebenso. — Gabe 1—2 g mehrmals täg-lich. Nach Mittheilungen von Pakke, Davis & Co. ist das aus den frischen Narbenbereitete Extrakt erheblich wirksamer, als das aus den getrockneten dargestellte.
Ptisana de stigmate ma'idis (Gall.). Tisane de stigmate de mais. 10 g Mais-narben, 1000 g siedendes destill. Wasser. Nach */ 2 Stunde durchseihen..
Sirupns Maydis stigmatum. 10,0 Maisnarben-Fluidextrakt, 90,0 Zuckersirup. Ineinem Tage zu verbrauchen.
Ustilago Maydis (D. C.) Tul. (Basidiomycetes — Hemibasidii - Ustilagi-neae). Ein auf allen Theilen der Maispflanze, besonders an den Fruchtständen auftreten-der Pilz, der an den Stengeln Beulen von Kindeskopfgrösse erzeugen kann und die Körnerzur Grösse von Kartoffeln aufschwellen lässt. Sporen kugelig oder elliptisch, gelbbraun,feinstachlig, 8—13 /* gross.
Ustilago Maydis. — Maisbrand. — Ergot du mais. — Corn Ergot. Com Smut.
Bestandtheile. Angeblich Sklerotinsäure und ein Alkaloid üstilagin, dasin Aether, Alkohol und Wasser sich löst und krystallinische Salze bildet.
Anwendung. Das daraus bereitete Fluidextrakt wird zu 0,6—1,5 g als blut-stillendes und wehenbeförderndes Mittel angewendet, es soll aber nach Kobekt unwirk-sam sein.
Yiehmastpulver von Geeqoey und Bataglia in Zug ist gepulverter Maissamen.
Mel.
Mel. Honig. Miel. Honey. Der von den Arbeitsbienen aus den verschiedenstenBlüthen aufgesaugte und in dem Honigmagen der ersteren verarbeitete Saft, welcher wiederin die Waben (Wachszellen) zum Zwecke der Ernährung der jungen Brut abgeschie-den wird.
Im Handel bezeichnet man den im Inlande gewonnenen Honig in der Kegel alsdeutschen Gartenhonig. Dieser steht höher im Preise als die ausländischen Sortennnd wird als Tafelhonig und zum pharmaceutischen Gebrauche verwendet. Je nach seinen