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Manganuni sulfuricura.
Manganum sulfuricum.
Blanganum sulfuricnm (Ergänzb.). Manganosulfat. Mangansulfat. Schwefel-saures Mangan(oxydul). Sulfate de oianganese (Gall.). Mangaui Sulfas (U-St.)-Vitriolus manganosus. Manganvitriol. MiiS0 4 -f- 4H 2 0. Mol. Gew. = 223.
Darstellung. Man rührt einen guten, hochproeentigen Braunstein mit konc.Schwefelsäure zu einem Brei und erhitzt diesen mittels eines Windofens in einem hessischenTiegel solange, bis weisse Dämpfe nicht mehr entweichen, d. h. bis die im Ueberschusszugesetzte Schwefelsäure nahezu vollständig entfernt ist. Alsdann lässt man erkalten, ziehtden Rückstand unter Erwärmen mit. der 4fachen Menge Wasser aus, filtrirt und prüft dasFiltrat durch Zusatz von Kaliumferrocyanidlö'sung auf Eisen. 1 ) Ist dieses abwesend, sokann man das Eiltrat direkt durch Eindampfen, Koncentriren und durch weiteres langsamesAbdunsten bei 20—30° C. zur Krystallisation bringen. Ist dagegen Eisen noch in Lösung,so versetzt man den nicht filtrirten wässerigen Auszug mit einem massigen Ueberschussvon frisch gefälltem (und gut ausgewaschenem) Manganokarbonat und erwärmt solange,bis eine Probe des Filtrats sich als eisenfrei erweist. Das eisenfreie Filtrat wird wievorher weiter verarbeitet. — Die ausgeschiedenen Krystalle werden zwischen Filtrirpapierabgetrocknet und in gut zu verschliessende Gefässe gebracht.
Eigenschaften. Die Krystallform und der Wassergehalt des Manganosulfatswechseln nach der Temperatur, bei welcher die Abscheidung des Salzes stattfand. Diezwischen 20 und 80° C. entstehenden Krystalle sind blassrothe, rhombische Prismen, welchein 0,8 Th. Wasser löslich, in Weingeist unlöslich sind. Die Krystalle verwittern an derLuft. — Die wässerige Lösung ist neutral. Sie giebt mit Baryumchlorid einen weissen,in Salzsäure unlöslichen, auf Zusatz von Ammoniak, Ammoniumchlorid und Schwefelwasser-stoffwasser einen fleischrothen Niederschlag.
Prüfling. 1) Die wässerige Lösung soll weder durch Schwefelwasserstoffwasserverändert (fremde Metalle), noch durch Kaliumferricyanid blau gefärbt werden (Eisenoxydul-salz). — 2) Wird aus der wässerigen Lösung das Mangan durch Ammoniumkarbonat-lösung völlig ausgefällt, so soll das Filtrat nach dem Eindampfen einen feuerbeständigenRückstand nicht hinterlassen (Magnesiumsalze und Salze der Alkalien). — 3) Die Lösungvon 1 g Manganosulfat und 1 g Natriumacetat in 20 cem Wasser darf nach Zusatz einigerTropfen Essigsäure durch Schwefelwasserstoffwasser nicht getrübt werden. (Weisse Trübung= Zinksulfid.) — 4) 1 g des krystall. Manganosulfats soll beim schwachen Glühen 0 665bis 0,678 g des wasserfreien Salzes hinterlassen. Die obige Formel verlangt einen Rück-stand von 67,7 Proc.
Aufbewahrung. In gut verschlossenen Glasgcfässen, um das Verwittern derKrystalle zu verhindern.
Anwendung. Das Manganosulfat wird in der nämlichen Weise therapeutisch an-gewendet wie das Mangankarbonat. Ausserdem dient es zur Herstellung galenischer undchemischer Mangan-Präparate. Man giebt es bei Leiden der Milz, Leber, ferner bei Gichtzu 0,2—0,4—0,6 mehrmals täglich; äusserlich in Salben gegen verschiedene Haut-krankheiten.
Manganum sulfuricum siecum. Entwässertes Manganosulfat. 100 Th. krystalli-sirtes Manganosulfat werden zerrieben und zunächst in trockener Luft zum Verwitterngebracht, alsdann im Wasserbade bis zum konstanten Gewichte ausgetrocknet. Man erhältbo ein fast weisses Pulver mit einem Stich ins Röthliche, von der ZusammensetzungMnSO t + H 2 0.
Hixtnra anticterlca Goolden. Mangan! sulfurici cryst.
Ep. Mangan: sulfurici cryslallisati 5,0 Natrii mrboai(i oryst
Aquae destillatae 100,0. Sacchari albi
Stündlich '/, bis >/i Esslöffel bei Icterus mit Eadicis Althaeae q. s.
mangelhafter Gallenabsonderung. M(m bereite nach Apt der BLADD , schcn ein „ pi „ cn .
Pilnlae antichloroticae Pätreqüin, masse und forme 150 Pillen, die mit Zimmt be-
Rp. Ferri sulfurici crystallisati 7,5 streut werden.
2,5
12,05,0
') Man beabsichtigt, nach dieser Vorschrift das Eisen als unlösliches basisches Ferro-sulfat abzuscheiden.