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1 (1920)
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1062
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1062 Eucalyptus.

Eucalyptus.

Gattung- der Myrtaceac — leptosperuioideae — Leptospermcae — Eucalypü-nne. Mit Ausnahme weniger Arten, die im malayischen Gebiet und auf Ken-Guinea vor-kommen, auf Australien und Tasmanien beschränkte, artenreiche Gattung, die arzneilichverschiedentlich verwendet wird. Es kann im Folgenden nur eine kurze Zusammenstellunggegeben werden. Man verwendet:

I. Die Blätter Folia Eucalypti (Ergänzb.). Folinm Eucalypti (Helv.). Euca-lyptus (U-St.). — Eucalyptnsblätter. — Fcuilles d'eucalyptus (Gall.). — Eucalyptus-leaves. Von Eucalyptus Globulus Labillardiere. Fieberbaum. Gum Tree. BlneGum Trce. Fever Tree. Heimisch in Neu-Südwales und Tasmanien, durch die Kulturweit verbreitet in wärmeren Gegenden, da der Baum seiner Schuellwüchsigkeit wegen sichsehr zur Entwässerung feuchter Fiebergegenden (Fevcr-Tree) eignet.

Beschreibung. Die Blätter des Baumes sind dimorph, die zuerst an den Zweigenentstandenen sind gegenständig, ungestielt, eiförmig mit herzförmigem Grunde, an derPflanze wagerecht gestellt. Diese normale Stellung kommt auch im Bau zum Ausdruck,Diese Blätter sind bifacial gebaut, d. h. sie haben Palissaden nur an der Epidermis derOberseite. Die später an den Zweigen entstehenden Blätter stehen zerstreut, sie sind ge-stielt, der Blattstiel gedreht. Die Lamina ist sichelförmig oder schmal-lanzettförmig, langzugespitzt, ganzrandig, am verdickten Rande etwas umgebogen, am Grunde schief ge-rundet oder in den Stiel etwas zusammengezogen, 20 cm und darüber lang. Farbe grau-grün. Von dem wenig starken Primärnerven gehen beiderseits die Sekundärnervcn amGrunde des Blattes unter einem Winkel von etwa 50°, in der Mitte von 40°, gegen dieSpitze von 30° ab, sie bilden in einiger Entfernung vom Blattrand einen sehr ausgeprägtenRandnerven. Beiderseits etwas höckerig und durchscheinend punktirt.

Cuticula auf beiden Epidermen dick, die Zellen der letzteren beiderseits polygonalund mit Stomatien. Beiderseits 2 oder 3 Reihen von Palissaden, in der Mitte schmalesSchwammparenchym. Reichlich Oelbehälter und im Mesophyll Einzelkrystalle und Drusenvon Kalkoxalat. Ausserdem nicht selten im Blatt Korkwuclierungcn, die dasselbe alsbraune Punkte durchsetzen. Geruch angenehm aromatisch, Geschmack ebenso und etwasbitterlich.

Iiestaneltheile. In den trocknen Blättern 1,6—3,0 Proc. ätherisches Oel (sieheS. 1064), ferner Gerbstoff, Harz, Bitterstoff etc.

Jlandelswaare. Pharmaceutisch verwendet worden nur die soeben beschriebenen,sichelförmigen, monofacial gebauten Blätter, sie kommen meist aus Italien und Nordafrikazu uns.

Aufbewahrung. Vergl. S. 307 Fussnote.

Anwendung. Dieselbe beschiänkt sich fast ausschliesslich auf das ätherischeOel (s. unten) und die Tinktur. Letztere verwendet man bei Magen- und Darmkatarrhsowie Blasenleiden; mit Wasser verdünnt zu Gurgelwässern, zum Wundverband.

Alcoolatura Eucalypti (Gall.).talis Gall. (S. 1041).

Aqua Eucalypti. Hydrolatum Eucalypti. Eau(Gall.). Wie Eau d'e Camomille Gall. (S. 716) zu bereiten.

Cigareties d'eucalyptus (Gall). Sollen jede 1 g Ecalyptusblätter enthalten.

Exiractum Eucalypti fluidiim. Eucalyptusu Fluidextrakt. Extraitfluide d'eucalyptus. Fluid Extract of Eucalyptus. Helv. 100 Th. Eucalyptus-blatt (IV) erschöpft man im Perkolator mit q. s. Weingeist (94 proc). Man befeuchtetmit 35 Th., sammelt zuerst 85 Th. und stellt weiter 1. a. 100 Th. Fluidextrakt her. Bräun-liclifirün, von kampherähnlichem Geruch, mit Wasser trübe mischbar. — U-St. Aus 1000gEucalyptusblätterpulver (Nr. 40) und einer Mischung von 750 com Weingeist (91 proc.) und250 com Wasser im Verdrängungswege. Man befeuchtet mit 400 cem, sammelt zuerst900 com und verfahrt weiter 1. a., so dass man 1000 cem Fluidextrakt erhält.

Plisana de folio Eucalypti. Tisane d'eucalyptus (Gall.). Wie Tisane debuchu (S. 511).

Aus frischen Euealyptusblättern wie Alcoolat. Digi-distillee d'Eucalyptus