Cuprum aceticum.
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mit warmem Wasser an, so schwillt er zunächst infolge Aufnahme von Wasser an, dannzerfällt er allmählich in ein blaues krystallmisches, in Wasser unlösliches Pulver (Zweifach-basisch-Kupferacetat, s. oben), während Halb-basisch-Kupferacetat (s. oben) mit blaugrünerFarbe in Lösung geht. In gleicher Weise bleibt beim Ausziehen des grünen Grünspansmit Wasser das blaue Zweifach-basische-Kupferacetat im Rückstande, während Halb-basi-sches-Kupferacetat mit blaugrüner Farbe in Lösung geht. — Von verdünnter Schwefel-säure, von heisser verdünnter Essigsäure wird Grünspan unter nur geringem Aufbrausenund unter Hinterlassung nur geringer Mengen von Unreinigkeiten gelöst.
Prüfung. 1) Der Grünspan ist hinreichend rein, wenn 1 Theil von 4 Th. ver-dünnter Schwefelsäure (spec. Gew. = 1,112) bis zu 94 Proc. und von 10 Th. Ammoniak-flüssigkeit (spec. Gew. = 0,960) bei gelinder Wärme in gleichein Procentsatz gelöst wird.Das Unlösliche besteht in Treberresten, Pasern, Kupfermetall, Thon, Kalk. 2) Eine etwaigeVerwechslung oder Vermischung mit arsenhaltigen Kupferfarben stellt man fest, indemman die Lösung in Salzsäure mit Zink zusammenbringt und das entwickelte Wasserstoff-gas auf Silbernitratlösung (1 -f- 1) einwirken lässt. Ein citronengelber Fleck zeigt ATsenan (s. S. 407).
Aufbewahrung. Man hält den Grünspan in Stücken und fein gepulvert vor-räthig und bewahrt ihn vorsichtig auf.
Anivendung. Innerlich -wird Grünspan Kaum noch angewendet. Aeusserlichals ätzendes Streupulver bei unreinen, wuchernden Geschwüren, in Salben (1,0 auf 10,0),in Geraten, Pflastern. In Augenwässern, Gurgelwässern und Einspritzungenist Aerugo durch Cuprum aceticum zu ersetzen! In der Thierheilkunde dient erals Beizmittel bei Klauenseuche und gegen wildes Fleisch.
Im Handverkauf wird er bisweilen zu Krätzemitteln verlangt; in diesem FallewäTe die Abgabe zu verweigern. Technisch wird er namentlich zu galvanischen Bädernund zu Metallbeizen verwendet und kann alsdann gegen Giftschein unbedenklich verab-folgt werden.
Spiritus Aeruginis. Wird Kupferacotat der trockenen Destillation unterworfen,so destillirt bei 240—260° C. Essigsäure, bei 270° C. gebt Cuproacetat Cu 2 (CH 3 C0 2 ) 2 in Formwolliger Flocken über. Daher ist dieses auch als Kupferspiritus bekannte Präparatim wesentlichen kupferhaltige Essigsäure.
Aqua viridis Hartmann.Rp. Tincturae Gallarum
Tincturae Absinthii ää 10,0Aquae aromaticae 100,0Mellis depurati 20,0 -
Aluminis pulveratiAeruginis pulveratae ää 5,0.Umgeschüttelt zum Verbände unreiner Wundenoder syphilitischer Geschwüre.
Baume d« Metz.
Metz's Balsam. Baume de feuillet.
Blätterbalsam. Grüner Heilbalsam.
Rp. Aeruginis pulver. 12,0
Aloes pulver. 8*0
Zinci sulfurici pulver. 6,0
Olei Lauri 30,0
Terebinthinae 60,0
Olei Lini
Olei Olivarum ää 180,0Olei Juniperi 15,0
Olei Caryophyllc-rum 4,0.
Ceratum Aeruginis Germ. I u. Hamb. V.
Ceratum viride. Emplastrum Aeruginis.
Kennedy-Pflaster. Grünwachs.
Rp. Cerae flavae 120,0
Resinae Pini 60,0
Terebinthinae 40,0
Aeruginis subt. pulv. 10,0.
Man giesst das Master in Vi cm dicke Täfelchon
aus. Als Hühneraugenpflaster.
Ergiinzungsbuch:
Rp. Cerae flavae 10,0
Resinae Pini 5,0
Terebinthinae 4,0
Aeruginis subt. pulv. 1,0.
Emplastia ad claros podimi.
I. Hühneraugenpflaster der Frau
Grimmert.Rp. Emplastri Galbani crocati 50,0Cerae flavae
Terebinthinae ää 10,0
Aeruginis subt. pulv. 20,0.
II. Richter's Hühneraugenpflaster.Rp. Picis niglae 25,0
Emplastri Lithargyri simplicis 12,5Galbani pulverati 40,0
Ammonii chloratiAeruginis ää 5,0.
III. Rust's Hühneraugenpflaster.Rp. Cerae flavae 15,0
Olei Olivarum 4,0
Ammoniaci 15,0
Terebinthinae 4,0
Aeruginis subt. pulv. 6,0.
Emplastrum ad Inpiain.
Gliedschwammpflaster.Rp. Cerati Aeruginis 90,0
Gallarum subt. pulv, 10,0.Pflaster bei lupia juneturae.