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1 (1920)
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1008
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Cydonia.

Curry-Powder (Diet.).

Ep. Rhizomat. Curcumae

50,0

Piperis albi

20,0

Fructus Piinentae (Amomi)

10,0

Seminis Sinapis deoleati

10,0

Fructus Carvi

5,0

Fructus Coriandri

2,5

Fructus Capsici

2,5.

Mit Essig geschüttelt giebt diese Mischung einen

Ersatz für die sog. Worcestershire-Sauce.

Oleum Cnrcnmae (Buchh).Ep. 1. Orellanae 125,0

2. Rhiz. Curcumae 250,0

8. Olei Olivarum seil Arachidis 1000,0Man trocknet 1 völlig aus, verreibt mit 2,dann beide mit 3, erhitzt einige Stunden imWasserbade, presst warm u. filtrirt.

Pulvis tinctorius viridis.Rp. Indici subt. pulv, 1,0

Rhizom. Curcumae subt. plv. 10,0.Zum Farben von Fetten.

Curcniiiinum, Curcumin, Ourcumagelb C 14 H 14 0 4 .

Darstellung. Das zerkleinerte Rhizom wird vom ätherischen Oel befreit, mitheissem Wasser gewaschen und getrocknet. Dann zieht man mit reichlichen Mengensiedenden Benzols aus. Beim Erkalten scheidet sich rohes Curcumin in Krusten ab. Dieselöst man in Weingeist, fällt mit neutralem und so viel basischem Bleiacetat aus, dass dieFlüssigkeit schwach sauer reagirt. Den Niederschlag von Bleicurcumin wäscht man mitWeingeist, zerlegt ihn unter Wasser mit Schwefelwasserstoff, entzieht dem abfiltrirtenSchwefelblei das Curcumin mit kochendem Alkohol und lässt verdunsten.

Eigenschaften. Anscheinend orthorhombische Prismen, die bei 165° C. schmelzen.Leicht löslich in Aether und Weingeist, weniger leicht löslich in Benzol. KoncentrirteMineralsäuren lösen es in geringer Menge mit karmoisinrother Farbe, wässerige Alkalienleicht und mit lebhaft rothbrauner Farbe; das mit Curcumin getränkte Papier wird mitAlkalien braunroth, nach dem Trocknen violett. Verdünnte Säuren stellen die gelbe Farbewieder her. Borsäure erzeugt eine nur beim Trocknen hervortretende orangerothe Farbe,die durch verdünnte Alkalien in Blau verwandelt wird. Erhitzt man eine alkalische Lösungvon Borsäure-Curcumin mit Mineralsäuren, so scheidet sich beim Erkalten Rosocyaninin Form eines körnigen Körpers ab, der sich in Alkohol mit rother Farbe löst, die durchAlkalien lasurblau wird.

II. Cureuma aromatica Salisbury*) (Biockzittwer, Rhiz. Cassumunai),

liefert in Cochinchina' ein wahrscheinlich auch Curcumin enthaltendes Rhizom, das mauwie 1. verwendet. Ebenso seheint das Rhizom von CurClima Caesia Roxb. Curcuminzu enthalten.

III. CurCUlTia Zeiioaria ROSC. liefert Rhizoma Zedoariae (vergl. dort).

IV. CurCUma angUStifOÜa Roxb. liefert ostindisclies Arrowroot (vergl, S. 297).

Cydonia.

Gattung der Uosaceae Pomoideae Pomariae.

Cydonia vulgaris Pers. Wahrscheinlich im Orient und in Südeuropa heimisch,durch die Kultur verbreitet. Verwendung finden die Früchte und die Samen:

Fructus Cydoniae. Poma Cydoniae. Quitten. Fruit de coing (Gall.). SeinenCydoniae (Austr. Ergänzb. Helv.). Quittensamen. Quittenkerne. Quitten- oderSchleimkörncr. Semence de coing (Gall.). Pepins de coing-. Qnince kerneis.

Beschreibung. Die grosse, gelbe, anfangs wollig behaarte, später kahle Fruchtist bald von apfelförmiger, bald von birnenförmiger Gestalt (var.: maliformis Mill.Apfelquitte, var.: oblonga Mill. Birnquitte), sie ist von dem vergrösserten, laubig ge-wordenen Kelch gekrönt und enthält in jedem der 5 Fächer 6 15 (oder mehr) Samen.Die Frucht ist von starkem, angenehm-aromatischem Geruch und herbem, saurem Geschmack.

Die Samen sind bis 10 mm lang, braun, von Gestalt der Apfelkerne, aber durchgegenseitigen Druck in der Frucht oft etwas verkrümmt, meist zu mehreren mit einanderoberflächlich verklebt. Die braune, ziemlich spröde Samenschale umschliesst ein schmalesEndosperm und den Embryo mit zwei dicken, plan-konvexen Kotyledonen. Die Epider-miszellen der Samenschale enthalten reichlich Schleim, der in Form von Verdickungen

') Gall. f-ihrt als Stammpflanze der Zödoaire ronde Cureuma aromaticaRose, an, welche Art nach dem Index Kewensis gar nicht existirt.