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2 (1920)
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Manganum chloratum.

Metalle. — 2) Die mit Schwefelwasserstoff gesättigte Lösung giebt nach reichlichem Zu-satz von Natriumacetatlösung keine weisse Trübung (Abwesenheit von Zink). — 3) Diesalzsaure Lösung färbt sich auf Zusatz von Galläpfeltinktur nicht violett oder dunkelfarbig(Abwesenheit des Eisens). — 4} Sie bleibt ferner mit reichlicher Menge Ammoniumchloridund darauf mit Ammoniakflüssigkeit im Ueberschuss versetzt klar (Abwesenheit der Thon-erde), ebenso auf darauf folgenden Zusatz von Ammoniumoxalat (Abwesenheit von Kalkerde).

Aufbewahrung. Ueber diese ist nichts zu bemerken.

Anwendung. Die Anwendung des Mangankarbonats beruht auf der Annahmeeiniger Physiologen, dass Mangan ein normaler Bestandteil des Blutes sei und zu denblutbildenden Stoffen gehöre. Diese während der letzten Jahre wieder in Aufnahme ge-kommene Ansicht lässt also kleine Mengen von Manganpräparaten zur Unterstützung derBisenmittel nehmen. In den Magen gebracht, wird das Mangankarbonat gut vertragen,wegen der Dosirung ist daher wenig zu bemerken. Man giebt es zu 0,2—0,4—0,6 g;mehrmals täglich, gewöhnlich mit Eisenpräparaten zusammen.

Manganum tannicum,Rp. Mangani carbonici 4,0Acidi tannici 7,0

Aquae destillatae 5,0.

Man mischt und bringt die Mischung im Wasser-bade zur Trockne.

Pllulae Ferrl et Mangani carboniciHannos, Bukin.Ep. Ferri sulfurici cryst. 10,0

Mangani sulfurici cryst, 3,5Kalii carbonici 10,0

Sacchari albi 3,0

Radicis Althaeae q. 8.

Man bereitet eine Masse nach Art der BLAUD'schenund formt 150 Pillen, die mit Zimmtpulver zubestreuen sind. Bei Chlorose, Anämie.

Pulvis »erophorus ferro-manganatus.

Poudre gazogene f erro-manganeuseBukin.Rp. Ferri sulfurici sicci ' 5,0Mangani sulfurici sicci 3,0Natrii bicarboniciSacchari albi

Acidi tartarici ää 10,0.

Dreimal täglich */, Theelöffel in Wasser oder Weinzu nehmen.

Erkennung und Bestimmung. Die Oxydulsalze des Mangans leiten sich vomManganoxydul MnO ab. Sie sind blassroth gefärbt und zeigen folgendes Verhalten:

1) Kalihydrat oder Natronhydrat fällen weissliches Manganohydroxyd Mn(OH) twelches an der Luft rasch Sauerstoff aufnimmt und in braunes Manganosuperoxydhydratübergeht. — 2) Eine Lösung eines Mangansalzes, welche Ammoniumchlorid enthält, wirddurch Ammoniak zunächst nicht gefällt. Infolge Aufnahme von Luftsauerstoff scheidet sichaber braunes Mangansuperoxydhydrat aus. — 3) Natriumkarbonat fällt weisses oderblassröthliches Manganokarbonat MnOO a — 4) Ammoniamsulfid fällt fleischfarbiges Mangano-sulfid MnS. — 5) Die Phosphorsalzperlo wird in der Oxydationsflamme violett gefärbt, inder Reduktionsflamme farblos. — 6) Alle Manganverbindungen geben beim Schmelzenmit Soda und Salpeter eine intensiv grüne Schmelze. (.Beweisende Reaktion.)

Man bestimmt das Mangan in der Regel als Manganoxyduloxyd. Und zwar fälltman Lösungen, welche weder Ammonsalze noch Salze organischer Säuren enthalten, mitNatriumkarbonat, wäscht das gefällte Manganocarbonat aus und glüht es im Platintiegelan derLuft. Bei Gegenwart von Ammonsalzen fällt man das Mangan zunächst durchAmmoniumsulfid als Manganosulfid, wäscht dieses mit einer dünnen Natriumsulfidlösung aus,löst es alsdann in Salzsäure, fällt das Mangan aus der durch Erhitzen von Schwefelwasser-stoff befreiten Lösung mit Natriumkarbonat und führt das ausgewaschene Manganokarbonatdurch Glühen an der Luft in Manganoxyduloxyd Mn 3 0 4 über. Es ist beachtenswerth, dassalle Oxyde des Mangans und alle Mangansalze mit in der Hitze flüchtigen Säuren beimGlühen an der Luft in Manganoxyduloxyd Mn 3 O t übergehen.

Manganum chloratum.

Manganum chloratum. Manganochlorid. Manganchlorür. Chlorure demanganese. Mangani Chloriduin. MnCL. -f 4H 3 0. Mol. Gew. = 108.

Darstellung. 1) Man übergiesst 10 Th. reines Mangankarbonat mit 50 Th. destil-lirtem Wasser und fügt allmählich, unter Umrühren, zuletzt unter Erwärmen, 25,5 Th.Salzsäure von 25 Proc. hinzu. Die Lösung wird flltrirt, das Filtrat durch Eindampfeneingeengt und an einem kühlen Orte zur Kristallisation gebracht. Die Krystalle werdendurch Wälzen auf Fliesspapier abgetrocknet. — 2) Aus den salzsauren ManganlaugeD von