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2 (1920)
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Hex.

Anwendung. Nbissek empfiehlt die Tumenolpräparate bei Hautkrankheiten alsaustrocknendes, die Entzündung mässigendes, Ueberhornung bewirkendes Mittel, welchesbesonders bei nässenden Ekzemen, Erosionen, Excoriationen, Pruritus anwendbar ist. Anti-parasitäre Wirkung kommt den Präparaten nicht zu. Roh-Tumenol wird in 25pro-centiger wässeriger Lösung oder als 5lOprocentige Paste (Zink-Amylum) angewendet.Tumenolpulver gelangt theils rein, theils mit Zinkstreupulver gemischt zur Verwendung. Tumenolöl kann unverdünnt oder als Paste benutzt werden. Es reizt weniger alsTumenol.

noi.

Pasta Tnmenoli Neisser.

Tinctura Tnmenoli Nbissbb.

Ep. TumenoUVaseliniZinci oxydatiAmylii Bnbakutem Ekzem.

6,0-10,0 gS0,0

fiä 100,0.

Ep. Tnmenoli 6,0

AetherisSpiritus (90 0 /)

Aquae destillatae (oder Glycerini) ää 15,0.Bei Pruritus

Hex.

Gattung der Aqnifoliaceae.

I. Hex Aquifolium L. Stechpalme, Hülsen, Christdorn. Houx. Holly.

Heimisch von der Ostsee bis zu den Alpen, vom Rhein bis nach Ungarn und Kroatien,häufig kultivirt Man verwendet:

1. Die Blätter Folia Aquifolii seu Agrifolii sen Hicls. Stechpalmenblätter,Stecheichenblätter, Christdornblätter. Sie sind immergrün, elliptisch, lederig-starr,am Bande wellig gezähnt mit Stacheln, seltener an älteren Exemplaren ganzrandig, kurz-gestielt, 45 cm lang, 28 cm breit. Geruchlos, von etwas widerlich-herbem Geschmack.

Bestandtheile. Ein nicht rein dargestellter Bitterstoff: Ilicin, ein gelberFarbstoff: Ilixanthin, ferner IlexBäure, Gerbstoff, Zucker.

Anwendung. Hier und da als Volksmittel bei Kolik und Wechselfieber etc.

2. Die Früchte: Baccae Aqnifolii, sind erbsengrosse, rothe, 4ösamige Stein-früchte. Man verwendet sie hier und da gegen Epilepsie, indessen ist zu bemerken, dasssie brechenerregend und abführend wirken.

3. Aus der Rinde bereitete man allein oder mit einem Zusatz von ViscumbeerenVogelleim. Sie enthält einen Kohlenwasserstoff Ilicen C 85 H eo .

II. Von grösserem Interesse sind eine Anzahl in Amerika heimischer Arten, dieCoffein enthalten und deshalb dort seit alters als Genussmittel verwendet werden. Vongegenwärtig geringer Bedeutung sind einige Arten in Nordamerika, in den nördlich ammexikanischen Golf gelegenen Staaten der Union, so Hex Cassine Walt, und Hex V0-mitoria Soland., deren Gehalt an Coffein in denBlättern nur ungefähr 0,8Proc. beträgt.Hu Gebrauch ist im Verschwinden begriffen, obwohl man sich Mühe giebt, ihn wiedereinzuführen. Die Blätter verwendete man früher als Folia Apalachinis, Folia Faraguae, Carolinathee, Indischer Thce.

Von sehr grosser Bedeutung sind dagegen einige Arten in Südamerika, so Hexparaguariensis St. Hil., unter welcher Bezeichnung man jetzt eine ganze Reihe vonfrüher getrennten Arten zusammenzieht, ferner: I. atTiara (Vell.) LoeS., I. affitlig

Gardn., I. theezans Mari, I. cuyabensis Reiss., I. dumosa Reiss., I. diureticaMari, I- conocarpa Reiss., I. Pseudothea Reiss., I. Glazioviana Loes., I. Con-

gonhinha LoeS., I, breviCUSpiS ReiSS. Diese Sträucher oder kleinen Bäume wachsenin Südamerika von 28 bis 10° südlicher Breite und vom atlantischen Ocean bis zu den Ost-abhängen der Kordilleren. Man sammelt gegenwärtig so gut wie ausschliesslich vonwilden Pflanzen, die früher blühenden Kulturen sind wohl alle eingegangen. Neuerdingsmacht man Versuche, die Kultur in den deutschen Kolonien in Afrika einzuführen.