4
294
Lilium. — Linaria.
Pasta Lichenis islandici.Massa de Liehene islandico. Pate deliehen (Gall.).Ep. 1. Lichenis islandici ab amaritie über. 500,02. Gummi Senegal, loti 2500,0
8. Sacchari 2000,0
i. Extracti Opii 1,0
5. Aquae destillatae q. s.
Man bereitet aus 1 und 5 8000,0 Dekokt, löst darin2, seiht durch, fügt 3, dann 4, in -wenig Wassergelöst, hinzu, dampft zu einem festen Teig ein,und bringt diesen in geölte Formen. Die er-kaltete Masse reibt man mit Fliesspapier ab undbewahrt sie in Blechbüchsen auf. Enthält etwa0,02 Proc. Opiumextrakt. Siehe auch PastaJujubae.
l'tisana de Liehene islandico (Gall.)Tisane de liehen d'Islande.Rp. 1. Lichenis islandici 10,0
2. Aquae destillatae q. s.
Man erhitzt 1 mit 2 zum Sieden, giesst die Flüs-sigkeit fort, wäscht 1 mit 2 und kocht dann mit 2q. s. */t Stunde, sodass man 1 1 Seihflüssigkeiterhält
Ep
Tabeilae cum Liehen« islandico (Gall.)Tablettes de Liehen.
Saccharureti Lichenis island. 500,0
Sacchari pulverati 1000,0
Gummi arabici puly. 50,0
Aquae destillatae 150,0.
Man bereitet 1. a. Tabletten von 1 g
Tinctnra Lichenis islandici.
Isländisch-Moos-Tinktur.
I. Pharm. Centralh.
Ep. Liehen, islandici 20,0
Ammonii carbonici 1,0
Spiritus 100,0.
Man maeerirt 24 Stunden, erhitzt bis zum Sieden,
seiht heiss durch und filtrirt.
IT. Nach Dkgüy 3b Bkicemoset.Ep. Lichenis islandici 20,0
Spiritus (80 proc.) 100,0.Soll in Gaben von 80—50 Tropfen brechenverhin-dernd wirken, sogar bei hysterischem Erbrechen.
Alpenthee von Rohmann in Berlin, enthält: Isländisches Moob, Senna, Wallnuss-blatter, Schafgarbe, Sassafras, Sandelholz, Faulbaumrinde, Johannisbrot, Fenchel, Coriander,Süssholz, Lavendel- und Hollunderblüthen. (Bischoff.)
Alpenthee, Schweizer, von Feldmann in Berlin, stimmt mit dem vorigen überein.
Alpenthee, Schweizer, von Manthb in Berlin, ist eine Mischung von IsländischemMoos, Senna, Huflattich, Anis und Süssholz. (Bischoff.)
Alpenthee, Schweizer, von Otto in Berlin, besteht aus Isländischem Moos, Eibisch,Huflattich, Senna, Anis und Süssholz.
Brustgel<ie von Daubitz in Berlin ist eine Isländisch-Moosgallerte mit Zucker, Anis etc.
Schwindsuchtmlttel von Melchiob Stephan in Canstatt. 15 Päckchen einer Thee-mischung aus Island. Moos, Bittersüss, Tausendgüldenkraut und Ochsenzunge.
tivirt.
Lilium.
Gattung der Liliaceae—Lilioidcae—Tulipeae.
I. Lilium Candidum L. Heimisch in Südeuropa und Vorderasien, vielfach kul-Man verwerthet: 1) Die B lütten:
Flores Liliorum alborum, — Lilienblumen. — Fleurs de lis blanc (Gall.).
Man bereitet daraus durch Digestion mit fettem Oel das Weisse Lilienöl, ein ver-altetes Mittel zum äusserlichen Gebrauch, das durch weisses Olivenöl vollkommen ersetztwird. Sollte ein wohlriechendes Lilienöl verlangt werden, so verabfolgt man eineMischung aus 10 Th. fettem Jasminöl und 90 Th. Olivenöl.
2) Die Zwiebel: Bulbus Liliorum alborum. — Bulbe de lis blanc. (Gall.).Man verwendete sie früher als Mittel gegen Wassersucht, in China kocht man sie und dieanderen Arten in Bouillon als kräftigendes Mittel.
Dient zur Darstellung der Pulpa e bulbo Liliorum. Pulpe de lis (Gall.). Manzerreibt die Zwiebel zum Brei und treibt durch ein Haarsieb.
II. Lilium bulbiferum L. Heimisch in Mitteleuropa, vielfach kultivirt. DieBlüthen gelten als Heilmittel bei Lungenkrankheiten.
Linaria.
Gattung der Scrophularlaceae—Antirrhinoideae—Antirrhineae.
Linaria Linaria (L.) Wettst. (L. vulgaris Mill.). Heimisch in Europa, Nord
asien, in Amerika eingeschleppt. Kraut mit aufrechtem, kahlem, nur an der Spitze drüsig-