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2 (1920)
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349
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Manganum hyperoxydatum.

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der Chlorentwickelung kann man das Manganchlorür leicht gewinnen, indem man durchEindampfen der Laugen zunächst die freie Salzsäure entfernt, alsdann den Salzrückstandin Wasser löst, und die filtrirte Lösung mit einem Ueberschuss von Mangankarbonat einigeZeit erhitzt, bis eine abfiltrirto Probe durch Kaliumferrocyanid nur weiss, nicht mehrbläulich gefällt wird. Man filtriTt, säuert das Filtrat schwach mit Salzsäure an und bringtes durch Eindampfen zur Krystallisation.

Eigenschaften. Manganochlorid krystallisirt aus der wässerigen Lösung mit4 Mol. H0 in röthlichen, feucht aussehenden Tafeln. Es ist stark hygroskopisch und inWasser leicht löslich, bei 15° C. etwa im Verhältniss von 1 : 1. Auch in wasserhaltigemAlkohol ist es löslich. ' Die verdünnte wässerige Lösung ist fast farblos, die koncen-trirtere blassröthlich, die alkoholische grünlich. Der Geschmack ist bitterlich-styptisch,scharf, hintennach salzig.

Prüfung. Die wässerige, mit einigen Tropfen Salzsäure sauer gemachte Lösungverhält sich g'egen Bcagentien wie die salzsaure Lösung des reinen Manganokarbonats{siehe S. 347).

Aufbewahrung. In dicht geschlossenen Glasgofässen. Das durch Eindampfenbis zur Trockne gewonnene Salz hält sich gut.

Anwendung. Man giebt es verliältnissmässig selten für sich oder in Verbindungmit Eisen zu 0,10,20,4 zwei- bis viermal täglich in Lösung, Pillen etc., äusseriieh inLösung zu Mund- und Gurgelwässern (1,05,0 auf 100,0 Wasser, schleimige Flüssigkeiten)''ei syphilitischen, skorbutischen Rachengeschwüren.

Cuttae haemostaticae Osborn.Rp. Mangani chlorati 5,0

Spiritus diluti 20,0.

Bei heftigem Nasenbluten */ 4 stündlich 1015 Tropfen,

de

Manganum hyperoxydatum.

-Manganum hyperoxydatum (Ergänzb. Helv.). Bioxyde de manganese (Gall.).Mangani Dioxidum (TJ-St). Manganum peroxydatum. Manganum oxydatuin nativurn.Mangansuperoxyd. Mangandioxyd. Braunstein. Mn0 2 . Mol. Wew. = 87.

DeT Braunstein oder Pyrolusit ist das wichtigste, und in den grössten Mengenvorkommende Mangan-Mineral. Er wird gefunden im Erzgebirge, Harz und Thüringen,an der Lahn, in Mähren, Spanien und Kapland, seltener krystallisirt in stahlgrauenfbombischen Säulen, gewöhnlich in derben oder faserig-strahligen Massen vom spec.Gew. 4,75,0.

In den Handel gelangt der Braunstein entweder als derbe Massen von der Grösseeiner Wallnuss bis Faustgrösse oder als ein grobes Pulver.

Eigenschaften. Guter Braunstein stellt grauschwarze bis stahlgraue, derbe odeifaserig-strahlige Massen dar, welche auf Papier schwarzgrau abfärben, und zerrieben eingrauschwarzes, stumpfes Pulver liefern, während andere Manganerze (welche nicht ausMangandioxyd bestehen) einen braunen Strich und ein mehr oder weniger bräunlichesPulver geben.

In Wasser und in Alkohol ist Braunstein unlöslich. Von Schwefelsäure (auch vonkoncentrirter) wird er in deT Kälte nicht angegriffen, ebenso nicht von Salpetersäure.Beim Erhitzen mit konc. Schwefelsäure entsteht unter Entwickelung von Sauerstoff = Man-ganosulfat. Von starker Salzsäure wird er in der Kälte zu Mangantetrachlorid MnCL.gelöst, welches beim Erwärmen in Manganchlorür MnCI 2 und freies Chlor Cl a gespaltenwird. Bei Gegenwart leicht oxydirbarer Substanzen wie Oxalsäure, Zucker, Formaldehyd1. a. m. wird der Braunstein auch von verdünnten Mineralsäuren schon in der Kälte ver-hältnissmässig leicht zu den entsprechenden Manganoxydulsalzen gelöst. Beim Erhitzengiebt das Mangansuperoxyd '/» seines Sauerstoffs ab unter Uebergang in Manganoxyduloxyd3MnO, = Mn,0 4 + 0 8 .