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2 (1920)
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Lippia. Lithium benzoicum.

Thoklet's Lactifer, ein Vieh-Nährpulver, besteht aus "Weizen- und Leinsamenmehl,Fenchel, Bockshornsamen, Natriumbikarbonat, Sussholz und Kreide.

Universalmittel gegen Rheumatismus und Diphtherie von Pochleb aua Gräfenberg

ist gereinigtes Leinöl.

d) Ueber die Paser des Lein vergl. Bd. I, S. 1243.

Lippia.

Gattung- der VerbenaoeaeVerbenoideaeLantaneae.

I. Lippia C'ltriodora (Lam.) Kunth. Heimisch in Südamerika, vielfach seinesWohlgeruches wegen kultivirter Strauch. In Südamerika trinkt man den Aufguss derBlätter wie Thee, verordnet sie auch arzneilich. In Prankreich sind die Blätter officinell.

Folia Aloysiae. Feuille de Verveine odorante (Gall.). Die Pflanze liefert dasechte Verbenaöl. Die Blätter enthalten davon 0,09 Proc. Spec. Gew. 0,9. Es dreht 12° 38' und enthält 35 Proc. eines Aldehyds. An seiner Stelle ist häufig das Oel vonAndropogon citratus D. C. im Handel (vergl. Bd. I, S. 304).

II. Lippia dlllc'lS Trevir. (Lippia mexicana). Heimisch in Columbia, Central-amerika und auf Cuba. Die Blätter oder die ganze blühende Pflanze verwendet man gegenAsthma, Husten, Bronchitis u. s. w., sie soll in grossen Dosen brechenerregend und ein-schläfernd wirken.

Bestandthelle. Verbenagerbstoff, ein dem Quercetin" verwandter Körper,Lippiol, ein kampherartiger Körper von aromatisch bitterem Geschmack, Träger derWirkung, ätherisches Oel.

III. Lippia nodiflora Rieh. Das Dekokt verwendet man gegen Verdauungs-beschwerden, das von L. adoötisis Höchst, gegen Fieber und als Diaphoreticum.

Lithium benzoicum.

Lithium benzoicum (Ergänzb.). Lithii ISenzoas (U-St.). Benzoate de Lithine(Gall.). Lithonum benzoicum. Lithiumbcnzoat. Benzoesäure» Lithium. C 6 H 5 C0 2 Li.Mol. Gew. = 128.

Darstellung. Man bringt in eine Porcellanschale 30,3 Th. trocknes Lithiumcarbonat,verrührt dasselbe mit 300 Th. destillirtem Wasser und giebt nun in kleinen Antheilen,unter schwachem Erwärmen auf dem Dampfbade und unter Umrühren allmählich 100 Th.Benzoesäure (Acidum benzoicum e Toluolo, s. Bd. I, S. 15) hinzu. Nach erfolgter Auf-lösung filtrirt man rasch durch einen Warmwassertrichter und dampft entweder ein, bisman eine Salzmasse erhält, welche bei 3035° C. vollständig ausgetrocknet und dann zer-rieben wird, oder man dampft bis zum Gesammtgewicht von 250 Th. ein, lässt krystallisirenund trocknet die Krystalle bei gewöhnlicher Temperatur auf porösen Unterlagen. Aus-beute 104105 Th.

Eigenschaften. Ein weisses Salzpulver oder dünne glänzende Schüppchen, speeifischleicht, etwas fettig anzufühlen, luftbeständig, geruchlos oder von schwach henzoeartigemGerüche, von kühlendem, süsslichem Geschmacke und von neutraler oder schwach saurerKeaktion. Es löst sich in 3 Th. kaltem oder 2 Th. siedendem Wasser oder 10 Th. Alkoholvon 90 Proc. Die wässerige Lösung (1 = 10) giebt auf Zusatz von Salzsäure einenBrei weisser, glänzender Krystalle. Letztere lösen sich in heissem Wasser, ferner auch inder Kälte leicht in Aether. Die wässerige Lösung giebt beim Versetzen mit Ferrichlorid-lösung einen rehbraunen Niederschlag von Ferribenzoat. Beim Erhitzen schmilzt das Salzzunächst, in höherer Temperatur verkohlt es unter Ausstossung leicht entzündlicher undaromatisch riechender Dämpfe (von Benzol) und hinterlässt alsdann einen weissen, alkalisch