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1 (1920)
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Cupri salia varia.

nicht mehr alkaliseh reagirt, presst den Niederschlag- ab und trocknet ihn bei 5060° C.Ausbeute etwa 50,0 Th.

Ein specifisch leichtes, grünlichblaues, neutrales Pulver, in Wasser unlöslich, in ver-dünnten Mineralsäuren (z. B. Salzsäure), auch in Amnioniakflüssigkeit löslich. Es wirdzur Darstellung von Kupfersalzen verwendet.

Innerlich in Gaben von 0,20,5 g vier- bis sechsmal täglich in Pulvern oderPillen gegen Neuralgien angewendet. Neuerdings von Bambeeger gegen Phosphorvergif-tung empfohlen: Nachdem ein Brechmittel von Kupfersulfat vorausgegangen, wird 0,25bis 0,5 g Kupfeikarbonat, in Wasser vertheilt, anfangs halbstündlich gereicht, wobei jedes-mal 1 Esslöffel Wasser nachgetrunken wird. In den Intervallen kaltes Getränk, Eis-stückchen oder Fruchteis; nach einigen Stunden wieder Emeticivm von Kupfersulfat. DiePhosphorkügelchen sollen sich dadurch mit einer schwarzen Schicht von Phosphorkupferüberziehen, welche das weitere Verdampfen bez. die Resorption des Phosphors verhindert.Aeusserlich in Salben und Pflastern 2,03,0:10,0.

IV. ff Cuprum arSSniCOSlim. Cuprum subarsenicosum. Cupriarsenit.Arsenigsaures Kupferoxyd. SciiEELE'sches Grün. Man löst 10 Th. Arsenigsäureanhy-drid durch Kochen mit einer Lösung von 20 Th. trocknem Aetzkali in 20 Th. destillirteniWasser, verdünnt mit 400 Th. destillirtein Wasser und mischt die filtrirte Lösung nachdem Erkalten mit einer filtrirten Lösung von 20 Th. krystall. Kupfersulfat in 200 Th.destillirteni Wasser. Man lässt den Niederschlag an einem warmen Orte absetzen, filtrirtihn ab, wäscht ihn mit Wasser aus und trocknet ihn auf porösen Unterlagen bei etwa50°C. Die Zusammensetzung des Niederschlages ist nicht ganz konstant, entspricht aberannähernd dem Ausdruck CuHAs0 3 .

Zeisiggrünes Pulver, in Wasser unlöslich, in Ammoniak löslich. Von Kalilaugewird es mit blauer Farbe gelöst; aus dieser Lösung scheidet sich beim Erkalten langsam,rascher beim Erwärmen, rotkes Kupferoxydul aus. Findet nur selten arzneiliche Verwen-dung. Aufbewahrung: Sehr vorsichtig.

Höchstgaben: pro dosi 0,01 g, pro die 0,025 g. Die technischen Sorten fandenfrüher als Sctikele 'sehes Grün oder Schwedisches Grün Verwendung; ihre Benutzungunterliegt indessen heute vielfacher gesetzlicher Beschränkung.

V. ff Cuprum aceiiCO-arsenicicum. Essig-arsenigsaures Kupfer. Schwein-furter Grün. Diese zwar giftige, aber sehr schöne grüne Farbe wird dargestellt durchKochen von Grünspan mit arseniger Säure und Essig. Nach Liebig löst man 4 Th. basi-schen Grünspan und 3 Th. arseuige Säure, beide für sich, in der genügenden Menge ge-wöhnlichen Essigs unter Erhitzen bis zum Sieden auf. Man vermischt die Lösungen, dampftdas klare, hellgrüne Gemisch ab, beseitigt einen geringen, zunächst entstehenden Nieder-schlag durch Filtriren, worauf sich alsdann dio grüne Farbe in grösseren Mengen und zwarin Krystallen abscheidet.

Das Schweinfurter Grün ist ein smaragdgrünes Pulver, welches«y aus mikroskopischen Krystallen besteht. Seine Nuance ist um so

dunkler, je grösser die Kryställchen sind. Wird es zerrieben, sowird auch die Nuance heller. Ein als amorphes Pulver im Handelvorkommendes (Englischgrün) deckt zwar besser als das erstgenannte,es hat aber nicht das Feuer wie dieses. Welche Sorte vorliegt, er-kennt man mit Leichtigkeit unter dem Mikroskop (s. Fig. 233). Daskrystallisirte Schweinfurter Grün stellt Spkaeroide oder undeutlichausgebildete sechseckige Krystalle dar mit dunklem Rand und dunklemCentrum in einer zwischen diesen liegenden, grün durchleuchtendenhelleren Zone. Die Krystalle sind vielfach mit einander verwachsen.Das Schweinfurter Grün ist eine Doppelverbindung von Cupriacetat und Cupri-metarsenit. Seine Zusammensetzung wird durch den Ausdruck Cu(CH 3 C02) 2 + 3Cu(As0 3 ),oder (Cu),. OB^CO,. (AsO a ), wiedergegeben. Es enthält etwa 33 Proc. Kupferoxyd, 56 Proe.

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Fig. 233. Krystallisirtes

Schweinfurter Grün bei

150 facher linearer Ver-

grösserung.