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2 (1920)
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121
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Hex.

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Die Blätter: Folia Ilicis Paraguayers. Herba Paraguay. Mate. Jesuiten-tn «e. st. Barthelemy-Kraut. Paraguaythee. Südseethee. Mato. The du Para-»uay (Gall.).

Beschreibung. Die Blätter sind Ms 16 cm lang, eiförmig oder oval, oder spatel-förmig, meigt in dem Blattstiel verschmälert. Rand kerbig gesägt, zuweilen fast ganz-randig, Spitze bald stumpf, bald ansgerandet. Der Mittelnerv tritt kräftig nach unten vor.Die Blätter sind ledrig, kahl, wenig glänzend.

Die Epidermis der Oberseite besteht aus gradlinig-polygonalen Zellen, die über denNerven nahezu quadratisch werden. Die Cuticula grob gerunzelt. Einzelne Epidermiszellenmit Schleim. Spaltöffnungen nur in der Epidermis der Unterseite, deren Zellen ebenfallsgradlinig- P oiyg 0na i B } nQ- Nur eine Reihe Palissaden unter der Oberseite, im Schwamm-parenchym Oxalatdrusen. Die Nerven mit reichlichem Faserbelag. Die Blätter dereinzelnen Arten, die Mate liefern, weichen in Einzelheiten von einander ab (vergl. Ber.d- d. pharm. Ges. 1896, S. 203).

Sestandtlieile nach Koenig: Eiweissstoffe 3,87 Proc, Harz und Fett 2,0 bis*>5 Proc, Zucker 2,38 Proc, Gerbstoff (Kaffeegerbsäure) 4,120,0 Proc, Asche3 .96,0 Proc, Spuren von ätherischem Oel, das einen theeartigen Geruch besitzt, und*on Vanillin. Der Coffeüngehalt beträgt 0,50,88 Proc, erheblich höhere, ältereAngaben, wie 1,85 Proc erscheinen nicht sicher. Dj den 'Stengeln, die oft der Droge bei-gemengt sind, hat man 0,52 Proc gefunden.

Zur Bestimmung des Coffein werden nach Polenske und Busse 10 g der grobgepulverten Droge mit 250 g destillirtem Wasser eine Stunde am Rückflusskühler bei ge-hndem Sieden erhitzt und heiss durch Baumwolle filtrirt. Der Rückstand wird auf demirichter mit kleinen Mengen kochenden Wassers bis zur Farblosigkeit des Filtrates er-schöpft, der Auszug mit basischem Bleiacetat in geringem Ueberschuss versetzt und zumLiter aufgefüllt. Ein aliquoter Theil des Filtrates (800 oder 900 ccm) wird mit Schwefel-wasserstoff entbleit, filtrirt und auf etwa 100 ccm eingeengt. Dieser Flüssigkeit wird danndurch sechsmaliges Ausschütteln mit je 10 ccm Chloroform das Coffein entzogen. DerCoffemlOsung wird durch zweimaliges Schütteln mit je 5 ccm einer 2 proc. Ammoniak-flüssigkeit der Farbstoff entzogen, dann die Lösung filtrirt, langsam verdunstet und derRückstand getrocknet. Vergl. auch Thea.

Zubereitung und Anwendung. Mate ist für einen grossen Theil Südamerikas(etwa bis zum 10° südl. Br.) das fast ausschliesslich gebrauchte Genussmittel. Meist wird dieDroge in der Weise zubereitet, dass man die Blätter oder die dünnen Zweige mit den Blätternrasch durch eine Flamme zieht, um sie schneller welken zu machen und dann trocknet, oderman trocknet sie direkt. Dieses Trocknen geschieht meist über freiem Feuer, und die Blätternehmen dadurch einen unangenehm rauchigen Geschmack an. Trocken werden sie dannzerkleinert, indem man sie mit schweren Hölzern auf einer Tenne zerschlägt oder auf einerMühle zerkleinert. Das nach der ersten Methode gewonnene Produkt ist sehr unansehnlichund enthalt viel Pulver. Neuerdings trocknet man die Blätter ähnlich wie den Thee, in-dem man sie in flachen Pfannen erhitzt. In Südamerika geniesst man die Blätter, indemman ein Quantum derselben in ein geeignetes Gefäss (ausgehöhlter Kürbis) giebt, event.

ucker dazu thut, siedendes Wasser darauf giesst und das Getränk dann durch eine am*mde mit einem Sieb verschlossene Röhre (bombilla) aufsaugt. Die Blätter heissen in Süd-amerika Yerba und das Gefäss Mate. Die Europäer gemessen ihn vielfach wie chinesischenee zubereitet. Man versucht häufig, Mate als Ersatz des chinesischen Thees auch bei

ns einzuführen, und es unterliegt keinem Zweifel, dass er seineB Coffeingehaltes wegen,^er allerdings niedriger wie beim Thee ist, aber den des Kaffees fast erreicht, und vor allen

'»gen seines viel billigeren Preises wegen sich sehr wohl dazu eignet Hinderlich ist

iner Einführung der von dem des chinesischen Thees abweichende und anfangs wenigeran genehme Geschmack, an den man sich aber schnell gewöhnt.

III. Hex Opaca Alt. in Nordamerika. Rinde und Blätter verwendet man als termittel. Die Blätter enthalten ein Glukosid und einen Körper von senfartdgem