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2 (1920)
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Linum.

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behaartem Stengel, ungestielten, ganzrandigen, am Bande zurückgerollten, dreinervigenBlättern und dichten Trauben grosser gelber Blüthen.

Verwendung findet das blühende Kraut:

Herta Linariae (Ergänzb.). Herta Antirrtini. Herta cum floribus Antirrtini.Herta Osyridis. Leinkraut. Frauenflachs. Wilder Flachs. Gelbes Löwen-maul. Linaire. Wild-flax. Common Toad-flax.

Als Bestanätheile werden wenig bekannte Körper genannt: Linarin, Lina-racrin, Linaresin und Linarosmin.

Einsammlungszeit: Juni bis August.

Es findet nur noch Verwendung zur Bereitung einer Salbe:

Unguentum Linariae (Ergänzb.). Leinkrautsalbe. Leinsalbe. Flachs-salbe. Hämorrhoidalsalbe. Ergänzb.: 2 Th. grob gepulvertes Leinkraut stellt man,mit 1 Th. Weingeist befeuchtet, einige Stunden in die Wärme, erhitzt mit 10 Th. Schweine-schmalz im Wasserbade, bis der Weingeist verjagt ist, presst und filtrirt durch Papier.E. DrETEBicH verwendet 1,5 Th. Weingeist und setzt demselben auf 150 g 5 g Ammoniak-flüssigkeit zu. Die grüne Farbe der Salbe wird dadurch schöner. Man stellt die Salbe auchaus dem frischen Kraut dar, indem man 1 Th. desselben zerstösst und mit 2 Th. Schweine-schmalz bei massiger Hitze kocht, bis alle Feuchtigkeit verdunstet ist, presst und filtrirt. Wird nur noch selten für sich oder mit narkotischen Extrakten gemischt, bei schmerz-haften Hämorrhoidalleiden gebraucht.

Linum.

Gattung der LinaceaeEnlineae.

Linum USitatiSSimum L. Vielleicht in den Kaukasusländern heimisch, seit sehrlanger Zeit durch die Kultur weit verbreitet. Einjährige (nur in wenigen Formen zwei-jährige) Pflanze mit aufrechtem, kahlem Stengel und spitzen, kahlen, graugrün bereiftenBlättern. Blüthe fünfzählig, Korolle himmelblau, Kronblätter spateiförmig, Staubbeutelblau. Frucht eine 67 mm im Durchmesser haltende kahle Kapsel mit 5 Fächern und5 falschen Scheidewänden, so dass die Frucht dadurch zehnfächerig erscheint, in jedemFach ein Same. Man unterscheidet zwei Formen: a) vulgare, den Dreschlein, dessenKapseln sich nicht von seihst öffnen, der daher ausgedroschen werden muss, undb) crepitans, den Springlein, dessen Kapseln von selbst loculicid und septicid auf-springen.

Verwendung finden: a) die Samen:

Semen Lini (Austr. Germ. Helv.). Linum (Brit. U-St). Leinsamen. Flachs-samen. Haarlinsen. Semence de Un (Gall.). Graine de lin. Linseed. Flaxseed.

Beschreibung. Der Same ist eiförmig, flach, scharfrandig, an einem Pole ge-rundet, am anderen (dem Mikropylarende) etwas eingedrückt und benabelt, gegen 5 mgschwer. Die Schale ist braun oder gelblich, glatt, spröde und umschliesst in einem dünnenEndosperm den Embryo mit zwei dicken, flachen Kotyledonen und dem dicken Würzelchen.

Die Samenschale zeigt folgende Schichten: 1) die Epidermis mit Cuticula, derenAussenwand innen als Membranverdickung dicke Schleimlamellen aufgelagert sind. 2) Eineeinfache oder doppelte Lage dünnwandiger, polyedrischer Zellen. 3) Eine Lage stark ver-dickter, poröser, kurzer Fasern. 4) Eine Nährschicht, deren Zellen mit 3 gekreuzt sind.5) Die Pigmentschicht, aus im Längsschnitt fast isodiametrischen oder quadratischen Zellenbestehend, deren Wände sehr fein getüpfelt sind und die einen braunen Inhalt haben. DieseSchicht fehlt der Schale deshellen indischen Leinsamens". 6) Eine dünne Zone obliterirtenGewebes. Das Endosperm und der Embryo bestehen aus dünnwandigem Gewebe, dessenZellen Plasma, fettes Oel und Aleuron enthalten. Die Aleuronkörner können 19 p grosswerden, sie führen wenige grosse Krystalloide und Globoide, welche letzteren auchfehlen können.