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Mays.
mit 300 ocm, fängt die ersten 850 com Perkolat für sich auf und stellt 1. a. 1000 ccmFluidextrakt her. Die Matiko-Extrakte werden besonders bei Erkrankungen der Harnwegeangewendet und theils für sich, theils mit Copaivabalsam oder Cubebenextrakt, am zweck-mässigsten in Gallertkapseln, genommen.
Injectio Matico (Münch. Vorschrift). Sirnpns Matico.
Matiko-Injektion. Matiko-Sirup.
Bp. Cupri sulfurici 0,25 Ep. Tincturae Matico 15,0
Aquae Matico 200,0 Sirupi Sacchari 85,0.
Glycerini 10,0. EsslOffelweise.
Injection vegetale au Matico, von Grimault & Co. in Paris (gegen Blasenkatarrh,Tripper, Weissfluss) ist eine Lösung von 0,2 Cupriacetat in 140,0 Matikowasser. (2,50 M.)
Matiko-Sirup, ebendaher: Ein Matikoblätter-Aufguss 1 : 7, worin man 9 Zuckerauflöst.
Tinctura Matico. Matikotinktur. Teinture ou Alcoole' de matico. U.-St.:Aus 100 g gepulverten Blättern (No. 40) und q. s. verdünntem Weingeist (41proc.) bereitetman, unter Befeuchten mit 100 ccm, im Verdrängungswege 1000 ccm Tinktur. — GalL:Aus 1 Th. grob gepulverten Blättern und 5 Th. 80proc. Weingeist durch lOtägige Maceration.
Oleum fOÜOrum MatiCO. Das gegenwärtig aus den Matikoblättern des Handelsgewonnene ätherische Oel hat ganz andere Eigenschaften als die früher dargestelltenOele, was aller Wahrscheinlichkeit nach auf verschiedene botanische Abstammung desDestillationsmaterials zurückzuführen ist (vergl. oben). Welches der beiden nachstehendbeschriebenen Oele für das echte Matikoöl angesehen werden muss, ist unentschieden.
1) Das frühere Matikoöl stellte eine dickliche, im Geruch an Cubeben undMinze erinnernde, schwach rechtsdrehende Flüssigkeit vom spec. Gew. 1,06—1,13 dar. Esenthielt Matikokampher, einen im hexagonalen System krystallisirenden, bei 94° C. schmel-zenden Körper, der die Ebene des polarisirten Lichts sowohl im krystallisirten, als auchim gelösten Zustande stark nach links dreht.
2) Das in neuerer Zeit gewonnene Matikoöl ist schwerer als Wasser, hat dasspec. Gew. 1,06—1,13, riecht nach Haselwurzöl und enthält als charakteristischen Bestand-teil das bei 62° C. schmelzende Asaron, C la H 16 O g .
Mays.
Zea Mays L. Familie der Gramineae — Maydeae. Heimisch in Amerika, durchdie Kultur weit verbreitet. Verwendung finden:
1) Die Früchte: Zusammensetzung derselben nach Kobnig: Wasser 13,35 Proc,Stickstoff Substanz 8,84—11,43 Proc, Fett 3,84—7,79 Proc, stickstofffreie Extrakt-stoffe 62,76—69,37 Proc, Holzfaser 1,67—4,16 Proc, Asche 1,39—2,09 Proc.
Man benutzt aus den Früchten: a) Die Stärke.
Amylum Maydis. Amylum Zeae. Amylum (Brit. Ü-St.). Maisstärke. — MaizeStarcli s. Band I. S. 294. 4.
b. das besonders im Embryo enthaltene fette Oel.
Oleum Maydis. — Maisöl. — Huile de mai's. Huile de papetons. — Maize oil.
Zur Gewinnung wird der Mais gemalzt, zerbrochen und durch Sieb- und andereVorrichtungen der Embryo vom Endosperm getrennt. Aus dem Embryo gewinnt mandurch Pressen 15 Proc Oel.
Beschreibung. Dasselbe ist hellgelb bis goldgelb und ziemlich dickflüssig. BeimVermischen mit Schwefelsäure soll es dunkelgrün werden, mit gleichen Theilen Schwefel-säure und Salpetersäure orange. Spec. Gew. 0,9243. Erstarrungspunkt—12° C. Verseifungs-zahl 198,8—203,0. Jodzahl 124,4—138,8.
Verwendung. Zur Herstellung von Seifen, aber auch zur Verfälschunganderer Oele.
Die Bückstände von der Fabrikation des Oeles, die Maisölkuchen, dienen algFuttermittel.