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2 (1920)
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351
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Manganum hyperoxydatum.

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Bildung von Jodstärke blaugefärbten Flüssigkeit. Nach der Gleichung Mn0 3 -)-4HCl =2H 2 0 + MnCL, -f Cl a zeigen 71 Th. Chlor = 87 Th. Mangansuperoxyd an. Daraus er-giebt sich ohne weiteres, dass 1 com */,. - Natriumthiosulfatlösung = 0,00435 g Mangan-superoxydlösung anzeigt.

Man erhält also den Procentgehalt x an freiem Chlor nach folgender Formel:

[a . 0,00435] . 100x= -

worin a die Anzahl der verbrauchten ccm , / 10 -Natriumthiosulfatlösuiig, s die Menge desangewendeten Braunsteins in Grammen bedeutet.

2) Oxydiraetriseh nach den Vereinbarungen der deutschen Sodafabrikanten:

Man wägt 1,0875 des feinst gepulverten und längere Zeit bei 100° C. getrocknetenBraunsteins ab, bringt ihn in einen mit BuNSEN'schem Kautschuk-Ventil versehenen Auf-lösungskolben s. Fig. 31, setzt hierzu (in 3 Pipettenfüllungen a '25 ccm)75 ccm von einer Lösung von 100 g reinem krystall. Ferrosulfat und100 ccm konc. Schwefelsäure mit Wasser zu 1 Liter gelöst, derenTiter mit der nämlichen Pipette gegenüber einer Halbnormal-Kalmm-permanganatlösung (15,820 g chemisch-reines Kaliumpermanganat inWasser zu 1 Liter gelöst) an dem gleichen Tage genau ermittelt wordenist. (Man verdünnt hierbei die zu prüfende saure Bisenlösung mit dem48fachen Volumen destillirten Wassers.) Alsdann verschlicsst manden Kolben mit seinem Ventilkork und erhitzt solange, bis der Braun-stein bis auf einen nicht mehr dunkel gefärbten Rückstand zersetzt ist.Während des Brkaltens muss das Ventil gut schliessen, was man amZusammenklappen des Kautschukröhrchens sieht. Nach völligem Er-kalten verdünnt man mit 200 ccm Wasser und titrirt mit der Kalium-permanganatlösung, bis beim Umschwenken die schwache Rosafarbenicht mehr augenblicklich versehwindet, sondern mindestens J / 2 Minutestehen bleibt (spätere Entfärbung wird nicht beachtet). Die jetztgebrauchte Menge wird von der den 75 ccm Eisenlösung entsprechen-den abgezogen. Von dem Reste entspricht jeder ccm 0,02175 g oder2 Proc. MnO a .

Prüfung. Ausser der Werthbestimmnng hat man den Braunstein noch auf dasVorhandensein oder auf einen Gehalt von Sulfiden (z. B. Antimonsulfid, mit dem er infolgeVerwechslung gemischt worden sein kann) zu prüfen. Der Brannstein wird nämlich häufigdem Kaliumehlorat zur Sauerstoffentwickelung zugesetzt. Und während eine Mischungvon Kaliumehlorat und Braunstein völlig gefahrlos ist, könnte eine solche, welche vielorganische Substanz oder Antimontrisulfid enthält, zu furchtbaren Explosionen führen.Man prüft wie folgt:

2 g des gepulverten Braunsteins sowie 5 g krystall. Oxalsäure werden in einemKölbchen mit einer Mischung von 5 ccm konc. reiner Schwefelsäure und 1520 ccm Wasser1 / 2 Tag lang auf dem Wasserbade erhitzt. Braunstein geht dabei in Lösung, währendKohle und Antimontrisulfid ungelöst bleiben.

Anwendung. DeT Braunstein findet therapeutisch nur höchst selten in Gabenvon 0,21,0 g Anwendung bei entzündlichen Fiebern, atonischen Diarrhöen, Chlorose.Aeusserlich als austrocknendes und heilendes Mittel bei verschiedenen Hautleiden inSalben mit 5 bis 10 Th. Fett.

Seine hauptsächliche Verwendung findet er zur Darstellung des Chlors, ferner zurEntfärbung des Glases.

Fig. 31.

Uliguentum aiitexanthemicnm Grille.Ep. Mangan! byperoxydati 10,0Adipis suilli 25,0.

Kitt für Dampfkessel, eiserne Röhren etc.Mastic-Serbat.

Ep. Mangani byperoxydati

Lithargyri praep. ää 50,0

Graphites laevigati 6,0

Vernisii Liui q. s.

Kitt für Dampfapparate nml Dainpfrohre.Ep.

100,012,0

Mangapi hyperoxydatiGraphitesCerussae

Minii ää 5,0

Boli albae 3,0

Vernisii Lini q. s. (18,0).

Man verarbeitet unter Erwärmen und ScbJagon

zum Kitt.

Chlorometrische Grade. In Frankreich versteht man unterChlorometrische-nGraden" des Braunsteins die Procente Mangansuperoxyd. Ein Braunstein von 75 ebloro-metrischen Graden enthält demnach 75 Proc. MnÜ 2 .