Indicum.
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buchsen auf. Meisterwurzel wird fast nur noch im Handverkauf und als Thierheilmittelgebraucht. Es gilt als Stomachicum und Stimulans (0,5—2,0 mehrmals täglich).
Extractum Imperatoriae. Dickes Extrakt, das man aus dem fein geschnittenenRhizom durch Digestion mit 60proc. Weingeist und Eindampfen bereitet.
Tinctura Imperatoriae. 1 Th. Meisterwurzel wird mit 5 Tb., verdünntem Wein-gaist ausgezogen.
Indicum.
I. Indicum. Indigo. Pigmentum Indicum. Indlg. Indigoblau. Der Indigokommt in Form eines Glukosides, des Indikans C^H^NOn, in zahlreichen Pflanzen, ingrösster Menge in Indigofera tinctoria L. und anderen zur Gattung Indigofera gehörigenArten vor, welche namentlich in Ostindien, Afrika, Westindien und Brasilien angebaut"werden. — Die Gewinnung erfolgt in deT Weise, dass die Pflanzen mit kaltem (neuer-dings zur Vermehrung der Ausbeute mit heissem) Wasser ausgelaugt werden. Aus demwässrigen Auszug scheidet sich durch die Einwirkung der Luft und durch den Eintritt«iner Art Gährung das Indigoblau ab, welches zur Entfernung brauner Verunreinigungennoch mit Wasser ausgekocht wird.
2C S6 H 31 N0 17 + 4^0 = C ie H 10 N a O a -f 6C.H.oO,
Indikan Indigoblau Indigoglucin
Das Indikan zerfällt dabei im Sinne vorstehender Gleichung in Indigoblau undeinen Indigoglucin genannten Zucker.
Sandeissorten. Man unterscheidet ostindische und amerikanische Sorten. Von denersteren sind am geschätztesten Bengal- und Java-Indigo, weniger geschätzt sindMadras-, Manila-, Bombay-, Agra-, Coromandel- und Aegyptischer Indigo. Von den ameri-kanischen Sorten ist der Guatemala-Indigo am geschätztesten, ihm folgt der Carra-cas-Indigo. Carolina-Indigo ist eine schlechte Sorte, Plattinding ist ein in Hollandaus Indigostaub und anderen Zuthaten hergestelltes Produkt.
Eigenschaften. Indigo bildet specifisch leichte, undurchsichtige, zerreibliche Stückevon dunkelviolettblauer oder dunkelbauer Farbe, welche beim Reiben mit dem Fingernageloder einem anderen harten Gegenstände kupferfarbigen Metallglanz annehmen. Die Bruch-fläche ist matt, feinkörnig, gleichmässig dunkelblau. Guter Indigo hat ein niedrigeresspec. Gewicht als Wasser, schwimmt also auf diesem. — Beim raschen Erhitzen im Probir-glase entwickelt er bei etwa 300° C. einen purpurfarbigen Dampf. Beim vollständigenVerbrennen hinterlässt er höchstens 10 Proc. einer lockeren Asche. In rauchender Schwefel-säure löst sich der Indigo nach und nach vollständig mit blauer Farbe auf. Lufttrockenenthält er bis zu 8 Proc. Feuchtigkeit, doch nimmt er an feuchter Luft ausserdem nochweitere 8—10 Proc. Feuchtigkeit auf. Die gute Sorte, welche beim Reiben Kupferglanzannimmt, heisst „gefeuerter Indigo" (Indigo cuivre).
Der unlösliche Indigo enthält 20—80 Proc. Indigotin (Indigoblau), 2—10 Proc.Indigoroth, dem ersteren isomer, 1—6 Proc. Indigobraun von unbekannter Zusammensetzung,2—5 Proc. Indigoleim und 3—20 Proe. Asche. Ueber die Eigenschaften des Indigoblauess- weiter unten.
Werthbestimmung, Eine völlig einwandfreie Werthbestimmung des Indigo exi-
stirt zur Zeit noch nicht. In den Fabriken wird entweder eine maassanalytische oder eine
kolorimetrische Werthbestimmung ausgeführt.
A. Maassanalytisch. Man bringt 1,0 g einer fein gepulverten Durchschnitts-
Probe in ein Becherglas von etwa 50 ccm Fassungsraum, übergiesst mit 8 ccm rauchenderchwefelsäure von 10 Proc. Anhydridgehalt und erwärmt auf dem Sandbade unter öfterem
g^Ju-en auf 50—60°O. Nach 2—3 Stunden ist der Indigo gelöst, d. h. in das löslicheulfosäuregemisch verwandelt. — Man spült die Lösung in einen Literkolben, füllt bisu* Marke auf und schüttelt gut um. 100 ccm der Lösung bringt man in eine Porcellan-
sc hale, fugt 400 ocin Wasser und 25 ccm verdünnte Schwefelsäure (1:5) hinzu und titrirt