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1 (1920)
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1190
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Galbanum.

Ferula Scliai'r, nach einer anderen von Ferula galbaniflua stammen. Der Geruch er-innert an den des Fenchels. Es ist daran zu erinnern, dass die halbflüssige Konsistenznoch nicht die Annahme einer besonderen Stammpflanze fordert, da alle diese Gummiharzehalbflüssig und von weisser oder gelblicher Farbe aus der Pflanze treten und erst allmäh-lich an der Luft erstarren und nachdunkeln. Indessen soll ein solches halbflüssiges G.,das in den Handel gekommen ist, von Opoidia galbanifera Ldl. abstammen.

2) Galbanum in Körnern (Galbanum in granis seu lacrymis). Erbsen- bis nuss-grosse, rundliche, wachsglänzende Körner von gelblicher bis röthlichbrauner Farbe, oftzusammengeklebt, im Bruch weisslich oder gelblich.

3) Galbanum in Massen (Galbanum in massis Beu placentis). In der Wärmeleicht zerfliessende, heller oder dunkler grünlichbraune Massen, in die Körner von 2 ein-gebettet sind.

Galbanum erweicht ziemlich leicht in der Wärme, Geruch und Geschmack sehraromatisch, nicht scharf. Salzsäure nimmt, eine Stunde lang mit Galbanum in Be-rührung, eine sehön rothe Farbe an, die nach Versetzen mit Alkohol und Erwärmen mehrviolett wird. Es ist aber darauf aufmerksam zu machen, dass diese Reaktion nicht alleSorten zeigen.

Kocht man zerriebenes Galbanum eine Viertelstunde mit rauchender Salzsäure, filtrirtund Übersättigt das klare Filtrat mit Ammoniak, so fluorescirt die Mischung blau. DieseÜmbelliferon-Keaktion zeigen alle Sorten. Dieselbe Reaktion, in dieser oder ähnlicherWeise ausgeführt, giebt auch Asa foetida, nicht aber Ammoniacum (vergl. S. 254).

Bestandthelle nach Conbady (1894): In einem Galbanum in massis: 9,5 Proc.ätherisches Oel, 63,5 Proc. in Alkohol lösliches Harz und 27 Proc. Unreinigkeiten.Das Harz enthält 0,25 Proc. freies Umbelliferon, 50 Proc. GalbaresinotannolC e H 10 0 und endlich Umbelliferon-Galbaresinotannolester. 0,3531,31 Proc. Asche.

Der Gehalt an ätherischem Oel kann bis 22 Proc. betragen. Es ist gelblich,vom speeifischen Gewicht 0,9100,940, die Drehung ist (100 mm-Rohr) + 20° bis10°.Oel von persischem G. soll rechts drehen, solches von levantischem dagegen links. DasOel enthält d-Pinen C 10 H ia und Cadinen C 1B H 21 .

Aus den bisher vorliegenden Untersuchungen geht hervor, dass als Galbanum zweiverschiedene Gummiharze in den Handel gelangen, von denen das eine die oben genannteReaktion mit Salzsäure giebt; das ist die von Conbady 1894 untersuchte Sorte, wogegeneine andere, als persisches Galbanum bezeichnete Droge, die Reaktion nicht giebt; dasOel der letzteren Droge dreht rechts, das der anderen, levantischen, links.

Prüfung. Erstreckt sich auf die angegebenen Merkmale und Reaktionen, fernerauf die Bestimmung des in siedendem Alkohol löslichen Theiles (7080 Proc), Germ, ver-langt 50 Th. Ferner auf Bestimmung des Aschegehaltes; es lassen zu: Germ, bis 10 Proc,Helv. bis 8 Proc.

Bestimmung der Säurezahl nach K. Dietehich: 0,5 Galbanum werden feinzerrieben, in einem Kolben mit etwas Wasser übergössen und dann durch den im Sandbadeerwärmten Kolben Wasserdämpfe geleitet. Das aus dem Kolben kommende Rohr verbindetman mit einem Kühler und lässt dessen Rohr in eine mit 40 cem wässeriger l j i -TS-Kalilauge beschickte Vorlage in die Flüssigkeit eintauchen. Man destillirt 500 com über,spült das Destillationsrohr gut mit destillirtem Wasser nach und titrirt den Inhalt der Vor-lage unter Verwendung von Phonolphtaleln mit Schwefelsäure zurück. Die Menge derdurch das Destillat gebundenen Kubikcentimeter Kalilauge X 28 = Säurezahl. Grenz-zahlen: 73,5114,5.

Bestimmung der Harzzahl und Verseifungszahl nach K. Dieterich. Zweimal1 g Galbanum zerreibt und übergiesst man mit je 50 com Petroleumbenzin (spec. Gew.0,700 bei 15° C), fügt dann je 25 cem alkoholische 1 / 3 -Jr.-Kalilauge hinzu und lässt beiZimmertemperatur unter häufigem Umschwenken in 1 Literflaschen '^4 Stunden stehen. Dieeine Probe wird dann nach Zusatz von 500 com Wasser unter Umschwenken mit '^'N.-Schwefelsäure und Phenolphtaleln zurücktitrirt. Die verbrauchten Kubikcentimeter Kali-lauge x 28 = Harzzahl. Grenzzahlen 107,5122,5.

Der zweiten Probe setzt man noch 25 cem wässerige '/j-N.-Kalilauge und 75 cemWasser hinzu und lässt unter häufigem Umschwenken abermals 24 Stunden stehen. Man