Lithium bromatum.
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reagirenden Salzrückstand. Die salzsauie Lösung desselben ertheilt der nicht leuchtendenFlamme intensiv karminrothe Färbung.
Prüfung. 1) Die wässerige Lösung (1 == 20) werde weder durch Baryumchlorid(Sulfate), noch nach Zusatz von Ammoniakflüssigkeit durch Schwefel Wasserstoff wasser(Metalle) oder Ammoniumoxalatlösung (Kalk) verändert. 2) Säuert man 5 ccm der wässe-rigen Lösung mit Salpetersäure an, löst die ausfallende Benzoesäure durch hinreichendenZusatz von Alkohol und fügt einige Tropfen Silbernitratlösung hinzu, so darf nur einegeringe, opalisirende Trübung entstehen (Chlor). — 3) Mit konc. Schwefelsäure Übergossen,darf sich das Salz nicht färben, andernfalls enthält es organische Verunreinigungen, welchedurch konc. Schwefelsäure verkohlt werden. — 4) Wird der Glührückstand von 0,3 g Lithium-benzoat in 1 ccm Salzsäure gelöst und die filtrirte Lösung zur Trockne verdampft, so mussder trockne Salzrückstand in 3 ccm Weingeist klaT löslich sein. Ungelöst bleibende An-theile können aus Natriumchlorid oder Kaliumchlorid bestehen.
Aufbewahrung. In gut verschlossenen Gefässen. Anwendung. In Gaben von0,3—0,5—1,0 drei- bis viermal täglich bei Krankheiten, welche mit harnsaurer Diathesezusammenhängen, z. B. bei Gicht und Uratsteinen. Die Anwendung der Lithiumsalze gehtvon der Ueberlegung aus, dass das harnsaure Lithium ein verhältnissmässig leicht löslichesSalz der Harnsäure ist. Man beabsichtigt also, die Harnsäure durch Darreichung vonLithiumverbindungen in ein leicht lösliches Salz zu verwandeln und hierdurch aus demOrganismus herauszuschaffen.
Lithium bromatum.
Lithium bromatum (Ergänzb.). Lithii Broniidum (U-St.). Bromure de Lithium(Gall.). Lithiumbromid. Bromlithium. Bromwasserstoffsaures Lithium. LiBr.Mol. Gew. = 87.
Darstellung. 1) Man rührt in einer Porcellanschale 11,5 Th. trocknes Lithium-karbonat mit ca. 30 Th. destillirtem Wasser an und fügt allmählich unter Umrühren, zumSchluss unter Erwärmen, 100 Th. Bromwasserstoffsäure von 25 Proc. HBr hinzu. DieLösung muss nach dem Austreiben der Kohlensäure durch Erwärmen gegen Lackmuspapierschwach sauer reagiren. Man filtrirt, dampft zur Trockne ein und trocknet bei120° C. einige Zeit nach. Ausbeute ca. 27 Th. — 2) Man stellt aus 300 g Wasser, 80 gBrom und 30 g Eisenpulver eine Ferrobromidlösung dar. Man übergiesst das Bisenpulvermit dem Wasser und setzt das Brom nur in kleinen Antheilen zu. In die filtrirte underhitzte Lösung trägt man ebenfalls in kleinen Antheilen 37,5 g Lithiumkarbonat ein.Die in einer Flasche befindliche Mischung wird häufig mit Luft durchschüttelt, schliesslichnach dem Erkalten und Absetzen filtrirt, worauf das Filtrat zur Trockne verdampft wird.Ausbeute ca. 87 g.
Eigenschaften. Ein weisses, an der Luft leicht zerfliessliches Krystallpulver ohneGeruch, von salzigem, schwach bitterlichem Geschmacke, löslich in 0,6 Th. kaltem oder in0,3 Th. siedendem Wasser, leicht löslich in Alkohol, auch in Alkohol-Aether. Die wässerigeLösung ist neutral. — Das Salz ertheilt der nichtleuchtenden Flamme eine karminrotheFärbung. Die wässerige Lösung wird durch Silbernitrat gelblichweiss gefärbt; der Nieder-schlag ist unlöslich in Salpetersäure, schwerlöslich in Ammoniak. Versetzt man die wässerigeLösung mit einigen Tropfen Chlorwasser und schüttelt mit Chloroform aus, so färbt sichletzteres infolge Aufnahme von freiem Brom braungelb.
Prüfung. 1) Das Lithiumbromid sei faTblos, die wässerige Lösimg sei neutral.Gelbfärbung könnte von freiem Brom, saure Reaktion von freier Brom wasserstoffsäure,alkalische Reaktion von Alkalien herrühren. — 2) Die wässerige Lösung (1 = 50) werdeweder durch Baryumnitratlösung (Sulfate), noch nach Znsatz von Ammoniakflüssigkeitdurch Schwefelwasserstoffwasser (Metalle, wie Eisen, Blei, Kupfer) oder Ammoniumoxalat-lösung (Kalk) verändert. — 3) Werden 5 ccm der wässerigen Lösung mit 1 TropfenFerrichloridlösung vermischt, so darf zugesetzte Stärkelösung nicht blau gefärbt worden