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1 (1920)
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tielaüna.

Mnndleim. 10 Th. Gelatine und 1 Th. Zucker werden gelöst und in die Formrunder Scheiben gebracht.

Gelose. Agar-Agar wird in Streifen geschnitten, diese 24 Stunden in 6proc. Salz-sflure macerirt, dann mit Wasser gewaschen und 24 Stunden in 5proc. Ammoniakflüssig-keit macerirt und wiederum mit Wasser gewaschen. Die so gereinigten Agarstreifen löstman in siedendem Wasser. Die Lösung wird kolirt, eingedampft, der Rückstand ge-trocknet und gekörnt oder man streicht die Lösung auf Glasplatten und stellt Lamellen dar.

Tanuocol der Berliner Aktien-Gesellschaft für Anilinfabrikation. 10 1einer lproc. Gelatinelösung werden mit 2 1 5proc. Tanninlösung gefällt. Der Niederschlagwird abfiltrirt, mit Wasser gewaschen und gepresst. Der Pressrückstand wird zerbrochenund in dünner Schicht bei mittlerer Temperatur an der Luft solange getrocknet, bis erim Wasserbade nicht mehr schmilzt, dann bei 150° C. getrocknet, schliesslich gepulvert.

Schwach gelbliches, geruchloses und geschmackloses Pulver.

Glutektoue, Leimstifte, Helfenbergeb. Enthalten als Körper Glycerinleim mitZusätzen von Alpha-Eigon, Zinkoxyd mit Salicylsäure oder Ichthyol, bezw. beiden in ver-schiedenen Stärken. Zum Gebrauche nässt man die zu behandelnde Hautstelle mit einemfeuchten Schwämme und reibt dann mit dem Glutekton solange, bis sich ein dünner Ueber-zug einer Leimdecke gebildet hat. Bei Ekzemen.

IV. Gillteil fabrile. Leim. Tischlerleim. Entsteht durch anhaltendes Kochenleimgebender Gewebe mit Wasser. Man unterscheidet zwei verschiedene Arten von Leim:das aus den permanenten Knorpeln gewonnene Chondrin (Knorpelleim) und das ausKnochen und Haut entstandene Glutin. Das Chondrin (der Knorpelleim) kommt wegenseiner geringeren Bindekraft weniger in Betracht als das Glutin. Je nachdem dieses ausKnochen oder Hautabfällen gewonnen wird, bezeichnet man den fertigen Leim alsKnochenleim" oderHautleim bez. Lederleim".

Knochen geben beim Dämpfen direkt eine Leimlösung, welche in Vacuumapparatenkoncentrirt und alsdann zum Erstarren gebracht wird. Oder man macerirt die Knocheumit Salzsäure, entsäuert den zurückbleibenden Knorpel mit Kalkmilch, wäscht ihn mitWasser und verkocht ihn bis zur Leimbildung mit Wasser. Hautabfälle werden zu-nächst längere Zeit mit Kalkmilch behandelt, dann gewässert und schliesslich durchlängeres Kochen mit Wasser zu Leim gelöst.

Der Leim kommt in ausserordentlich verschiedenen Sorten im Handel vor. AlsKölner Leim bezeichnet man eine helle, klare Leimsorte (aus Haut, Leder) von besondersguter Klebkraft. Knochenleim ist gewöhnlich etwas trübe infolge kleiner Mengen bei-gemengten Calcraniphosphats. Bezüglich der Prüfung des Leimes lassen sich bestimmteVorschriften nicht geben, da hierüber noch keine Uebereinstimmung herrscht. Guter Leimist in der Regel hell, nicht dunkel gefärbt, indessen ist dieses Moment nicht ausschlag-gebend, da es auch dunkle Leimsorten von vorzüglicher Klebkraft giebt. Man verlangtvon gutem Leim, dass er glänzend, durchscheinend, hart und spröde, an der Luft trockensei, beim Biegen kurz abbreche und einen glasartig kurzen Bruch gebe. In kaltesWasser gebracht soll er selbst nach 48 Stunden nur stark gequollen, aber nicht völligzerflossen sein. Einige betrachten auch die Wasseraufnahmefähigkeit des Leimes als einMerkmal zur Beurtheilung, d. h. sie halten den Leim für den besten, von welchem eineGewichtseinheit innerhalb 24 Stunden bei gewöhnlicher Temperatur das meiste Wasseraufnimmt.

KissLiKa fand bei zahlreichen Analysen von Tafelleim: 12,318,0 Proc. Wasser,1,05,1 Proc. Asche, 00,8 Proc. flüchtige Säure, 040,0 Proc in Wasser unlöslicheBestandtheile. Die zuverlässigste Prüfung ist die mechanische: Man leimt zwei StückeHolz zusammen und bestimmt das Gewicht, welches erforderlich ist, um dieselben aus-einander zu reissen. Diese Prüfung wird von Special-Laboratorien ausgeführt.

Für die Klebkraft des Leimes ist seine Vorbereitung und Behandlung von grosserBedeutung. Die beste Klebkraft wird erzielt, wenn man den Leim 121824 Stundenin Wasser quellen lässt, dann das überschüssige Wasser abgiesst und den gequollenenLeim im Wasserbade (!) bis zur Auflösung erhitzt. Ueber freiem Feuer wird derLeim leicht überhitzt (angebrannt), wodurch er an Klebkraft einbüsst. Die Klebkraftwird auch verringert, wenn der Leim oft im Wasserbade wieder flüssig gemacht wird