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Lithium carbonicum.
(Jodide). — 4) Löst man 3 g des bei 105° C. scharf getrockneten Lithiumbromids inWasser zu 100 ccm auf, so sollen 10 ,ccm dieser Lösung nach Verdünnung mit etwa30 ccm Wasser und nach Zusatz von 3—4 Tropfen Kaliumchroniatlösung nicht mehr als35,4 ccm 1 /, 0 -Normal-Silbernitratlösung bis zur bleibenden Köthung verbrauchen. EinMehrverbrauch zeigt einen Gehalt an Chloriden an (vergl. Kalium bromatum S. 177). DieMenge von 35,4 ccm '/„j-Normal-Silbemitratlösung wird von einem chlorfreien Prä-parat verbraucht.
Aufbewahrung. Das Salz ist sehr hygroskopisch; es werde daher in kleinenGefässen aufbewahrt, deren Stopfen mit Paraffin überzogen werden. Die Aufbewahrungerfolgt zweckmässig im Kalk-Trockenschranke.
Anwendung. Das Salz wird wegen des hohen Bromgehaltes angewendet. Es sollin manchen Fällen besser vertragen werden und besser wirken als Kaliumbromid. Mangiebt es an Stelle von Kaliumbromid als Hypnoticum, bei Neurosen, Hysterie, in Gaben von0,25—1,0 g mehrmals täglich und zwar in Lösung.
Ellxir MtMi Bromldl (Nat. form.).Ep. Lithii bromati 85,0
Acidi citrici 4,0
Elixir aromatici q. s. ad 1,0 L
Lithium carbonicum.
Lithium carbonicum (Austr. Germ. Helv.). Lithii Carbonag (Brit. U-St.). Car-bonate de lithine (Gall.). Lithiumcarbonat. Lithonum carbonicum. Kohlensaures Li-thium. Li 2 C0 3 . Mol. Gew. = 74.
Darstellung. Das Lithiumkarbonat wird aus einigen Mineralien, z. B. Lepidolithund Triphyllin, in chemischen Fabriken durch ziemlich komplicirte Verfahren abgeschieden.Es ist diejenige Verbindung, welche im grössten Maassstabe dargestellt wird, und welcheals Ausgangsmaterial zur Bereitung der übrigen Lithiumverbindungen dient. Die Darstellungim pharmaceutischen Laboratorium ist fast unausführbar.
Eigenschaften. Ein weisses, krystallinisches, lockeres Pulver ohne Geruch, vonSchwach alkalischem Geschmacke und alkalischer Reaktion. Es löst sich in etwa 80 Th,kaltem odeT 140 Th. siedendem Wasser, ist also in kaltem Wasser löslicher als in heissem;in Alkohol ist es unlöslich. Von Säuren wird es unter Entbindung von Kohlensäure undunter Bildung der entsprechenden Salze leicht gelöst. Vertheilt man es im Wasser undsättigt diese Mischung mit Kohlensäure, so geht Lithiumbikarbonat in Lösung (eine solcheLösung enthält etwa 5 Proc. Lithiumkarbonat als -Bicarbonat gelöst). Erhitzt man diefiltrirte Lösung des Bikarbonats, so fällt unter Abspaltung von Kohlensäure wieder Lithium-karbonat aus. Wird Lithiumkarbouat geglüht, so schmilzt es; gleichzeitig entweicht einTheil der Kohlensäure. Die Schmelze erstarrt zu einer krystallinischen Masse, welche ausLithiumkarbonat und Lithiumoxyd besteht. Eine vollständige Ueberführung des Lithium-karbonats in Lithiumoxyd ist auf diesem Wege aber nicht möglich. Uebrigens werdenPlatingefässe durch eine solche Schmelze stark angegriffen. — Kocht man Lithiumkarbonatlängere Zeit mit Wasser, so wird gleichfalls etwas Kohlensäure abgegeben und die Lösungenthält kleine Mengen von Lithiumhydroxyd LiOH.
Prüfung. 1) Wesentlich ist, dass das Lithiumkarbonat sich erst in 80 Th. Wasservon gewöhnlicher Temperatur löst; erheblich leichtere Löslichkeit' würde eine Verunreinigungdurch Natrium- oder Kaliumkarbonat wahrscheinlich machen. — 2) Man löse 1 Th.Lithiumkarbonat in Salpetersäure und verdünne die Lösung mit Wasser bis auf 50 Th.Diese Lösung darf weder a) durch Baryumnitrat (Sulfate), noch b) durch Silbernitrat-lösung (Chloride) und, nachdem sie mit Ammoniakflüssigkeit übersättigt worden ist»weder c) durch Schwefelwasserstoffwasser (schwarzerN. = Eisen, fleischfarbiger=Mangan),noch d) durch Ammoniumoxalatlösung (Calci um salze) verändert werden. — 3) Man löse